Backpacking, Flashpacking & Digitale Nomaden: Was ist was?

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Hast du schon mal von „Flashpacking“ gehört? Und kennst du den Unterschied zwischen Backpackern und Digitalen Nomaden?

Als ich mit dem Reisen anfing, war ich als Backpacker unterwegs. Ich hatte zwar Zeit, aber nicht viel Geld – musste also gut auf meine Ausgaben achten. Mit Ende Zwanzig hatte ich dann zwar einen festen Job und auch mehr Geld fürs Reisen, aber nicht mehr so viel Zeit wie vorher. Mittlerweile, seit Anfang Dreißig, bin ich als Digitale Nomadin unterwegs.

Jede Art zu reisen hat seine Vorteile – aber natürlich haben Backpacker, Flashpacker und Digitale Nomaden auch ihre eigenen Herausforderungen. Welche das sind und wie die Lösungen dazu aussehen? Sag ich dir!

Von Backpackern, Flashpackern und Digitalen Nomaden

Die Backpacker

Was Backpacker angeht, weißt du sicher schon eine Menge. Aber hier nochmal der Überblick: Backpacker sind Rucksacktouristen – häufig eher jünger, z. B. Studenten –, die mit wenig Geld und nur dem nötigsten Gepäck abseits vom Massentourismus reisen. Ihre Reisekasse bessern sie sich von unterwegs auf, z. B. mit kleinen Jobs vor Ort oder direkt per Work & Travel.

Backpacker sind meist sehr flexibel, suchen sich günstige Unterkünfte vor Ort und haben viel Kontakt zu Locals. Als Backpacker bist du auf der Suche nach spannenden Erfahrungen, Abenteuern – und hast einfach die Zeit deines Lebens.

Die größte Herausforderung für Backpacker ist natürlich: Wie reise ich möglich günstig, damit ich möglichst lange reisen kann?

Die Lösung: Wenn du dich als Backpacker mit dem Thema Geldmanagement auseinandersetzt, ist die Reise nicht schneller zuende als gedacht. Dazu gehört das Planen von einem Gesamtbudget für die Reise. Wenn du das hast, dann kannst du während der Reise deine jeweiligen Tagesbudgets im Auge behalten. So weißt du, wann du auch mal was sparen kannst – oder dir auch mal was leisten möchtest.

Bevor du – wie es bei Backpackern hin und wieder mal vorkommt – ohne Geld irgendwo strandest, kannst du auch Zwischenstopps zuhause einlegen und dir immer mal wieder Geld ansparen. Oder dir Gedanken machen, wie du von unterwegs aus arbeiten kannst.

Steckbrief Backpacker

  • Kleines Reisebudget
  • Flexibel bzgl. Reiseart und -ort
  • Bessern mithilfe von Jobs die Reisekasse auf
  • Eher wenig Gepäck
  • Abseits vom Massentourismus
  • Abenteuersuche
  • Viel Kontakt zu Locals

Die Flashpacker

Flashpacking ist eine abgewandelte Form von Backpacking. Der Unterschied ist eigentlich ganz einfach – Flashpacker haben mehr Reisebudget, dafür aber weniger Zeit (z. B. durch den Beruf). Sie legen Wert auf Individualreisen, wollen also keinen Massentourismus, leisten sich aber auch mal teurere Fahrten (z. B. Direktflüge, um schneller anzukommen), Tickets für Events bzw. Aktivitäten oder mehr Komfort.

Flashpacker sind meist älter als Backpacker – das liegt daran, dass sie häufig schon berufstätig sind, und viele Backpacker als Studenten oder nach dem Abi losziehen.
Flashpacker haben häufig auch etwas mehr bzw. teureres Gepäck dabei (z. B. Kamera-Equipment). Ihnen ist Unabhängigkeit wichtig – und ebenso wie den Backpackern der Kontakt zu Einheimischen.

