Über mich

Hi, ich bin Feli, 34 Jahre alt, Traveler by heart und lebe und arbeite auf der ganzen Welt.

Wie das gekommen ist? Eine lange Geschichte! Schon mit Anfang zwanzig habe ich meinen ersten festen Job als Projektassistentin gekündigt – ein Jahr nachdem ich dort eine zweieinhalbjährige Ausbildung als Veranstaltungskauffrau hinter mich gebracht hatte. Ich steckte also insgesamt dreieinhalb Jahre im Arbeitsleben. Nach der Kündigung bin ich mit meinem Rucksack, einer Freundin und einem Working-Holiday-Visum für Australien in der Tasche per Around-the-world-Ticket nach Thailand, Australien und Südamerika gereist.

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Unterwegs sein

Obwohl alle anderen der Meinung waren, ich hätte doch alles, um glücklich zu sein, war ich es nicht. Mich langweilte es damals schon, jeden Tag ins gleiche Büro zu gehen. Auch meine erste eigene Wohnung war schnell „Alltag“. Ich fühlte mich festgefahren und mein Leben wirkte auf mich vorbestimmt. Ich hatte so viele Ideen im Kopf, die ich umsetzen, und so viele Dinge vor, die ich ausprobieren wollte. Ich zähle eindeutig zu den sogenannten „Scanner-Typen“. Das sind Menschen mit vielen verschiedenen Fähigkeiten und Interessen. Außerdem liebe ich Abwechslung und Herausforderungen, an denen ich wachsen kann.

Die Entscheidung für eine Kündigung war nicht einfach, da sie zuerst niemand in meinem Umfeld richtig nachvollziehen konnte. Aber es war definitiv eine der besten Entscheidungen in meinem Leben.

Auf der Reise habe ich so viel erlebt und so viele andere Menschen mit verschiedenen Lebenskonzepten kennengelernt, dass es von da an wirklich total vorbei war mit meiner Sesshaftigkeit. Das Reisen hat mich einfach nie wieder losgelassen. Schon damals war mir klar, dass kein Hab und Gut das Gefühl des Reisens für mich aufwiegen kann. Dass das Leben zu kurz ist, um es an einer einzigen Stelle zu verbringen. Mir hat es nicht nur Spaß gemacht, neue Kulturen kennenzulernen, echte Abenteuer haben auch immer wieder dafür gesorgt, meine Komfortzone zu stretchen: Wracktauchen auf den Philippinen, mit dem Heißluftballon über Bagan fliegen, einen Fallschirmsprung in Australien wagen – ich war immer am Start und bin es bis noch heute.

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Studium – und danach?

Nach der Reise begann ich Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Tourismus zu studieren, zog in eine WG und jobbte nebenher in einem Café, auf Veranstaltungen und beim Musical-Ticket-Verkauf. Tourismus interessierte mich und der Mix aus Studium, WG-Leben und Arbeiten machte mein Leben immerhin etwas abwechslungsreicher. Ich nutzte jede Gelegenheit, um mit meinen Freunden mehrwöchige Backpacking-Trips überall auf der Welt zu unternehmen: China, Vietnam, Südafrika

Doch dieses Leben löste das eigentliche Problem nur begrenzt – denn nach dem Studium stellte sich eben wieder die Frage nach Job und Geldverdienen. Mich ließ die Frage nicht los, wie ich Reisen und Arbeiten am besten verbinden könnte. Nach dem Studium ging ich erstmal für ein paar Monate nach Mittelamerika. Wer weiß, das könnte ja die letzte Gelegenheit dafür sein, länger wegzukommen?

Ich erinnere mich noch daran, dass ich bei Google Folgendes eingegeben habe: „Mir wird schnell langweilig im Job – was tun?“ Ich konnte aber nichts Brauchbares finden und suchte deshalb nach Jobs, die mit Reisen zu tun haben.

Hatte denn niemand anderes außer mir dieses Problem?

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Obwohl ich mich für einen Job als Event- oder Landausflugsmanagerin auf einem Kreuzfahrtschiff beworben hatte – und dort auch schon zum Vorstellungsgespräch eingeladen war – kam es doch anders: Ein paar Tage vor diesem Vorstellungsgespräch bekam ich die Zusage für einen Job als Event- und Communication Managerin bei der Online-Jobbörse StepStone. Mit Reisetätigkeit. Da ich es geschafft hatte, mich gegenüber hundert anderen Bewerbern durchzusetzen, sagte ich zu.

Der Job war wirklich sehr abwechslungsreich. Das Beste war, dass dieses Unternehmen sehr flache Hierarchien hatte. Ich konnte also extrem viel lernen und ausprobieren, ohne dass mich jemand bremste. Da StepStone Online-Stellenanzeigen verkauft und von Website-Besuchern und HR-Managern von Unternehmen lebt, die Stellenanzeigen aufgeben, habe ich extrem viel über Online-Marketing und Online-Produkte gelernt. Das Internet ist die Zukunft, daher war dieser Job – besonders im Nachhinein betrachtet – ein wirkliches Glückslos.

