Traumberuf Reiseblogger: Ein Blick hinter die Kulissen von Patrick

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Vor Kurzem habe ich einen ausführlichen Guide für Reiseblogger veröffentlicht und ihn “Beruf: Reiseblogger” genannt. Zunächst hatte ich mich gegen diesen Titel gesträubt. Mir selbst wäre er sicherlich nicht eingefallen. Doch nach einer Weile habe ich es eingesehen: Ich bin von Beruf Reiseblogger und der Guide zeigt auf, wie es dazu gekommen ist.

Auch wenn mich unterwegs jemand nach meinem Beruf fragt, sage ich mittlerweile immer selbstbewusster, dass ich Reiseblogger sei. Es fühlt sich jedoch immer noch merkwürdig an.

Die meisten Leute mögen diese Antwort, und vermutlich kommt ihnen sofort das Wort “Traumberuf” in den Sinn. Doch dann folgt die unausweichliche Frage: “Und wie verdienst Du damit Geld? Mit Klicks?”

Mein Alltag als Reiseblogger

Patrick Hundt von 101 PlacesMein Alltag ist von Abwechslung geprägt und damit schon kein Alltag mehr, wie ich ihn zuhause kannte. Es gibt Phasen, in denen ich für einige Monate am Stück reise, und es gibt Phasen, in denen ich mir eine heimatliche Basis suche und von dort aus nur kurze Ausflüge unternehme.

Zurzeit bin ich für zwei Monate in Südafrika unterwegs. Hier ist es attraktiver als im deutschen Winter. Für gewöhnlich bleibe ich zwischen drei Tagen und einer Woche an einem Ort. In der Zeit erkunde ich die Gegend, finde aber auch ausreichend Zeit für meine Arbeit.

Einen festen Rhythmus gibt es bislang nicht. Mal arbeite ich einen halben Tag und nehme mir den Rest des Tages frei für einen Ausflug. Mal arbeite ich zwei Tage am Stück ohne nennenswerte Erkundungen, und Mal arbeite ich zwei Tage gar nicht. Ich richte mich dabei nach meinem Gefühl und meinem Reiseplan.

Wie meine Leser den Blog finden

Manchmal bin ich von der Reichweite meines Blogs selbst überrascht. Nicht so sehr, wenn ich mir die Statistiken ansehe: 45.000 Besucher ist erst einmal nur eine Zahl. Doch wenn Freunde meinen Blog weiterempfehlen, hören sie öfter: Kenne ich schon! Und in Mexiko erkannten mich zwei Leser, die sich vorab über das Reisen in Mexiko informiert hatten. In solchen Momenten wird mir bewusst, dass ich echte Menschen erreiche und sie bei ihrer Reiseplanung unterstütze.

Die Mehrheit der Besucher findet den Blog über Google. Blogs mit nützlichen Inhalten haben es heute leichter denn je für die passenden Suchbegriffe gut gelistet zu werden. Mit jedem weiteren Artikel habe ich die Chance, zusätzliche Besucher zu gewinnen.

Auch Social Media hat einen gewissen Einfluss auf meine Leserschaft. Zwar dienen Facebook & Co. eher, um Leser an den Blog zu binden, doch durch “Shares” und “Likes” kommen auch stets neue hinzu.

Einige Leser empfehlen den Blog ihren Freunden und Bekannten. Das lässt sich für mich zwar nicht nachverfolgen, doch es wird mir immer wieder zugetragen. Ich glaube, dass dieser Effekt über die Zeit sehr viel ausmacht und treue Leser anzieht.

Dennoch ist Google die wichtigste Quelle für Leser, die auch bereit sind, Geld auszugeben. Mit Stammlesern ist das weitaus schwieriger. Trotzdem sind diese von großer Bedeutung für den Erfolg eines Blogs, da sie mit ihren Kommentaren und “Likes” dafür sorgen, den Blog im Gespräch zu halten und sicherlich auch einen positiven Einfluss auf den Erfolg bei Google haben.

Wie ich vom Bloggen leben kann

Eine der ersten Fragen, die ich stets gestellt bekomme: “Wie verdient man mit Bloggen Geld?” Die Verwunderung ist gar nicht mal so groß darüber, dass es geht. Aber niemand hat eine Vorstellung davon, wie es geht.

Zunächst einmal braucht man viel Geduld und im zweiten Schritt viele Besucher. Im ersten halben Jahr habe ich gar nichts verdient. Nach fünf Monaten war ich trotz geringer Ausgaben noch im Minus. Im sechsten Monat hatte ich zumindest meine Kosten wieder eingespielt. Seitdem haben sich die Einnahmen immer weiter gesteigert, und zwar explosionsartig.

