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Digitaler Nomade: In 11 Steps zum Digitalen Nomadenleben

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1. Check: Willst Du wirklich als Digitaler Nomade leben?

Du bist unzufrieden und hast das Gefühl Du willst nur noch Reisen?

Nichts überstürzen. Versuche erstmal eine längere Auszeit von mindestens 2 Monaten zu bekommen. So hast Du einmal Abstand von Deinem Leben und kannst besser herausfinden was das Motiv für Deine Reiselust ist.

Vielleicht stellst Du ja fest dass Du eigentlich doch ganz zufrieden bist mit Deinem Leben und einfach mal länger Luft schnappen musstest. Dann dürfte Deine Reiselust nach einer Auszeit erstmal gestillt sein. Dein Motiv war bloß Ruhe, Erholung, Abwechslung oder Erlebnisdrang.

Vielleicht wird Dir aber auch klar: So kann es nicht weiter gehen. Deine Motivation zu Reisen war eine Flucht vor Deinem Leben zu Hause. Dann solltest Du Dich mal mit dem Thema Lifestyle Design beschäftigen.

Das Leben selbst in die Hand nehmen und nach Deinen Wünschen gestalten: Was für ein Leben willst Du führen? Es ist leichter aufzuschreiben was man will als das was man nicht will. Notiere einen Worst Case Day: Wie fängt er an? Was hast Du an? Wo bist Du? Wer ist um Dich? Drehe dieses Szenario nachher genau ins Gegenteil um. Dann kommst Du der Sache näher was Du willst. Was würde man gerne machen ohne dafür Geld zu bekommen? Um das herauszufinden helfen außerdem Workshop Bücher. Auch dann wenn man gar nicht weiß was man will. Buchempfehlungen findest Du am Ende des Artikels.

Wenn zu reisen, reisen, reisen also dem Wunsch nach Ortsunabhängigkeit noch der Wunsch nach Selbstverwirklichung dazu kommt und man sich außerdem seinen Arbeitschwerpunkt im Internet vorstellen kann dann kann man ein Leben als Digitaler Nomade in Betracht ziehen. Gleichzeitig heisst es nicht zwingend dass man reisen muss. Im Grunde kann man sich damit auch einen anderen idealen Lifestyle erschaffen. Also passt vielleicht der Begriff Lifestyle Designer auch. Allerdings kann man sich auch einen idealen Lifestyle ohne “Online” erschaffen.

Daher bleiben wir mal beim Begriff des “Digitalen Nomaden. Wichtig ist dass man sich so viel wie möglich informiert und liest zum Beispiel über alle Vor- und Nachteile der Selbständigkeit und ob man ein Typ dafür ist und einem die Arbeit “Online” überhaupt Spaß macht. Ist man an einer Urlaubsdestination immer noch motiviert zu arbeiten? Kann man auch unter eventuell eintretenden erschwerten Bedingungen wie Hitze, Smog oder Lärm noch arbeiten? Kann man mit wenig Besitz leben? Langeweile, Normalität, Sorgen oder Heimweh kann es auch im Paradies geben und andere Länder sind nicht so gut organisiert und sicher wie Deutschland. Das kann man im zweifelsfall aber einfach einmal austesten.

Aber: Man kann ja kreativ werden. Als Digitaler Nomade muss man nicht zwingend ausschließlich als solcher oder non-stop aus dem Ausland arbeiten. Auch für alle anderen gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Arbeitszeitmodelle für mehr Freizeit, einen festen Job mit Reisetätigkeit inklusive usw.

Wenn man mit einer Auszeit startet hat man den Vorteil dass man viel kreativer wird wie man seinen Lifestyle verwirklichen könnte.

