Backpacking in Myanmar

Myanmar – ein bezauberndes Land

Myanmar liegt in Südostasien und grenzt an Laos, Thailand, China, Bangladesch und Indien. Der Golf von Bengalen und das Andamanische Meer bilden außerdem die natürliche Grenze. Das Land hat eine sehr wechselvolle und spannende Geschichte. Dementsprechend groß ist auch die Vielfalt der Sehenswürdigkeiten. Schöne Städte wechseln sich hier mit herrlichen Landschaften ab. Doch auch kulturell hat Myanmar seinen Besuchern einiges zu bieten.

Allerdings ist Myanmar auch ein Entwicklungsland, was eine Reise durch das Land nicht immer einfach macht. Für eine Reise durch Myanmar solltest du deshalb einerseits Zeit und andererseits viel Geduld mitbringen. Eilig hat es in Myanmar nämlich niemand. Belohnt wirst du dafür aber mit fantastischen Eindrücken, immer freundlichen Menschen und einzigartigen Impressionen.

Myanmar – ein bezauberndes Land

Allgemeine Informationen
HauptstadtNaypyidaw
StaatsformRepublik
StaatsoberhauptStaatspräsident Win Myint
Bevölkerungca. 53 Millionen
Fläche676.578 km²
VisumErforderlich
Empfohlenes Reisebudget15€ pro Person pro Tag
WährungKyat (MMK)

EinreiseZum Inhaltsverzeichnis

Mit einem Reisepass, der nach der Reise noch mindestens sechs Monate gültig ist, darfst du einreisen. Außerdem benötigst du ein Visum, das bei der Auslandsvertretung, online oder bei der Einreise beantragt werden kann. Möchtest du eine Drohne mitbringen, benötigst du vorher eine Genehmigung dafür.

Einreise_Myanmar

FlügeZum Inhaltsverzeichnis

Ab 827 € kommst du in die Hauptstadt Naypyidaw und wieder retour. Flüge nach Mandalay liegen etwa im gleichen Preissegment.

Highlights und die schönsten Routen für BackpackerZum Inhaltsverzeichnis

Kalaw und Putao – Paradiese für Backpacker

Kalaw ist so etwas wie Myanmar im Kleinformat und zudem für alle Trekkingfans ein Muss. Neun Stunden dauert die Reise von Mandalay aus. Da diese Fahrt sehr anstrengend ist, ist es ratsam sich einen Tag auszuruhen, bevor es losgeht. Du kannst wahlweise eine Tagestrekkingtour machen, die dich an den zahlreichen Klöstern und wunderschönen Seen vorbeiführt. Es ist aber auch möglich, eine mehrtägige Tour bis zum romantischen Inle-See zu machen.

Kalaw_Myanmar

Neben den buddhistischen Klöstern, in denen du auch für kleines Geld übernachten kannst, ist vor allem die Landschaft sehenswert. Auf den bunten Märkten kannst du neben den üblichen Buddhas in allen Größen noch andere Mitbringsel kaufen. Denn auch wunderschöne Stofftaschen, die die Frauen in aufwendiger Handarbeit herstellen, sind dort erhältlich. Wenn du am Inle-See bist, solltest du die Zeit gut nutzen. Du kannst dich etwa mit einem Boot auf den See rudern lassen. Das ist ein wirklich unvergessliches Erlebnis.

Anstrengend und ein wenig abenteuerlich ist die Reise in den Regenwald von Putao. Von dort aus kannst in Richtung Himalaja reisen oder einen Abstecher zum Hkakabo Razi machen. Das ist ein Berg, der bis heute nur ein einziges Mal bestiegen worden ist. Mit 5.581 m ist er der höchste Berg in Südostasien. Erst 1996 gelang es einem Japaner zusammen mit einem ortskundigen Führer, den Gipfel zu erreichen.

Das Basislager auf 3.000 m ist ein guter Ausgangspunkt für Touren in die nähere Umgebung. Den Regenwald erkunden und über schwankende Brücken reißende Ströme überqueren – all das kannst du machen. Außerdem kannst du auch in kleinen Dörfern übernachten. Du solltest allerdings den April oder den Mai für eine Reise zum Hkakabo Razi einplanen. Dann stellt der Monsun nämlich auch kein Problem dar.