Ab etwa 15.000 monatlichen Besuchern ging es richtig los. Jetzt – bei 45.000 – kann ich gut davon leben. Erstmals gelang mir das nach zwölf Monaten, also im Januar. Da waren es plötzlich 4.000 Euro. Im Februar sieht es genauso aus. Allerdings ist derzeit Backpacker Hochsaison, daher kann es im Frühjahr auch wieder weniger werden. Mit diesen Schwankungen muss man leben.

Meine Einnahmen verteilen sich auf verschiedene Standbeine.

1. eBooks

Für einige Länder habe ich Mini-Reiseführer veröffentlicht. Die sind sehr oberflächlich und richten sich an Menschen, die wenig Lust haben, vor ihrer Reise viele Stunden im Internet zu recherchieren. Ich fasse die aus meiner Sicht wesentlichen Informationen auf etwa 35 Seiten zusammen. Dafür sind viele Menschen dankbar und bereit, ein paar Euro zu investieren. Sie zahlen für Bequemlichkeit.

Mein Guide für Reiseblogger trägt neuerdings auch zu meinem Einkommen bei. Die Verkäufe habe ich jedoch in den oben genannten Zahlen noch nicht eingeschlossen.

2. Partnerprogramme

In meinem Blog empfehle ich Produkte und Leistungen, die für Reisende relevant sind. Dabei handelt es sich vor allem um Reiseausrüstung – ein paar Kleinigkeiten, die jeder Backpacker gebrauchen kann: Rucksäcke, Reisehandtücher, Kameras, Reiseführer und einiges mehr.

Ich leite diese Leute zu amazon weiter und erhalte eine Provision für ihren Einkauf. Bei vielen Besuchern läppert sich das zu einer schönen Summe zusammen.

Außerdem empfehle ich konkrete Produkte wie Reisekreditkarten, Flugsuchmaschinen oder Buchungsportale für Unterkünfte. Das sind Services, die ich selbst seit Jahren nutze und empfehlen kann. Auch dafür erhalte ich Provisionen.

3. Gesponserte Artikel

Hin und wieder veröffentliche ich einen Werbeartikel oder einen Link zu einer anderen Website. Dafür erhalte ich pauschale Bezahlung. Für meinen Blog nimmt die Bedeutung dieser Einnahmequelle jedoch stark ab. Ich möchte nicht mehr als ein oder zwei dieser Artikel pro Monat verkaufen, damit ist diese Quelle nicht skalierbar.

Rechnet man diese Einnahmen zusammen, kann ich von der Summe leben, reisen und sogar etwas ansparen. Rein finanziell habe ich mir also eine Situation geschaffen, in der ich unbegrenzt reisen kann.

Doch es gibt für mich auch Gründe, das nicht zu tun. Ich möchte regelmäßig in die Heimat zurückkehren und mich von den Reisen erholen. Nicht, dass sie anstrengend wären, aber für mich nutzt sich die Reiserei nach einer Weile ab. Daher setze ich mich bewusst auf Entzug, um wieder die Lust am Reisen zu gewinnen.

Meinen Beruf als Reiseblogger kann ich auch in den Heimatphasen weiterführen, da sich unterwegs viele Themen ansammeln, über die ich auch im Nachhinein schreiben kann. Außerdem bestehen natürlich die alten Inhalte weiterhin und ziehen ständig neue Leser an. Ob ich also für ein paar Wochen pausiere oder nicht: Meine Einnahmen bleiben davon unberührt.

Über den Autor

Patrick Hundt schreibt als Reiseblogger unter www.101places.de. Seit einem Jahr behandelt Patrick den Blog wie ein Business, und freut sich über wachsende Zugriffszahlen und steigende Einnahmen, von denen er mittlerweile leben kann. Im Januar erschien seine Anleitung für Reiseblogger, in der er ausführlich beschreibt, wie er mit seinem Blog Geld verdient. Hol Dir jetzt die kostenlose Leseprobe.


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2 Kommentare

  1. Ich habe gerade auch mit einem Reiseblog begonnen. Ich schätze die Konkurrenz ist inzwischen deutlich größer als bis vor ein paar Jahren. Denkst du man kann auch heute noch in einem gewissen Zeitraum (1-2 Jahre) einen Reiseblog aufbauen um davon zu leben?

  2. Hallöchen 🙂

    Ich bin eben auf deinen Beitrag gestoßen. Und muss sagen, ich fand ihn wirklich sehr interessant und informativ. Auch wenn ich selber kein Reiseblogger bin, sondern einfach nur zum Spaß blogge. Ich finde es immer faszinierend zu lesen, wie andere ihren Alltag bestreiten. Also ihren Arbeitsalltag, Besonders im Bereich der Bloggerei finde ich es sehr spannend!

    Liebe Grüße und Danke für den tollen Artikel

    Fräulein_ich von pferdigunterwegs.com und mitmachblog.wordpress.com