Feli unplugged: Meine 10 verrücktesten Abenteuer rund um die Welt!

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Mir war es schon immer zu langweilig nur faul am Strand rumzuliegen. Geht dir das genauso?

Es hat nie lange gedauert bis mir schon wieder die ersten Flausen im Kopf rum schwirrten.

Wenn meine Freunde coole Ideen haben bin ich auch die letzte die “Nein” sagt.

Das hat in den letzen Jahren zu einigen Adventures geführt. Heute erzähle ich dir meine TOP 10 Adventures.

Los gehts:

1. Schildkrötenprojekt Costa Rica

Ich wollte unbedingt etwas gutes TUN und ein Freiwilligenprojekt im Ausland machen. Klar gibt es da dieses ganzen Organisationen aber ich war einfach zu geizig dafür zu bezahlen. Wenn ich meine Zeit freiwillig einsetze um zu helfen dann zahl ich doch nicht noch 2.000 € dafür?

Also war Google mein bester Freund. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch nie in Mittelamerika gewesen. Da ich gerne bei einem Natur- oder Tierschutzprojekt helfen wollte habe ich danach gesucht und das “La Tortuga Feliz” Schildkrötenprojekt in Costa Rica gefunden. Sah cool aus.

Spanisch? Konnte ich zu dem Zeitpunkt ein bisschen. Gesagt getan habe ich mich dort angemeldet und einen Flug nach San José gebucht. Zeit hatte ich, da ich gerade erst mein Studium zur Betriebswirtin mit Schwerpunkt Tourismus abgeschlossen hatte. Irgendwie hatte ich mich aber bis zum Abflug nicht groß mit Costa Rica beschäftigt und nahm mir vor den Reiseführer im Flugzeug durchzulesen. Im Flugzeug habe ich dann so tief geschlummert, dass ich erst beim Landeanflug wach geworden bin. Jemand vom “Tranquilo Backpacker Hostel” wollte mich am Flughafen abholen. Die hatten mich aber vergessen.

Einige Tage später saß ich dann im Bus auf dem Weg zum Schildkrötenprojekt. An meinem Ankunftstag waren auch eine Dänin und eine Britin mit von der Partie. Es war super abgelegen und wir wurden in einem kleinen Dorf an einem Treffpunkt eingesammelt und mit dem Boot dorthin gebracht.

Allerdings bin ich mit meinem Vorhaben kläglich gescheitert. Schon nach zwei Tagen im Camp wollte ich nur noch eins: Unbedingt weg. Am schlimmsten fand ich es nachts mit einem Einheimischen die Strände hin und her ablaufen zu müssen um zu verhindern dass Wilderer Schildkröten Eier klauen. Nicht selten auch bei strömendem Regen. Die Eier musste man stattdessen mitnehmen und in das von anderen Freiwilligen ständig bewachte “Gehege” bringen.

Das es mir nicht gefällt und ich weg will habe ich auch der Leiterin des Camps so gesagt.

Das Problem war nur, dass sie mich nicht gehen lassen wollten. Hier kannst du die ganze Geschichte lesen und wie ich dann meinen Fluchtplan (zum Glück erfolgreich) ausgeheckt habe.

2. Reiten Mongolei

Die Idee hat meine Freundin Nicole verzapft. Wir kennen uns vom Beachvolleyball. Sie reitet gerne. Ich bin als Kind auch immer auf dem Reiterhof gewesen und reiten macht mir auch jetzt noch immer wieder Spaß.

Mongolei ist DAS Land der Pferde. Klar bin ich dabei hab ich gesagt. Als ich etwas recherchiert habe, habe ich unserem Reiseplan allerdings noch Peking in China und die Wüste Gobi in der Mongolei hinzugefügt. Von China aus fährt nämlich ein Zug bis nach Ulan Bator in die Hauptstadt der Mongolei. Das ist eine Teilstrecke der transsibirischen Eisenbahn. Da die Mongolei schon eher ein außergewöhnliches Ziel ist fand ich unseren Reiseplan ganz schön spannend.

