Feli, wie war dein letztes Jahr? Was planst du so für 2018?

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Ob du es willst oder nicht, der Jahreswechsel bringt eine gewisse Um- und Aufbruchstimmung mit sich: Nicht selten fällt der Satz: „Ich bin froh, wenn das Jahr vorbei ist!“, Freunde erzählen von ihren zukünftigen Vorhaben und vielleicht hast du selbst den einen oder anderen guten Vorsatz. Bilanz zu ziehen, Pläne zu schmieden und den 1. Januar als Stichtag für eine Veränderung zu nehmen, sind in unserer Gesellschaft gang und gäbe. Doch wie ist das eigentlich bei den Menschen, die keinen festen Wohnsitz mehr haben und überall in der Welt zu Hause sind? Spielt der Jahreswechsel für sie noch eine große Rolle? Haben sie auch gute Vorsätze? Schauen sie kritisch auf die vergangenen zwölf Monate zurück? Ich habe mir mal keine geringere als Feli vorgeknöpft und ihr ein paar Löcher in den Bauch gefragt. “Das war ein geiles Jahr! Is there more?” fasst sie 2017 zusammen. Und: “Um deinem Leben eine neue Richtung zu geben, brauchst du keinen Jahreswechsel. Du hast jeden Tag im Hier und Jetzt die Möglichkeit, etwas zu verändern, Chancen zu ergreifen und Entscheidungen zu treffen!”

Wenn du mal auf das letzte Jahr zurückblickst, was war das Beste? Gibt es DAS absolute Highlight?

Ich würde eher sagen, dass es viele kleine Highlights gab, die das ganze Jahr dann zu einem großen und ganzen Highlight gemacht haben. Das ist auch generell meine Sicht der Dinge, denn ich bin der Meinung, dass eben viele kleine Abenteuer, Reisen oder Projekte das Leben bereichern und nicht nur die eine große Erfahrung oder das eine Mega-Event. Du solltest versuchen, jeden Tag zu einem schönen Tag zu machen. Denn diese ergeben in der Summe dann eine schöne Woche, einen schönen Monat, ein schönes Jahr – und letztendlich ein schönes Leben! Wenn ich mich allerdings für ein Highlight entscheiden müsste, würde ich die beiden Seminare des Neurowissenschaftlers Joe Dispenza hervorheben, die ich dieses Jahr besucht habe. Darin ging es unter anderem um das persönliche Mindmovie eines Menschen, also um Wünsche, Pläne und Visionen. Das Verrückte: Nachdem ich sie einmal formuliert hatte, haben sich bei mir danach echt schnell und ziemlich unerwartet viele dieser Träume erfüllt beziehungsweise neue Chancen ergeben, um sie zu realisieren. Das fand und finde ich voll krass! Über das Thema habe ich auch einen eigenen Blogbeitrag geschrieben, der dir einen Eindruck von den Möglichkeiten des Mindmovies vermittelt.

“Mein gesamtes Jahr war ein Highlight! Die Summe vieler kleiner Erlebnisse, Projekte und Reisen macht es aus.”

Gab es 2017 eine Person, ein Buch oder eine Erfahrung, die dich besonders inspiriert und dir noch einmal einen ganz neuen Impuls gegeben hat?

Also auch hier tue ich mich schwer damit, mich auf eine Antwort zu reduzieren. Dr. Joe Dispenza und Tony Robbins gehören auf jeden Fall dazu. Bis heute nachgewirkt hat außerdem das super anstrengende Kundalini Yoga-Seminar im Retreat “Samma Karuna” auf Koh Phangan, bei dem wir unter anderem ewig lange am Stück Mantras gesungen haben. Das war heftig, tat aber voll gut, weil es die Gedanken wirklich komplett ausgeschaltet hat. Und die “Iris Analyse” von von Dr. Morse darf auch nicht in meiner Aufzählung fehlen: Da musste ich ein Foto von meinen Augen einschicken und anhand dieses Bildes analysierte er den gesundheitlichen Zustand meines gesamten Körpers. Am besten schreibe ich darüber mal einen extra Blogbeitrag, denn das ist wirklich super interessant. Stellvertretend für viele geile Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe, möchte ich „Thyroid Healing“ von Anthony William nennen. Das hat mir noch einmal einen ganz anderen Blickwinkel auf meine Schilddrüsenunterfunktion gegeben. Wenn du auch gesundheitliche Themen hast, bei denen du irgendwie nicht weiter kommst, kann ich dir das Buch wirklich nur empfehlen! Ist allerdings auf Englisch.