Hkakabo Razi_Myanmar

Tempel und Strände

Es kann gut sein, dass dir nach einer anstrengenden Trekkingtour nach ein bisschen Entspannung ist. Dann ist der Ngapali Beach in der Nähe von Thandwe eine sehr gute Wahl. Du kannst den Strand am besten mit dem Flieger von Mandalay aus erreichen. Auf dem Landweg ist die Reise langatmig, beschwerlich und auch nicht ganz gefahrlos.

Der Strand von Ngapali ist feinsandig und das Wasser hat eine gute Qualität. Es gibt einige kleine und günstige Gästehäuser sowie Bungalows und Restaurants. Du kannst dir ein Rad leihen und die Umgebung erkunden. Von Andrew Bay aus kannst du mit dem Schiff die Küste erkunden, auch das Schnorcheln lohnt sich.

Ngapali Beach_Myanmar

Auch der Ngwe Saung Beach, der Silberstrand ist eine gute Adresse zum Ausruhen und Sonnenbaden. Der Strand wird von Palmen gesäumt, er ist 14 km lang und der Sand ist fein und weiß wie Puderzucker.

Myanmar ist ein überwiegend buddhistisches Land und dementsprechend groß ist die Auswahl an imposanten Tempeln und Tempelanlagen. Im Distrikt Mandalay liegt die Tempelanlage Bagan auf geschichtsträchtigem Boden.

Um in der Tempelstadt voranzukommen, kannst du ein Rad mieten. Am besten wählst du dafür ein Mountainbike, denn die Straßen sind nicht befestigt. Alternativ kannst du dich in einer Kutsche fahren lassen. Die Kutscher sprechen zum Teil Englisch und kennen die schönsten Plätze, um beispielsweise einen fantastischen Sonnenuntergang zu erleben. Zu den Highlights gehört die im 11. Jahrhundert erbaute Shwezigon-Pagode, die zum Teil aus massivem Gold errichtet wurde.

Hmya-tha Umin und Tha-mee-whet Umin sind unterirdische Tempel aus dem 13. Jahrhundert. Die Kon-daw-gyi-Pagode beeindruckt vor allem durch ihre prächtigen Stupas und Terrassen.

Um eine konkrete Route zu planen, die zu deinen Interessen und deiner Reisedauer passt, holst du dir am besten einen Reiseführer für Backpacker. Lonely Planet Myanmar oder Stefan Loose Myanmar sind auf jeden Fall empfehlenswert.

Bagan_Myanmar

Weitere SehenswürdigkeitenZum Inhaltsverzeichnis

Die Shwedagon-Pagode in Yangon ist sehr interessant. Diese Stadt ist überhaupt sehr sehenswert, denn sie bietet auch ein chinesisches Viertel. Außerdem solltest du dir das Nationalmuseum und den legendären Buddha-Tempel nicht entgehen lassen.

Etwa zwei Stunden Fahrt vom Inle-See entfernt liegen die Pindaya-Höhlen. Dort kannst du dir über 8.000 Buddha-Figuren ansehen.

Wenn du schon in Myanmar bist, solltest du einen typischen Markt besuchen. Ywama, Heho und Pindaya die Möglichkeit dazu.

Die Shwedagon-Pagode_Malaysia

Mögliche Reiserouten

In Myanmar kannst du ganz viele reizvolle Orte besuchen. Wie du deine Route dann wirklich planst, ist Geschmackssache.

Eine Möglichkeit wäre es, Yangon, Myeik, Sittwe, Ngpali, Bago und zum Schluss Mandalay zu besuchen. Dafür kannst du in etwa zwei Wochen Reisezeit einrechnen. Wenn du länger unterwegs sein möchtest, kannst du danach noch Bagan, den Mount Popa und den Inle-See dranhängen.

Transport innerhalb des LandesZum Inhaltsverzeichnis

Von Deutschland aus kannst du mit Condor direkt nach Yangon, dem früheren Rangun fliegen. Für die Weiterreise im Land brauchst du vor allem Geduld und gute Nerven. Fliegen ist eine Möglichkeit, um voranzukommen. Empfehlenswert und relativ sicher ist die Myanmar Airways, die alle großen Städte anfliegt.