Wir waren also 7 Tage mit dem Pferd in der mongolischen Steppe unterwegs. Es gibt sogar Leute die gleich ein Pferd kaufen und für länger unterwegs sind. Weit und breit sieht die Landschaft nahezu gleich aus und die Sonne knallt. Die mongolischen Pferde sind klein können aber ganz schön Gas geben. Richtig Spaß macht es einen der vielen Hügel, die die Landschaft dort prägen hoch zu galoppieren. Einmal saß ich kurz auf dem Pferd von unserem Guide was echt richtig Feuer unter dem Arsch hatte insbesondere wenn es die vom Guide vertrauten Laute hörte. Da bin ich einmal so richtig einen Hügel raufgepest und dann, da er so steil war kaum noch runter gekommen. Klar das Pferd wolltesich weiter austoben. Also musste ich schön step-by-step in Schlangenlinie den ganzen Hügel wieder runter.

Überall sind Ger Zelte in denen Mongolen wohnen. Hier und da sind wir für einen Drink eingekehrt. Die mongolische Küche ist schon etwas gewöhnungsbedürftig. Die Mongolen selbst sind ein extrem gastfreundliches und offenes Volk. Wasser gab es nur an bestimmten Trinkstellen sowohl für uns als auch für die Pferde. Also heisst es immer genug auffüllen bis die nächste Gelegenheit kommt. Geschlafen haben wir im Zelt. Nachts hörte man die Wölfe heulen. Als wir am Bahnhof von Ulan-Bator abgeholt wurden haben wir noch einen Schlenker zur Apotheke gemacht. Ein Fohlen war vom Wolf gebissen worden und lag im Sterben.

Die mongolischen Sättel sind hart. Nach ein paar Tagen fängt dein Hintern an weh zu tun. Immer mit dabei war auch unser Packpferd. Jeden Morgen und Abend dauert es bis wir alles ausgepackt, unsere Zelte aufgeschlagen haben und uns in der Wildnis etwas zu Essen machen. Jeder durfte nur einen kleinen Rucksack mitnehmen. Meiner fasste 20 Liter.

Der anschließende Ausflug in die Wüste Gobi war auch nochmal sehr beeindruckend. Der Sternenhimmel in der Wüste ist der Hammer. Wusstest du dass die Wüste Gobi keine Sand- sondern Steinwüste ist? Trotzdem gibt es an einer Stelle riesige Dünen (Khongorin Els). Erstmal sind wir mit dem Kamel hingeritten, dann die Dünen raufgelaufen (das war so anstrengend!) um sie dann wieder runterzurutschen. Weit und breit kein Mensch. Was für ein Spaß. Alles in allem ein echt aufregender aber eher kein erholsamer Urlaub.

Hier kannst du noch mehr übers Reiten in der Mongolei lesen.

3. Wreck Diving Philippinen

Meinen Tauschschein habe ich schon ewig. Ich habe ihn auf der Ko Tao in Thailand gemacht. Meinen Advanced Schein dann auf der Insel Negros auf den Philippinen und den Rescue Diver auf Utila in Honduras. Der Advanced Schein ist mega fun, der Rescue Diver eher echt anstrengend.

Richtig spektakulär und abenteuerlich war auf jeden Fall unser Tauchgang zu den versunkenen Kriegsschiffen in Coron auf den Philippinen. Unser Freund Adrien hatten uns das empfohlen und es lag quasi eh auf unserem Weg zurück nach Manila. Adrien ist Franzose hat in El Nido auf Palawan sein eigenes Restaurant, jetzt auch mit eigener Unterkunft, eröffnet. Eigentlich fing das Abenteuer schon damit an, dass wir erstmal von El Nido nach Coron kommen mussten. Dafür haben wir die philippinische Banca (so heißen die philippinischen Boote mit Spinnenarmen ) genommen. Die Fahrt war der Horror, es ging 20 Stunden (gefühlt 24) übers Meer. Oben auf dem Deck knallte die Sonne nur so und unten war es einfach zu eng und stickig. Irgendwann hatte ich einen Sonnenstich und auch der Motor fiel einmal aus.