Erinnerst du dich noch an dein Weihnachten und Silvester vor 10 Jahren? Wie hast du die Feiertage damals verbracht?

Also ich weiß nicht mal mehr, was ich vor drei Jahren gemacht habe, denn ich habe ein ganz schlimmes Kurzzeitgedächtnis, aber ich nehme mal an, damals ging es halt mit Freunden auf eine Party. Silvester 2016/2017 saßen wir im Flieger von Brasilien nach Thailand und dieses Jahr war es genauso, wir sind gerade erst in Phuket gelandet. Die Flüge über Silvester sind meist günstig und nicht so voll – perfekt für eine Weiterreise würde ich sagen.

Glaubst du, dass dir damals schon klar war, dass du den Jahreswechsel eines Tages in Brasilien verbringen würdest?

Nicht wirklich. Also Brasilien hatte ich, wie viele Traveller, ganz lange Zeit überhaupt gar nicht auf dem Schirm, weder für den Jahreswechsel noch für einen Urlaub. Keine Ahnung warum genau, es gehört irgendwie nicht zu den ersten Anlaufstellen in Südamerika. Vielleicht, weil das Land so groß ist. Da ich eine totale Frostbeule bin, hat es mich über die Feiertage aber auch schon als Festangestellte oft in die Sonne gezogen und so hab ich immer zugesehen, mir über Weihnachten und Silvester länger frei zu nehmen, um irgendwohin zu fliegen. Nach Brasilien hat es mich durch Zufall verschlagen. Es gab damals mit Condor einen coolen Direktflug von Frankfurt nach Fortaleza. Den gibt es übrigens immer noch!

Weihnachten und Silvester in Brasilien? Vor zehn Jahren hatte Feli diese Kombination noch nicht auf dem Schirm – aber ausgeschlossen hätte sie es auch nicht.

Haben Weihnachten und Silvester überhaupt noch eine Bedeutung für dich?

Nee, haben sie überhaupt nicht mehr. Beide Anlässe finde ich absolut überholt. Sie verursachen Stress und es geht nur noch um Konsum. Wenn ich mit meiner Family oder mit meinen Freunden gemütlich zusammensitzen und lecker essen will, kann ich das auch an jedem anderen x-beliebigen Tag tun. Dafür braucht niemand Weihnachten. Außerdem sind diese Feiertage so vorhersehbar. Es ist doch viel, viel schöner, seinen Liebsten zwischendurch eine echte Freude zu machen, wenn sie es gerade so gar nicht erwarten. Und nicht zu einem festgelegten Zeitpunkt, nur weil es sich anscheinend so gehört und schon immer so war. Wenn ich den Satz “Das muss so sein!” nur höre, gehen bei mir direkt die Alarmglocken an!

Gab es 2017 etwas, das nicht so geklappt hat, wie du es dir vorgestellt hast?

Eigentlich nicht. Ich erwarte sowieso nicht, dass die Dinge genau so zu sein haben, wie ich sie mir vorstelle, und lebe stattdessen eher im Flow. Wenn irgendetwas nicht so läuft, wie ich es mir vielleicht gedacht oder erhofft habe, dann eben nicht. Dann kommt halt was anderes – oft sogar was besseres! Würde alles immer nur glatt laufen, dann hätten wir ja auch gar keine Chance, uns weiterzuentwickeln. Aus jedem Scheitern lernst und wächst du – und das kann ja ganz bestimmt nicht falsch sein. Die Kunst ist doch viel mehr, sich weder an den schlechten noch an den guten Sachen zu lange aufzuhalten, sondern beides nach dem Motto “As Ising – Es ist wie es ist!” zu akzeptieren.

Bereust du etwas, das du 2017 getan hast?

Überhaupt nicht. So wie alles gelaufen ist, war es genau richtig. Etwas zu bereuen, frisst nur viel zu viel Energie und es lohnt sich sowieso nicht, denn die Vergangenheit kannst du eh nicht ändern.

Was hast du Marcus zu Weihnachten geschenkt? Und was hast du von ihm bekommen? Oder gibt es keine Bescherung mehr bei euch?