Wenn du dir einen Flug ersparen willst, dann kannst du auch die Bahn nehmen. Das Streckennetz verbindet die wichtigen Städte miteinander. Die Fahrt ist günstig (30 €), aber die Züge fahren sehr, sehr langsam. Auch stundenlange Verspätungen sind normal. Du solltest immer erster Klasse buchen, dich mit Wasserflaschen eindecken und nach Möglichkeit nicht die Toilette besuchen.

Bus fahren ist in Myanmar abenteuerlich. Es gibt staatliche und private Busse, die staatlichen sind uralt und immer überfüllt. Die privaten Busse bieten einen Sitzplatz und eine Klimaanlage. Doch da die Straßen schlecht sind, ist ein Nickerchen so gut wie ausgeschlossen. Auch die auf voller Lautstärke dröhnenden Fernseher verhindern oft ein kleines Schläfchen auf langen Strecken.

Autovermietungen gibt es in Myanmar nicht, denn Ausländern ist das Fahren von PKWs verboten.

Um günstige Flüge zu finden, empfehle ich dir die Flugsuchmaschine Skyscanner.

Transort_Meynmar

Übernachtung Zum Inhaltsverzeichnis

Günstige Unterkünfte für Backpacker findest Du bei Hostelbookers, Hostelworld oder Agoda.

Am Inle-See kannst du beispielsweise für 32 € im Sky Lake Inle Resort in einem Einzelzimmer übernachten. Das Frühstück ist hier inklusive. Auch das Immana Grand Inle Hotel für 14 € die Nacht ist eine Option mit Frühstück.

Wenn du in Mandalay übernachten möchtest, dann kannst du das im Einzelzimmer im Hotel Iceland für 15 € tun. Das Celia Hostel Mandalay ist mit einem Preis von 7 € sehr günstig. Dort nächtigst du im Schlafsaal.

In Kalaw gibt es auch viele Optionen, wie etwa das Kalaw Vista Bed and Breakfast für 28 € die Nacht. Möchtest du etwas mehr Geld ausgeben, ist das Dream Villa Hotel für 51 € ein schöner Ort zum Verweilen.

Es gibt viele günstige Übernachtungsmöglichkeiten in Myanmar und für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Übernachtung_Meynmar

Geld & TagesbudgetZum Inhaltsverzeichnis

Seit 2012 sind die Preise in Myanmar praktisch explodiert, trotzdem ist es ein günstiges Reiseland. Ein gutes, sauberes Hotel kostet zwischen 15 und 50 € pro Nacht. Gutes Essen ist schon für 50 Cent zu haben. Ein Flug von Yangon nach Mandalay kostet rund 100 €, für eine zehnstündige Busfahrt zahlst du hingegen 12 €.

Alles, was importiert werden muss, ist allerdings teuer. So kostet eine Dose thailändisches Bier zum Beispiel 5 €. Die Eintrittspreise liegen bei 3 €. Im Kloster werden kleine Spenden gern gesehen. und auf den Märkten solltest du feilschen.

Geldautomaten gibt es nur in den großen Städten.

Als Kreditkarte auf Reisen ist die kostenlose DKB-Karte die beste Wahl.

Bei Abhebungen fallen im Ausland weltweit keine Gebühren an. Falls Banken vor Ort eine Gebühr einziehen, kann man sich diese ebenfalls kostenlos von der DKB zurückerstatten lassen.

Typische Küche: Das musst du probieren!Zum Inhaltsverzeichnis

Das Nationalgericht Myanmars ist Mohinga, eine Fischsuppe mit Reisnudeln. Außerdem ist Reis sehr beliebt und wird zu vielen Hauptgerichten gegessen. Dazu zählt Pyin oo Lwin, Schweinefleisch, das wie Fondue zubereitet wird. Weitere Gerichte, die gerne gegessen werden, sind Reisnudelsalat und ein Curry aus Garnelen.

Tee ist wirklich ein klarer Favorit unter den Getränken in Myanmar. Die beliebtesten sind Schwarztee und Chai. Doch auch Kaffee und Bier als alkoholisches Getränk werden gerne getrunken.

Typische Küche_Myanmar

Nützliche Phrasen Zum Inhaltsverzeichnis

Weitere Vokabel für alle Fälle kannst du hier nachlesen:

Ich heiße…                                      Ngar nam mae ka … phit par deh

Ja                                                       Hoe tale

Nein                                                  Ma hoe bou

Wie viel kostet es?                         Dar bé lao lè?