Auf nach Berlin

Doch auch hier wurde ich nach zwei Jahren schon wieder unruhig. Nach drei Jahren wechselte ich letztendlich in ein anderes Internetunternehmen und zog nach Berlin, da mein Freund Marcus dort ein Jobangebot bekommen hatte. Ich ging also mit – und immerhin war auch bei meinem neuen Job internationale Reisetätigkeit inklusive.  

Hier habe ich meine ganze Geschichte schon einmal aufgeschrieben: My Life of Travel: Was ich gelernt habe und warum Reisen nicht alles ist

Und hier bekommst du einen Überblick zu meinem beruflichen Background:

Ab 2001
Ausbildung als Fremdsprachenassistentin, Köln
Ausbildung als Veranstaltungskauffrau, Köln

2005 – 2007
BWL Studium mit Schwerpunkt Tourismus, Düsseldorf

2001 – 2005
Projekt Assistentin & Event Managerin
Koelnmesse, Köln
Weltweiter Veranstalter von Messen, Konferenzen & Events

2007 – 2011
Event & Communication Manager
StepStone, Düsseldorf
Online Jobbörse für Fach -und Führungskräfte

Bei StepStone hatte ich viel mit Personalverantwortlichen aus HR Abteilungen von großen Unternehmen zu tun sowie auf der anderen Seite Absolventen & Jobsuchenden. Dort ist mir so richtig bewusst geworden dass etwas mit der Arbeitswelt wie sie heute ist nicht mehr ganz stimmt. Die Welt wandelt sich rapide und die Arbeitswelt bleibt stehen.

2011 – 2012
Marketing Manager (inkl. zuständig für internationale Online Marketing Messen, Konferenzen und Events)
Searchmetrics, Berlin
Search (SEO) und Social Analytics Software

2012 – heute
Selbständig & in der Welt der Zuhause

Ich bin ein Mensch, der seinen Träumen und seinem Herzen folgt und eine gute Intuition hat. Wenn sich Chancen auftun, erkenne und ergreife ich sie.

Auch wenn es mir schwergefallen ist, meine Freunde und auch meinen Job bei StepStone zu verlassen (ich wollte zwar langsam etwas Neues, dennoch hatte ich Sorge, nie wieder so einen coolen Job zu finden) ist es wieder einmal genau die richtige Entscheidung gewesen.

Obwohl Berlin für mich viel zu groß ist, hat mich der Spirit von Freiheit und Selbstverwirklichung, den es dort gibt, inspiriert. In Berlin macht jeder irgendwie sein Ding egal, was die anderen denken. Außerdem ist Berlin die Stadt der Startups und der Selbständigen.

Natürlich konnte man die Uhr danach stellen, dass ich mir auch im neuen Job bereits nach einem Jahr schon wieder Gedanken darum machte, wie mein Leben weitergehen sollte. 2012 war es dann soweit: Ich hatte das Gefühl, dass ich platze, wenn ich jetzt nicht kündige. Meine Backpacking-Trips innerhalb der üblichen Urlaubstage wurden meinem Freiheitsdrang nicht gerecht. Mittlerweile war ich aber schon 30 und unsicher. Doch die Stimme aus meinem Herzen war klar und laut.

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Glücklicherweise konnte ich meinen Freund Marcus, der bis dahin noch nicht so viel gereist war, davon überzeugen, mit mir auf eine sechsmonatige Reise zu kommen. Auch er wollte seinen Job zu diesem Zeitpunkt kündigen und hatte, angesteckt vom Spirit in Berlin, vor, sich selbständig zu machen.

Ich hingegen hatte keine Ahnung, was ich machen sollte. Ich folgte meinen damaligen Traum und unterschrieb diesmal tatsächlich einen Vertrag auf einem Kreuzfahrtschiff. Gleich nach der Auszeit wollte ich also damit beginnen.

Aber auch hier war das Universum wieder auf meiner Seite: Während wir unterwegs waren und ich Marcus half, seine Selbständigkeit aufzubauen, bemerkten wir, wie gut sich unsere Fähigkeiten ergänzten und kamen auf die grandiose Idee, uns zusammen selbständig zu machen.

Wir boten ganz einfach unsere Skills im Online-Marketing an, die wir beide über Jahre gesammelt hatten. Dank unseres ebenfalls guten Netzwerkes, das wir uns im Arbeitsleben aufgebaut hatten, kamen wir noch unterwegs an die ersten Kunden.