Nee. Es gibt keine Geschenke mehr bei uns, das haben wir abgeschafft. Zum Geburtstag auch nicht. Wir haben alles, was wir brauchen, und da wir sehr minimalistisch unterwegs sind, wollen wir auch gar nicht mehr besitzen. Wenn wir uns mal was schenken, also spontan zwischendurch, dann sind das eher Erlebnisse. Irgendwas zusammen kochen, einen Ausflug oder ein Adventure.

“Wir brauchen kein Weihnachten oder Geburtstag, um dem anderen eine Freude zu machen. Wenn wir uns was schenken, dann gemeinsame Erlebnisse oder ein leckeres Essen!”

In welchen Ländern warst du 2017? Und an welchem Ort hat es dir am meisten gefallen?

Brasilien, Thailand, Griechenland, Laos und Portugal. Ich fand es überall cool. Der Mix macht es halt. In Brasilien, ganz klar, sind für mich die besten Kitesurf-Spots. Und es gibt so viele leckere Früchte – Kokosnüsse!!! In Thailand wiederum ist das Essen insgesamt einfach unglaublich gut und hier gibt es auch die besten Smoothies und unendlich viele Möglichkeiten, Yoga zu machen oder sich um seine Gesundheit zu kümmern. Wie anderswo in Südostasien, beispielsweise auf Bali, ja auch. In Griechenland waren wir auf Lemnos, die Insel ist ja noch ziemlich wild und unentdeckt, da fand ich die Natur einfach klasse. Und in dem Dorf herrschte eine einzigartige Ruhe. Das ist natürlich was anderes, als wenn du in Thailand auf die Straße gehst. Die Mischung macht eben den Reiz aus und deshalb macht es mir auch so viel Spaß, zwischen den Ländern hin und her zu hoppen.

Stell dir mal vor, du dürftest dich in diesem Jahr nur an drei verschiedenen Destinationen aufhalten. Welche wären das?

Auf jeden Fall wieder Brasilien und dann noch Deutschland und ein ganz neues Land. Brasilien hat sich einfach echt eingebürgert. Hier kenne ich viele Leute und habe meine Infrastruktur – und natürlich mein Kitesurfing! Nach Deutschland will ich auch gehen, schon allein wegen der DNX Konferenz und natürlich um unsere Community zu treffen und bei meinen Eltern und Freunden vorbeizuschauen. Das neue Land könnte Sri Lanka sein. Da wollte ich schon lange mal hin. Oder alternativ noch eine neue Destination in Mittelamerika, Karibik oder so.

Hast du einen guten Vorsatz für 2018?

Ich hab einen Langzeitplan und an dem werde ich natürlich auch 2018 weiter arbeiten. Und zwar will ich Grundstücke auf drei verschiedenen Kontinenten besitzen. Auf jedem wird etwas anderes entstehen: Auf einem soll es eine Base für Digitale Nomaden und Kitesurfer geben, auf einem so eine Art Healing-Center mit Yoga und Green Smoothies und auf dem Dritten ein Animal Sanctury. Ich würde aber immer nur für ein paar Monate selbst zugegen sein, während der anderen Zeit wohnen und managen das dann andere Leute, zum Beispiel welche aus unserer Community oder meine Eltern. Oder wer auch immer Lust drauf hat. Sesshaft zu werden, habe ich nämlich nicht vor. Ich will so flexibel bleiben, wie ich es im Moment bin. Aber ich will diese Projekte selbst ausprobieren und selbst erfahren. Das mit den drei Grundstücken ist übrigens nur eine meiner vielen Visionen.

2018 wird es für Feli wieder an verschiedene Destinationen gehen. Brasilien und Kitesurfing stehen natürlich auch wieder mit auf dem Plan!

Gibt es etwas, was du in diesem Jahr neu erlernen willst?

Ja, Portugiesisch! Es wird langsam echt ein bisschen peinlich, dass ich es immer noch nicht kann, obwohl ich so oft in Brasilien bin. Ich habe sogar schon angefangen und zwar mit der Earworms-Methode – Sprachenlernen mit Musik! Und was ich auch noch neu lernen oder zumindest ausprobieren will, ist Kitesurfen mit Surfboard. Ich werde berichten!