In Coron angekommen sind wir dann ein paar Tage später zu der Tauchschule gestiefelt, die Adrien uns empfohlen hatte. Ich war noch nie vorher in meinem Leben in einer so luxuriösen Tauchschule. Dann ging es auch schon los. Wir wollten zwei Tauchgänge hintereinander machen und der Plan war auch in das Wrack rein zu tauchen. Scary ist es, einfach nur an einem Seil mitten im Meer runter in die Tiefe zu gehen. Das fühlt sich ganz anders an, als wenn du direkt ein bunt schillerndes Riff siehst an dem du dich orientieren kannst. Wir waren gerade dabei abzutauchen als ich signalisierte, dass etwas nicht stimmt und wir tauchen kurz wieder auf. Meine Brille war mit Wasser vollgelaufen. Ich habe für eine Sekunde Panik bekommen und gesagt dass ich doch nicht ins Wrack reintauchen will bevor wir wieder abtauchten. Ok, alles klar machen wir nicht. Die Schiffe liegen sehr tief ab 30 Meter und tiefer.

In der Tiefe bekommen manche Menschen einen “Tiefenrausch” d.h. es kann sein, dass deine Reaktionsfähigkeit sich verlangsamt oder du ein wenig benommen wirst. Das klingt jetzt sehr wild aber sobald man das bemerkt steigt man wieder ein wenig höher und es geht sofort weg. Es ist eigentlich das Gegenteil der Höhenkrankheit siehe auch Adventure Nr. 10. Jedenfalls hab auch ich das manchmal und hab es in der Tiefe des ersten Tauchgangs auch schon bemerkt.

Das Wrack und seine tierischen Bewohner waren jedoch der Hammer. Jede Menge Bat Fish, Muränen, Lion Fish und bunte Korallen die sich auf dem Wrack angesiedelt haben. Echt beeindruckend. Beim zweiten Tauchgang habe ich das “Go” gegeben, dass wir auch ins Wrack rein tauchen. Das war noch aufregender. Im Maschinenraum konnte man ganze Schriften an der Wand lesen. Mein Highlight von diesem Tauchgang war auch der Crocodile Fish. Er sieht aus wie ein Krokodil nur in Miniatur. Geil oder?

Die Philippinen bleiben für mich unangefochten auf Platz 1 beim Tauchen. Weitere Highlights die ich dort gesehen habe waren Walhaie und ein Seepferdchen im Seegrass.

4. Fallschirmsprung am Misson Beach in Australien

Während meiner ersten Weltreise war ich länger in Australien unterwegs. Eines Tages hatte meine Freundin Kathrin dann die Idee Fallschirm zu springen und gefragt ob ich mitkomme. Puh, da musste ich echt kurz drüber nachdenken. Aber allein damit steckt man schon mit einem Fuß drin. Mal wieder rauszukommen aus meiner Komfortzone kann ja nicht schaden. Kurze Zeit später waren wir angemeldet. Man konnte zwischen zwei Höhen wählen. Ich müsste jetzt auf meiner Urkunde raussuchen welche wir genommen haben. Der Tandemsprung sollte am Mission Beach in Queensland stattfinden.