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Digital Nomad World … und Kitesurfen

Das ist nun vier Jahre her. Seitdem bin ich selbständig und führe mit Marcus ein ortsunabhängiges Leben als Digitale Nomadin. Wir reisen nicht mehr als typische Backpacker, sondern leben an verschiedenen Orten auf der Welt. Das sind unsere Homebases. Am liebsten sind wir in Brasilien, Thailand oder auf Bali und im Sommer in Europa – z. B. auf der griechischen Insel Lemnos, der portugiesischen Westküste und hin und wieder fahren wir auch zurück nach Berlin.

Wir kehren immer wieder an Orte zurück, die wir schon kennen und an denen wir uns eine Infrastruktur aufgebaut haben (Wohnung mit Küche, Internet, Freunde, Sportmöglichkeiten). Zwischendurch probieren wir aber auch immer wieder noch neue Reiseziele aus.

Am liebsten sind wir am Meer, in der Natur und an Orten, an denen man Wassersport machen kann. Große Städte sind mir zu laut und zu hektisch.

Vor zwei Jahren habe ich das Kitesurfen angefangen und für mich ist es neben Yoga und Zumba der beste Sport der Welt. Kitesurfen gibt dir ein Gefühl von absoluter Freiheit und dem im Einklang sein mit der Natur. Sport – Natur – Freiheit: eine unglaublich coole Kombination.

Als Ausgleich zu diesem Action-Sport mache ich dann Yoga und Meditation.

Ich probiere immer gerne und viel aus. Auch wenn du auf Travelicia eine ganze Menge über mein Leben und meine Reisen erfährst, gibt es immer mal wieder Dinge, die andere überraschen, wenn ich davon erzähle. Dazu habe ich dir auch mal einen Artikel geschrieben: 15 geheime Dinge, die du bestimmt noch nicht über mich weißt

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Bewusst leben

Neben dem Sport ist es mir auch extrem wichtig, mich gut zu ernähren. Ich bin Veganerin und koche am liebsten selber.

Ich liebe Tiere. Da ich kein eigenes Tier halten kann, versuche ich an Orten, an denen ich mich gerade aufhalte, bei Tierprojekten mitzuhelfen. Mein Leben verändert sich stetig. Mein Traum ist es, irgendwann ein kleines Tier-Sanctuary oder eine kleine Farm zu haben, wo ich kranke Tiere aufpäppeln, ihnen ein neues Zuhause suchen oder gefährdete Tierarten retten kann.

Wenn du so viele Träume hast wie ich, vergiß nie, dass du nicht alles auf einmal machen musst. Du hast mehr Zeit in deinem Leben, als du denkst. Manchmal lassen sich Dinge aber auch besser verbinden, als du vielleicht anfänglich angenommen hast. Manchmal präsentieren sich Lösungen auch ganz von alleine, wenn du zur Tat schreitest und bloß in die grobe Richtung deiner Träume gehst. Wo ein Wille ist, ist ein Weg!

Wichtig in meinem Leben ist mir aber, dass mein Wheel of Life im Einklang ist, d. h. mehrere Bereiche meines Lebensund nicht nur einer. Dazu gibt es viel zu sagen, lies also am besten meinen Artikel dazu.

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Unterwegs arbeiten

Damit wir an den schönsten Orten der Welt auch wirklich produktiv sind, haben wir bestimmte Routinen eingeführt, die uns helfen. Ja, du hast richtig gehört. Wenn du plötzlich ein eher unstetes Leben hast, brauchst du etwas Struktur – also das richtige Equipment und eine gute Organisation. Hier lernen wir stetig und optimieren uns immer weiter. Eine Liste aller Tools, die wir nutzen, und unsere Lieblings-Reisegegenstände findest du übrigens hier – oder auch hier: Meine besten Tools.

Außer unserem Kitesurfing-Gepäck (in dem auch noch eine Yogamatte verstaut ist) sind wir nur mit Handgepäck unterwegs. Wie ich es geschafft habe, Minimalist zu werden, kannst du übrigens hier nachlesen. In Berlin haben wir nur noch ein Fahrrad und eine kleine Lagerbox mit wenigen Sachen darin wie Winterjacken, Handschuhe und Schals. Das macht uns leicht und flexibel.

Wir haben überall auf der Welt Freunde und lieben es, uns mit Menschen zu connecten, z. B. mit Einheimischen, Kitesurfern, anderen Unternehmern, Digitalen Nomaden und Reisenden. Dank unseres guten Netzwerkes sind wir nirgendwo wirklich alleine.

Im Juni 2016 war ich in Tarifa und habe dir mal aufgeschrieben, wie so ein typischer Feli Tag aussieht. Und hier gibt es noch einen weiteren coolen Einblick in unser Leben als Digitale Nomaden (Jericoacoara, Brasilien):

Die DNX – Digitale Nomaden Konferenz