2. Geschäftsmodell im Internet

Natürlich braucht man eine Geschäftsidee. Wie bekomme ich eine gute Idee? Gibt es einen Markt dafür? Was gibt es für Konkurrenten? Kann man damit Geld verdienen?Will ich im Internet Dienstleistungen anbieten, mit eigenen Webseiten Geld verdienen oder Produkte verkaufen? Zu welchem Preis? Beim Thema eigene Webseiten gibt es ausserdem die Google Richtlinien für Webmaster zu beachten. Habe ich die entsprechenden Kenntnisse oder muss ich mir diese erst aneignen? Man sollte etwas wählen wo man Spaß dran hat um langfristig dabei zu bleiben. Und: Über Nacht geht das nicht im Internet Geld zu verdienen.

3. Businessplan

Ein Businessplan ist hilfreich um alles schriftlich festzuhalten und Ziele festzulegen. Ein Businessplan ist natürlich recht aufwendig. Er hilft das Business realistischer einzuschätzen bremst aber den ersten Enthusiasmus auch. Man sollte wichtige Punkte schon schriftlich festhalten es aber nicht übertreiben und versuchen auf Anhieb den perfekten Businessplan abzuliefern – er kann step by step auch angepasst werden. Für alles was Du machst empfehle ich Dir die Lean Start-Up Methode.

4. Firmenname

Beim Firmenname sollte man mehrere Aspekte beachten: Passt er zu meinem Geschäftsmodell? Gibt es den Firmennamen schon? Ist er vielleicht rechtlich geschützt? Gibt es den Namen noch als Domain im Internet? Bei der Anmeldung eines Gewerbes gibt es Vorschriften für die Eintragung. Als Einzelunternehmer muss über einen Fantasienamen o.ä. hinaus zum Beispiel der Vor- und Nachname mit drin sein. Hat man Firmenname und Logo erstellt kann man sich auch Visitenkarten machen.

5. Gewerbeschein beantragen

Die meisten Selbständigen gründen als Einzelunternehmer. Man haftet mit seinem Privatvermögen und die Buchhaltung ist sehr einfach. Wenn man das Risiko minimieren will ist die UG eine gute Alternative da es eine Haftungsbeschränkung in Höhe des Gesellschaftsvermögens gibt. Als Stammkapital reicht hierfür 1 Euro. Dann hast Du aber viel mehr Aufwand mit der Buchhaltung. Starte daher lieber erstmal als Einzelunternehmer. Beides kann man als “Nebengewerbe” auch mit Zustimmung des Arbeitgebers neben einem festen Job anmelden.

6. Arbeitsort

Wo will man Arbeiten? Wenn man als digitaler Nomade arbeiten möchte muss man folgendes beachten: Habe ich alle Reisepapiere zusammen? Wo bin ich mit Wohnsitz in Deutschland gemeldet? Was mache ich mit meiner Post? Bleibe ich das Ganze Jahr im Ausland oder zum Beispiel nur über den Winter? Habe ich das entsprechende technische Equipment? Ist die Zeitverschiebung ok für Kundenkontakt? Gehe ich in ein Shared Office oder arbeite ich im Café? Wie ist die Visa Situation in den einzelnen Ländern? Ist die Internetverbindung gut genug? Für Digitale Nomaden macht es Sinn wenig Besitztum zu haben. Desto freier ist man und desto weniger ist man auch auf Einnahmen angewiesen, die bei der Selbständigkeit durchaus unregelmäßig sein können.

7. Finanzielles

Sofern man nicht neben einem festen Job gründet sollte man ausreichend Rücklagen ansparen und seine laufenden Kosten gut im Blick uns so gering wie möglich halten. Außerdem sollte man in Guten Zeiten etwas zurücklegen falls die Auftragslage einmal schlechter ist. Außerdem darf man nie vergessen dass man von seinen Einnahmen je nach Unternehmensform selbst noch Steuer abführen muss und auch Versicherungen selbst zahlen muss.