Am schlimmsten war das Warten auf den Sprung. Das Wetter zog sich nämlich unerwartet zu und es gab kein Go. Doch dann ging es plötzlich schneller als mir lieb war. Wir bekamen einen Anzug an und fuhren los zum kleinen Flugzeug. Vorher stimmte ich noch zu dass ich ein Video vom Sprung wollte. Das war zwar teuer aber ich entschied mich trotzdem für die Erinnerung. Man denkt zwar dass man das eh nie vergisst aber 10 Jahre später weiß man dann doch wofür es gut war. Also ging es rauf mit dem blau-roten Miniflieger. Der hatte keine Tür und ich saß direkt als zweites neben der offenen Tür und konnte mit ansehen wie es immer höher und höher ging. Das gute beim Fallschirmsprung ist, dass du nicht aktiv selbst springst sondern dich dein Tandempartner der hinter dir hängt raus schubst. Viel Zeit zu überlegen bleibt also gar nicht.

Glücklicherweise fühlte sich das ganze für mich gar nicht so nach freiem Fall an weil du doch das Gefühl hast von der Luft oder dem Wind abgebremst zu werden. Vorher hatte man uns noch erklärt dass wir die Beine hinten im 90 Grad Winkel hochklappen und die Arme nach vorne halten müssen. Der Fall war gefühlt lang bis der Schirm aufging. Da dass Wasser aber immer noch so weit weg schien hatte man keine Angst “auf den Boden zu knallen”. Am schlimmsten fand ich eigentlich die Phase nachdem der Schirm aufging. Ab da sind wir nämlich Kurven geflogen und mir wurde ganz leicht schwindelig. Die Kulisse vom Mission Beach und dem Regenwald dahinter ist auf jeden Fall spitze. Zur Landung heißt es dann “Füsse im rechten Winkel hochnehmen” und mit dem Arsch auf dem Sand landen.

Puh. Einmaliges Erlebnis.

5. Amazonas Regenwald Brasilien

Das klingt ja schon nach Abenteuer oder? Bevor ich mich näher damit beschäftigt habe wusste ich gar nicht dass der Amazonas als Fluss und das Amazonas Regenwaldgebiet sich über so viele südamerikanische Länder erstreckt. Brasilien mit der Metropole “Manaus” ist das bekannteste Gebiet.

Wir waren erst letzten Winter im Nordosten von Brasilien und da lag der Amazonas ja nun wirklich um die Ecke. Zumindest gefühlt. Das Gebiet ist so riesig das kannst du dir echt nicht vorstellen. Mega spannend fand ich, dass es auch noch unkontaktierte Völker im Amazonas gibt. Wenn du in den Amazonas fährst lässt du dich vor allem auf eins ein: Unendliche Ruhe und Naturerlebnis pur. Dennoch ist es anders als sich viele vorstellen.

Wir haben Piranhas geangelt und gegessen, kleine Kaimane gefangen und sind alleine mit unserem Guide durch den Dschungel gestapft. Er hat immer Äste umgeknickt um den Weg zu markieren. Dorthin gekommen sind wir über Wasser mit dem Boot. Ich sag dir alles war so verzweigt, dass wir alleine niemals mehr rausgekommen wären. Einmal stand ich mit meinen Flipflops in einem Haufen Feuerameisen. Die verursachen den schmerzhaftesten Insektenstich überhaupt. Zum Glück hatten sie in dem Moment trotzdem kein Interesse an mir.

Mehr über unser Amazonas Abenteuer kannst du hier nachlesen.

6. Von Hanoi bis Hoi An mit dem Moped, Vietnam

In Vietnam war ich mit meiner Freundin Susi aus Düsseldorf als ich noch bei StepStone als Event Managerin angestellt war. Wir hatten 3 Wochen Zeit. Groß Gedanken über die Route hatten wir uns nicht gemacht. Ist ja nicht so schwierig in Vietnam. Einfach von oben nach unten runter.

Als wir dann in Hanoi waren haben wir uns dann eines Tages gefragt wie wir denn jetzt in die Mitte von Vietnam nach Hoi An runter kommen. Mit dem Nachtzug? Auf der Suche nach was zu Essen hält uns ein Mopedfahrer an und fragt wo wir hin wollen. Gerade nirgendwo hin. Wohin denn als nächstes? Na, nach Hoi An. Da kann ich euch hinfahren meinte er. Wir dachten ja cool das ist doch die Lösung unseres Problems – sind wir dabei! Und das Gepäck? Das kommt mit aufs Moped und ich besorg noch einen Freund von mir da ihr ja zu zweit seid. Preisverhandelt und ausgemacht wann es los geht.