Verrätst du einen deiner Pläne für 2018? Auf was können wir uns freuen?

Ha ha ha, ja wenn ich alle Pläne verraten würde, könnte das ewig dauern, ich hab ja immer viele Ideen in meinem Kopf! Also jetzt Anfang des Jahres geht es nach Südostasien, nach Kho Phangan auf jeden Fall und dann mal sehen. Wir haben vor, an einem Vipassana-Schweigeseminar teilzunehmen, davon gibt es ja viele in Thailand. Das wird bestimmt eine richtig krasse Erfahrung – mehrere Tage gar nicht sprechen! Auf dem Plan steht außerdem ein mehrwöchiger Aufenthalt im „Zentrum TamanGa“ in Österreich von Rüdiger Dahlke. Dort geht’s dann hauptsächlich um Yoga, Healthy Living und Detox. Da freu ich mich schon total drauf. Marcus hat mit ihm auch eine Folge für den DNX Podcast gemacht, da kannst du ja mal reinhören, wenn du mehr über ihn erfahren willst. Und wenn wir dann schon einmal in Österreich sind, verbinden wir das Ganze noch mit einem Aufenthalt in einem Ayurveda Resort. Das war schon immer mein Traum und ich habe jetzt erst erfahren, dass sowas auch in Europa geht! Wenn wir in Berlin sind, werde ich außerdem noch Hypnose ausprobieren. Ich halte dich auf dem Laufenden, wie es war! Ach, und vielleicht geht es auch noch nach Sizilien. Du siehst, es bleibt spannend, aufregend und abwechslungsreich!

 

Ulrike hat rund 15 Jahre Reiseerfahrungen, viele schöne Erinnerungen und immer neue Ideen im Gepäck. Nachdem ihr der Jakobsweg 2016 eine neue Richtung gewiesen hat, arbeitet sie seit Anfang 2017 als freiberufliche Redakteurin – hauptsächlich von Deutschland aus, aber immer auf der Suche nach interessanten Reisezielen und neuen Herausforderungen. Mehr unter www.ulrikekraenz.de.


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6 Kommentare

  1. Hallöchen,

    du hast ja echt wahnsinnig tolle Pläne für 2018. Ich werde dieses Jahr wieder auf meine Lieblingsinsel Mallorca fliegen. Mallorca ist für mich immer wie ein zweites Zuhause.

  2. Silvester einfach nur fliegen;:) Cool. Je nachdem zu welcher Uhrzeit die Landung ist kann dann so einiges passieren:) Krass wäre mal ein Silvester Flug zu einem unbekannten Ziel. Du steigst dann aus und verbringst Neujahr an einem völlig unbekannten Ort…

  3. Peter Schmalfeldt

    Hallo Feli,
    habe Dein Jahr 2017 mit Genuss gelesen, Deine Einstellung zum Leben ist vorbildlich. Ich denke nicht, daß Dir durch meinen Kommentar jetzt schwindelig wird, Du stehst voll im Hier und Jetzt. Deshalb finde ich es auch toll zu Rüdiger Dahlke nach Österreich zu fahren. Vor etwa 20 Jahren habe ich das Buch “Krankheit als Weg” von Thorwald Detlefsen und ihm gelesen, nein verschlungen. Es sind so tolle, innere Erlebnisse die man damit machen kann. Ich habe ihn nie getroffen, aber ich denke, da bist Du auf dem richtigen Weg. Viel Spaß und viel Eingebung.Noch was, Deine Idee mit Sri Lanka. Ich war etwa 14-16 mal dort, das erste mal Anfang 80, ein wahres Paradies. Tierwelt und Fauna einmalig. Eine Zugreise gehört unbedingt dazu, das ist der Hammer. Aber mach nicht den Fehler und fahre morgens von Colombo nach Badulla (Tagesreise), sondern mach es genau umgekehrt. Wenn Du nachmittags in die Berge kommst, zieht Nebel auf und Du siehst von dieser fantastischen Landschaft nicht mehr viel. Umgekehrt 7:00 Badulla- Kandy-Colombo, das Ereignis!
    Wenn Du noch ein paar Tipps brauchst, schreibe mir.
    Ich wünsche Dir und Markus Gesundheit und viele Erlebnisse, die euer Leben bereichern.
    Beste Grüße,
    Peter

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