Ich nehme / Ich hätte gerne…   Ngar … lo chin deh

Wasser                                              Yeé

Tee                                                    Lat phat yé

Kaffee                                               Kaw fi

ZeitverschiebungZum Inhaltsverzeichnis

Die aktuelle Differenz zur MEZ (Deutschland) beträgt +5:30 Stunden. Es gibt keine Umstellung auf die Sommerzeit.

Ländervorwahl Zum Inhaltsverzeichnis

Möchtest du ein Telefongespräch nach Myanmar führen, wählst du einfach +95 oder 0095 vor. Das Plus kann durch zwei Nullen ersetzt werden.

Mobilfunk und Internet Zum Inhaltsverzeichnis

Die beste Lösung ist wohl eine Prepaid-SIM. Es stehen die Anbieter MPT, Oredoo und Telenor zur Verfügung. 5 GB Datenvolumen gibt es um etwa 10 €. Im Normalfall sind dann auch 50 Minuten Telefonieren inbegriffen.

Mobildfunk_und_Internet_Myanmar

SpracheZum Inhaltsverzeichnis

In Myanmar wird Birmanisch gesprochen, aber in allen Touristenregionen verstehen und sprechen viele Menschen auch Englisch. Die wichtigsten Worte, die jedem Einheimischen ein Lächeln entlocken, sind aber „Mingalabar“, guten Tag und „Shisubeh“, danke.

WährungZum Inhaltsverzeichnis

Die Währung in Myanmar ist der Kyat (MMK). Derzeit ist der Kurs bei 1 € zu 1555.15 MMK.

Aktuelle Wechselkurse findest du bei Oanda. Hier kannst du dir auch eine kleine Umrechnungstabelle für deine Reise ausdrucken. Du findest sie bei Oanda unter dem Reiter „Referenzkarte für Reisen“.

Währung_Myanmar

Beste Reisezeit Zum Inhaltsverzeichnis

Januar, Februar und März sind optimal für eine Reise nach Myanmar, denn dann herrscht dort Trockenzeit. Da aber im Januar besonders viele Touristen in Myanmar sind, steigen auch die Preise. Günstiger und ruhiger ist es daher im Februar und März. In dieser Zeit kann es – je nach Region – von 15 bis 36 °C haben.

Wenn du mit großer Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit gut zurechtkommst, dann ist es auch im Mai und im Juni in Myanmar noch schön. Im Juli und August setzt aber der Monsunregen ein, dann fallen die Temperaturen zwar auf angenehme 25 °C, aber die Schwüle ist kaum erträglich.

Beste_Reisezeit_Myanmar

Impfungen Zum Inhaltsverzeichnis

Bei CRM Centrum für Reisemedizin findest du aktuell und auf einen Blick alle empfohlenen Impfungen für deinen Myanmar Aufenthalt: Impfungen Myanmar. Darüber hinaus findest du auf dieser Seite auch Hinweise zur Malariasituation. Frage deine Krankenkasse, ob sie die Kosten für Impfungen und Malariatabletten übernimmt.

Du solltest deinen allgemein empfohlenen Impfschutz, der auch für Deutschland gilt, auffrischen lassen. Für Myanmar liegen keine Impfverpflichtungen vor, wenn du direkt aus Europa einreist. Doch je nachdem, wie lange du bleibst und wie du reist, gibt es Empfehlungen. So werden Impfungen gegen Hepatitis A und B, Polio, Typhus, Cholera, Tollwut, Japanische Enzephalitis und Meningokokken empfohlen.

Sicherheit  Zum Inhaltsverzeichnis

Die Menschen in Myanmar sind sehr ehrlich und Diebstähle sehr selten, allerdings sind Terroranschläge in den großen Städten keine Seltenheit. Meide daher am besten große Menschenansammlungen. Ein guter Tipp ist immer in deiner Unterkunft vor Ort nachzufragen, wie die Situation aktuell ist.

Du solltest manche Teile von Kachin und Shan und die Grenzregionen von Chin, Shan, Mon und Kayin meiden. Auch in den nördlichen Teil von Rakhine solltest du nicht reisen.

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