Die Fahrt hat glaub ich 8 Stunden oder wohl eher länger gedauert. Ich weiß es nicht mehr. Die Strecke ist 857 km lang. Es ging über einen Bergpass und war richtig cool. Zwischendurch konnten wir immer “Stopp” sagen wann wir wollten. Was Essen am Beach oder Sehenswürdigkeiten auf dem Weg mitnehmen. So lang hab ich echt noch nie auf einem Moped gesessen mit dem Backpack vorne drauf. Aber da waren wir dann irgendwann – in der Mitte von Vietnam in Hoi An.

Die weitere Reise war auch noch sehr sehr witzig. Auf dem Weg zur Insel Phu Quoc sind wir nicht nur mit dem Flugzeug von der Landebahn wieder durchgestartet, ich bin auch noch mit dem Roller in den Zaun gefahren weil ich Gas mit Bremse verwechselt habe. Mitten wirklich im tiefsten Mekong Delta bei einer Farm-Family habe ich ausserdem jemanden getroffen der in Düsseldorf nur eine Straße von mir entfernt wohnte. What a small world!

Leider – ist mir gerade aufgefallen – habe ich über meine Vietnam Reise noch nie auf Travelicia geschrieben. Dafür aber Melanie übers Mekong Delta.

7. Besteigung des Kilimandscharos in Tansania

Auweia, was für eine Schnappsidee. Meine erste Reise zusammen mit Marcus. Ich hatte Angst, dass ihm Reisen keinen Spaß macht und dachte wir müssten was Sportliches machen. Inspiriert von Angeboten von Sportreiseveranstaltern ist mir der Kilimandscharo in Tansania ins Auge gesprungen. Das wäre doch ne echte Challenge. Organisieren wollte ich das aber selbst.

Marcus hat relativ schnell zugestimmt. Wie immer – einmal angefixt dachte ich dann auch noch eine Safari und die Insel Sansibar hinzufügen zu müssen. Gesagt getan.

Die Planung für die Besteigung des Kilimandscharo war echt aufwendig. Welch Route willst du gehen? Machame oder Whiskey Route (die beiden populärsten es gibt aber noch mehr)? Wie viele Tage ? Mit welcher Agentur / Guide vor Ort? Welche Ausrüstung brauchst du? Wir hatten uns vorgenommen vorher zu trainieren. Ich habe sogar ein Höhentrainings-Center in Berlin rausgesucht bei dem man üben kann. In der Höhe verlierst du nämlich Kraft und ein normaler Walk kann anstrengend werden. Das ist das größte Problem beim Kilimandscharo.

Ende vom Lied war aber, dass wir nicht einmal hingegangen sind. Genauso meine neuen Wanderschuhe. Die musste ich doch noch einlaufen? Um das zu testen bin ich einmal den Mini Teufelsberg in Berlin hochgelaufen. Da hab ich auch direkt meinen neuen Trinkbeutel getestet. Den tust du in den Rucksack und hast einen Schlauch nach vorne. Die beste Anschaffung hat uns mein Vater beschert. Einen Höhenmesser. Damit konnten wir immer sehen wie hoch wir sind. Das hat schwer geholfen die Motivation nicht zu verlieren. Der Kili ist knapp 6.000 hoch. Ab 4.000 Meter wird’s echt hart. Nicht nur, dass dich die Höhenkrankheit erwischt, es wird kälter, die Nächte im Zelt kürzer und man merkt dass das afrikanische Essen einem eben doch nicht soviel Kraft gibt wie gedacht. Trotzdem haben wir in der Vorbereitung auch einige Fehler gemacht.

Lies mehr zum Kilimandscharo hier.