8. Versicherungen

Als Digitaler Nomade muss man sich natürlich auch um seine Versicherung kümmern. Normalerweise meldet man sich bei der Deutschen Privaten Krankenversicherung ab bei der man als Selbständiger versichert ist und zahlt eine Anwartschaft. Für die Zeit im Ausland schließt Du eine Auslandskrankenversicherung zum Beispiel bei der Hanse Merkur ab. Auch mit dem Thema private Altersvorsorge oder Lebensversicherung muss man sich beschäftigen. Neben der Haftpflicht Versicherung, die zum Beispiel bei der ASSTEL über die Außenversicherung auch das Ausland abdeckt gibt es optional natürlich noch unendlich viele weitere Versicherungen wie: Berufsunfähigkeit, Betriebshaftpflicht, Arbeitslosenversicherung, Rechtschutz…

9. Steuern

Hier kann man viele Fehler machen. Will man sich um Buchhaltung und Steuern selbst kümmern oder einen Steuerberater beauftragen? Hier sollte man sich auf jeden Fall gut informieren.

10. Recht

Je nach Businessmodell muss man sich mehr oder weniger mit rechtlichen Aspekten beschäftigen: Internetrecht, AGB, Angebote, Verträge.

11. Loslegen

Nicht vergessen: Das Business auch zu starten, eine Website zu bauen und zu vermarkten. Networking, Kontakt zu anderen Selbständigen im Online Bereich knüpfen. Weiter lernen, viel ausprobieren, seine Geschäftsmodelle anpassen, erweitern und Ausdauer haben. Für neue Wege offen sein, Niederlagen akzeptieren und gerade als Digitaler Nomade an den schönsten Orten der Erde diszipliniert bleiben.

screenshot-wundersitesMit einer Wundersite, kann man sich selber als Experte positionieren. Die Wundersite ist Deine eigene Website mit Deinem Vornamen und Nachnamen als Domain und eigenen E-Mail Adressen. Auf der Wundersite präsentierst Du Dich mit Foto, Lebenslauf, Referenzen und Kontaktmöglichkeiten. Wie so eine Wundersite aussehen kann, könnt ihr hier auf meiner eigenen Wundersite sehen.

Das hört sich jetzt vielleicht alles kompliziert an. Starte aber ganz einfach. Nach der Lean Start Up Methode bedarf es keiner großen Business Pläne und Investoren. Es geht darum ein einfaches Businessmodell aufzustellen dass man aus eigenen Mitteln finanzieren kann. Bevor Du gross investiert testest Du das Produkt in kleinem Rahmen.

Auf Selbständig im Netz findest Du jede Menge nützliche Informationen zum Thema Online Selbständigkeit. Einen wirklich ganz toller kostenloser E-Mail Newsletter gibt es auch vom Ideacamp von Thomas. Das Team vom Ideacamp kenne ich persönlich und es ist echt hilfreich um ganz einfach zu lernen wie man ein Business ohne Fremdinvestoren aufbaut.

“Wir wollen nicht möglichst viel Geld. Wir wollen die Dinge, von denen wir glauben, dass sie nur für sehr viel Geld zu haben sind.”

 

Empfohlene Bücher:

Und hier findest Du noch 7 Tipps von weiteren Digitalen Nomaden

Photo Credit: milos milosevic via Compfight cc

 

 

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  • Sebastian Kühn

    Hi Felicia,
    ich folge deinem Blog jetzt seit einer Weile und finde die Artikel sehr erfrischend und hilfreich. Wie du in dem Beitrag geschrieben hast, ist es absolut wichtig herauszufinden, ob man für das Leben als digitaler Nomade überhaupt geschaffen ist.
    Das hört sich alles sehr verführerisch an, benötigt jedoch viel Ausdauer und einen langfristigen Plan, um wirklich ortsunabhängig Geld verdienen zu können. Möglich ist es aber auf jeden Fall, was du ja mit deinem Blog zeigst. Danke für die motivierenden und interessanten Beiträge.
    Viele Grüße, Sebastian

    • Feli

      Hi Sebastian, vielen Dank für Deinen Kommentar und Dein Lob. Und: sorry für meine späte Antwort :):). Ich denke auch jeder Mensch ist anders und muss die für sich perfekte Lösung finden. Das geht oft nur durch ausprobieren :).