Die größte Herausforderung für Flashpacker ist meist die knappe Zeit. Sie wären gerne länger unterwegs, sind aber oft zeitlich eingeschränkt. Weitere Herausforderung: Flashpacker wollen komfortabel reisen und leben, dabei aber nicht nur Tourist sein und ins Leben der lokalen Bevölkerung eintauchen.

Die Lösung: Als Flashpacker entscheidest du dich bewusst dafür, dass du mit mehr Komfort bzw. Luxus reist, dafür aber meist nicht so lange unterwegs bist – entweder, weil du nicht so viel Zeit hast, oder weil das Geld dann nicht so lange reicht. Du weißt, dass es eben auch anstrengend sein kann, wenn du immer nur auf der billigsten Matratze schläfst.
Um trotzdem den Spagat zwischen Individualreisender und „Tourist“ zu schaffen, machst du eher kleine, lokale Touren statt in der „Tourismus-Bubble“ abzuhängen. Auch eine Lösung dafür: Öfter mal bei den Locals essen gehen.

Steckbrief Flashpacker

  • Zeit ist wichtiger als Geld
  • Größeres Reisebudget
  • Mehr technische Ausrüstung (um evtl. auch von unterwegs zu arbeiten)
  • Reisen komfortabler als Backpacker
  • Viel Kontakt zu Locals
  • Abenteuersuche
  • Abseits vom Massentourismus

Die Digitalen Nomaden

Digitale Nomaden sind in der Welt zuhause. Sie haben das Reisen zu Ihrem Lebensstil gemacht. Arbeiten können sie von unterwegs – das Einzige, was sie dazu brauchen, ist ein Laptop und eine stabile Internetverbindung und ein laufendes Business. Natürlich haben die meisten Digitalen Nomaden noch zusätzliche Technik dabei: Smartphone, Tablet, Kamera, usw.
Digitale Nomaden arbeiten also ortsunabhängig – das ist zum Beispiel als Unternehmer oder Freelancer möglich, denn die Arbeit passiert online.

Ich bin seit einigen Jahren Digitaler Nomade. Im Film „Digitale Nomaden – Deutschland zieht aus“ erzähle ich davon. Zusammen mit Marcus habe ich die DNX gegründet, die Digitale Nomaden Konferenz. 2017 veranstalten wir die 6. Konferenz in Berlin.

Die größte Herausforderung als Digitaler Nomade ist es, Arbeitsbedingungen zu finden, bei denen du produktiv sein kannst. Es ist nicht immer einfach, Arbeit und Freizeit zu trennen, z. B. auch mal Feierabend oder Wochenende zu machen. Andersherum, wenn du an Orten lebst, wo es mega Strände und immer tolles Wetter gibt, musst du dich auch hin und wieder daran erinnern, dass das jetzt dein „Leben“ ist – und kein Urlaub.

Die Lösung für Digitale Nomaden: Am besten gehst du an Hotspot-Orte wie Lissabon in Portugal, Chiang Mai in Thailand, Bali oder Medellin in Kolumbien. Die Top 10 Hotspots für Digitale Nomaden findest du hier.

An solchen Hotspots arbeitest du mit Gleichgesinnten und kommst so in einen super Flow – beispielsweise, indem du in Coworking-Spaces gehst. Erschaffe dir Routinen, die deinen Tag strukturieren, suche dir längerfristige Unterkünfte und koche auch mal selbst. Das schafft ein „Zuhause-Gefühl“, auch wenn du in der Welt unterwegs bist.

Steckbrief Digitale Nomaden

  • Arbeiten von unterwegs, meist online
  • Sind beim Reisen nicht begrenzt durch Zeit oder Geld
  • Haben das Reisen zu ihrem Lifestyle gemacht
  • Reisen langsamer als Back- oder Flashpacker, sind länger an einem Ort
  • Viel Kontakt zu Locals

Und wie reist du?

Bist du Backpacker, Flashpacker oder Digitaler Nomade – oder würdest du deinen Stil noch anders benennen? Braucht es überhaupt Schubladen bzw. siehst du die verschiedenen Reisestile als Entwicklungsschritte? Mich interessiert deine Meinung in den Kommentaren!


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