Das Ende vom Lied? Wir haben es beide bis zum höchsten Punkt geschafft. Am Aufstieg-Tag hätte ich fast aufgegeben und war auch mit bei den letzten. Was mir einen letzten Push gegeben hat war der Sonnenaufgang. Du stapfst nämlich mitten in der Nacht um 24:00 Uhr los und dann geht es nur ein: Stundenlang sehr steil rauf.

8. Gleitschirmflug in Südafrika

Tatort: Südafrika, Kapstadt. Ich war mit 3 anderen Mädels unterwegs. Ich liebe diese Stadt wirklich. Sie ist ganz, ganz toll. Neben dem berühmten Tafelberg gibt es noch einen kleineren Berg. Den “Lions Head”. Hier sind wir aus Spaß gleich zweimal raufgelaufen. Leider kann ich mich nicht mehr erinnern wie ich drauf gekommen bin aber in Kapstadt kann man gut Gleitschirmfliegen.

Bevor wir mit unserem alten goldenen Mercedes Schrottauto auf die Garden Route aufgebrochen sind, haben wir es nicht geschafft. Dafür hatte ich aber vor dem Rückflug nochmal ein paar Tage Zeit. Auch hier spielt das Wetter eine Rolle. So kam es, dass es erst am letzten Tag möglich war. “Aber” meinte mein Guide “heute sind auch keine perfekten Bedingungen”. Der Wind drückt vom Tafelberg runter und es könnte etwas ruppig werden.

Willst du trotzdem? JA, ich will! Rückzug in den Gurt, du nimmst Anlauf und dann fliegst du. Es war wirklich etwas ruppig und ich dachte ich falle jeden Moment aus dem Gurt raus. Wie schon beim Fallschirmsprung mochte ich das “Kurven fliegen” nicht. Man weiß ja im Vorhinein nie genau wo man landet. Wir sind jedenfalls genau neben dem damals gerade neu gebautem WM Stadion gelandet.

Danach hatte ich dann erstmal genug vom Fliegen. Zumindest für kurze Zeit. Mein nächster Flug ging mit dem Heißluftballon über Bagan in Myanmar.

9. Höhlentauchen in Mexiko

Kennst du Cenoten? Das sind unterirdische Höhlensyteme in Mexiko. Kannst du auch einfach nur drin schwimmen und dich erfrischen. Du kannst aber auch in die Höhle rein tauchen. Das hatten uns mehrere empfohlen die wir bis dahin auf der Reise getroffen hatten. Das ist so toll und spektakulär. Mh, warum nicht mal probieren. Ehrlich gesagt hatte ich mir nicht so viele Gedanken gemacht auf was man sich da einlässt. Erst als wir dann in Tauchmontur vor der Cenote “Dos Ojos” standen dachte ich OKAYYYYYYYY – scary!

In die Cenote kommt erstmal keine Sonne. Egal los ging. Das Wasser ist wirklich mega glasklar. Sieht fast aus als wäre dort “nichts”. Die Fels und Tropfsteinformationen sind auch echt geil. Zwischen den Höhlen fällt auch schonmal Licht von irgendwo rein. Um in Cenoten zu tauchen musst du eine gute Boyency haben, also möglichst gerade tauchen oder hoch und runter zu bumpen. Das kann ich gut. Wir sind natürlich hinter unserem italienischen Guide hergetaucht trotzdem gab es im Höhlensystem ein Seil zur Orientierung.

Der wichtigste Punkt ist wirklich keine Panik zu bekommen. Es war echt peaceful aber mir hat das bunte Leben der Riffe mit all den Fischen gefehlt. Wenn es hochkommt habe ich einen Fisch gesehen. Als der Tauchgang zu Ende war wollte ich den zweiten nicht machen. Mir war kalt und ich wollte nur eins: Wieder in die Sonne! Dafür hab ich mir danach noch einiges im Internet durchgelesen. Echt krass sind die Höhlentaucher die alleine losziehen und neue Höhlenwege erkunden und sich dafür Wegmarkierungen machen. Krass ist auch die Cenote Angelina bei der man quasi durch krasse Wasserschichten runter geht – weit und breit ohne Boden unter den Füssen.

Richtig Fun ist auch das Unterwassermuseum auf der Isla Mujeres in Mexiko.

10. Kiten in Jericoacaora Brasilien

Ich bin ja der Meinung, dass man in seinem Leben einfach ganz viele Sachen ausprobieren und immer neugierig sein sollte. Eine Sportart die mich seit langem mal wieder so richtig vom Hocker gerissen hat ist Kitesurfing.

Nicht dass ich geplant hätte Kitesurfer zu werden. Ich habe mich in Jericoacoara in Brasilien einfach von der Lebensfreude der Kitesurfer anstecken lassen. Die bunten Kites und dass der Sport nur mit den Elementen Wind und Wasser ausgeführt wird fand ich geil.

Unterschätzt hab ich es trotzdem. Ich dachte kann ja nicht so schwer sein und gehe so oft sehr unbedarft an Sachen ran. Schnell habe ich aber gemerkt dass ich mit einer Probestunde nicht weit komme und gerade mal mit dem Kite an Land rum laufe. Ich bin aber dran geblieben und habe nach Jeri meine Kitesurf-Karriere gleich in Tarifa Spanien weiter voran gebracht.

Ich schaffe es schon manchmal hoch zu kommen und auch in eine Richtung zu fahren. Viele andere Male knalle ich aber einfach nur nach vorne oder einmal hatten wir Wind der vom Ufer weg geht (ablandiger Wind) und ich musste vom Rettungsboot eingesammelt werden.

Aber egal Leute. Das macht Laune. Ich bleib dran.

BONUS: Grundstück-Kauf auf Caye Caulker in Belize

Ok, einen Bonus gibts noch. Karibikinsel Caye Caulker in Belize. Raster-Reggae-Style!

Dort waren wir einen ganzen Monat. Belize war mir irgendwie direkt sympatisch. Irgendwann hatte ich mir wie viele Reisejunkies mal in den Kopf gesetzt ein eigenes Hostel zu eröffnen. Daher fand ich es auch schon immer mega spannend anderen Hotelbesitzern Fragen zu stellen. So auch diesmal. Ich löcherte Susanne, eine Deutsche die aber lange in New York gewohnt hatte wie sie zu ihrem süssen Hostel in der ersten Reihe am Meer auf Caye Cauker gekommen ist.

Die Geschichten die dahinter stehen sind wirklich immer super spannend. Naja dazu kam, dass Marcus und ich schon länger mal überlegt hatten wie wir unser in 7 Jahren Berufsleben Erspartes denn mal sinnvoller anlegen könnten als auf einem Tagesgeldkonto mit niedrigen Zinsen.

Caye Caulker ist eine kleine Koralleninsel vor Belize City in Mittelamerika und wurde vor einigen Jahren durch einen Hurrikane in zwei Hälften geteilt. Der Nordteil der Insel ist unberührt und unbewohnt und durch den “Split” ein kleine Meerenge geteilt. Man kann rüber schwimmen. Das haben wir dann auch mal gemacht. Viel interessanter war aber dass es wohl gerade dort Grundstücke zu kaufen gab. Durch den “Split” war nämlich Strom auf die andere Seite verlegt worden und man munkelte dass es bald dort abgehen würde. Die Preise für ein kleines Stück Land waren auch recht günstig. In Belize kannst du im Vergleich zu vielen anderen Ländern als Ausländer selbst Grundstücke besitzen. Natürlich gab es auch einige Haken. Zum Beispiel liegt die Insel nicht sehr hoch über dem Meeresspiegel und einige Stellen sind Swampland also kein guter Boden. Den musst du teuer auffüllen oder aber du brauchst teure Konstruktionen wenn du irgendwann etwas darauf bauen willst.

Nicht zu vergessen der Tümpel mit riesen Krokodilen nicht weit weg von den Grundstücken. Trotzdem fanden wir alles voll spannend weil wir uns noch nie in unserem Leben mit solchen Themen beschäftigt hatten. Zum Spaß sind wir auch mit einer Agency und einem kleinen Golf Buggy rumgefahren sind. Ich werd nie vergessen wie die Tante an einem Tümpel rief “Shiiiiiiiirley” “Shiiiiirley” und ein Krokodil mit seinem Kopf aus dem Wasser auf uns zugeschwommen kam.

Naja, wir haben uns jeden Falls echt informiert und über Susanne Kontakt zu Sandro bekommen. Ein Italiener dem schon einige andere Grundstücke auf der Nordinsel gehörten und der auch eine Pizzaria auf Caye Caulker hatte. Er ist sogar mit uns und seinem Boot rüber gefahren um die Grundstücke anzugucken. Dazu haben wir dann sogar noch einen lokalen Bauarbeiter gefragt ob er mal mit der Eisenstange prüfen kann wie die Bodenbeschaffenheit tatsächlich ist. Man verlässt sich ja nicht blind auf eine Agency nicht wahr? Jedenfalls gingen die Meinungen auch stark auseinander. Manche meinten, dass würde noch Jahre dauern wenn überhaupt, dass die Insel erschlossen würde. Wir jedenfalls haben nochmal durch kalkuliert um dem Neuseeländer der die Grundstücke verkaufen wollte ein Angebot zu machen.

Kredit aufnehmen wollten wir nicht. Nach der Investition nur noch 2 Cent übrig haben wollten wir auch nicht. Also hatten wir doch nicht ganz so viel zu bieten. Ganz mutig haben wir ihm unseren Vorschlag unterbreitet aber er ist hart geblieben und hat uns das Grundstück nicht verkauft. Wer weiß wofür es gut war. Jetzt sind wir was solche Sachen anbelangt auf jeden Fall schon schlauer und legen es erstmal in die Akte “Abenteuer in Belize”.

Mehr zu Belize und der besten Schnorcheltour die ich jemals gemacht habe findest du hier.

Hast du eine coole neue Abenteuer-Idee für mich? Was war dein verrücktestes Abenteuer?


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2 Kommentare

  1. Wow! Da hast du ja schon so einiges erlebt, echt cool! Besonders die Kilimandjarobesteigung klingt nach einer tollen Erfahrung!

    Zu meinen Top10 Abenteuern gehören:
    – Tour durch die noch aktive Silbermine in Potosí, Bolivien: Auf 4000m geht man in eine Silbermine, in der heute noch abgebaut wird. Es ist heiß, stickig, überall Feinstaub, eng, und die Arbeiter müssen unter diesen horrenden Bedingungen da arbeiten. Das war eine sehr bedrückende, aber auch interessante Tour.

    – Salar de Uyuni. Ein Muss auf dem Weg durch Bolivien Richtung Süden. Diese dreitägige Tour durch die Salzwüste kann ich jedem empfehlen, wahnsinnig beeindruckende Landschaften

    – Extremsport in Südamerika: Canyoning, Mountainbiken auf der “gefährlichsten Straße der Welt” bei La Paz und Rafting waren einige Highlights.

    – 4Tageswanderung in Huaraz, Peru. 4 Tage unterwegs, zwischen 4000 und 5000m. Unglaublich schöne Natur, faszinierende Gletscherseen, 6000er aus nächster Nähe und tolle Wanderwege. Der SantaCruz-Trek ist echt eine Empfehlung!

    Was davon reizt dich, Feli 🙂 ?

    • Feli
      Author

      hey jakob,

      wow, deine adventures sind super inspirierend. also die salar de uyuni habe ich schon länger auf dem plan als zweites würde ich wahrscheinlich zum canyoning oder mountainbiken gehen 😉

      lg feli

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