Was du besser vor Ort im Reiseland kaufst und nicht aus Deutschland mitschleppst

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Vor jeder Reise, egal wohin sie führt und wie lange du unterwegs sein wirst, musst du deine Siebensachen packen. Auf die sprichwörtlichen sieben Dinge bin ich persönlich noch nie gekommen, aber im Laufe der Jahre und mit zunehmender Reiseerfahrung hat sich mein Pack-Verhalten doch extrem geändert. Mit jedem Trip habe ich dazugelernt, was ich wirklich brauche und was nicht – und was ich genauso gut und oftmals sogar billiger auch vor Ort kaufen kann. Auf der anderen Seite gibt es aber auch ein, zwei Sachen, die du besser schon zu Hause besorgst und mit in dein Reiseland nimmst. Aber das war es dann auch schon.

Auf der Sonnenseite des Lebens

Selbst wenn du bisher nur in Europa unterwegs gewesen bist, ist es dir bestimmt schon aufgefallen: Sonnencreme ist außerhalb von Deutschland echt teuer! Am anderen Ende der Welt kostet sie erst recht mehr. Ich bin vor Kurzem in Spanien gerade erst wieder aus allen Wolken gefallen, als ich 12 Euro für eine kleine Flasche mit Lichtschutzfaktor 25 bezahlen sollte … und es war die Eigenmarke eines Supermarktes. Für vier Wochen Sonnencreme einzupacken wirkt sich zwar negativ auf das Gewicht deines Gepäcks aus, aber du tust deiner Reisekasse einen großen Gefallen.

Achtung Ladies: Monatshygiene

Die Mädels unter uns sollten auf jeden Fall immer genügend Tampons oder ihre alternative Monatshygiene dabei haben. Es ist zwar nicht so, dass es im Ausland keine Tampons gibt, aber oftmals kosten sie vergleichsweise mehr, sind nicht in jedem Dorfladen und manchmal auch nicht in der gewünschten Größe erhältlich. Um das festzustellen, musst du nicht ans andere Ende der Welt reisen, es genügt schon ein Abstecher in unsere Nachbarländer. Also besser genügend Monatshygieneartikel einpacken. So viel wiegen sie ja nicht. Und das Gute ist ja auch: Im Laufe der Reise nimmt ihre Menge ja erfahrungsgemäß ab.

Apotheken gibt es in Asien an jeder Ecke. Im Sortiment haben sie meistens auch viele Naturheilmittel.

Ein kleines Erste-Hilfe-Set reicht!

Meine erste Backpackreise ging damals nach Vietnam. Ich hatte sowieso schon einen mächtigen Rucksack mit dabei, aber außerdem noch mindestens zwei Plastiktüten voller Medikamente. Sogar Gummihandschuhe und sterile Kanülen gehörten zu meinem Erste-Hilfe-Set, für den Fall, dass ich in ein Krankenhaus gemusst hätte. Gebraucht habe ich am Ende ein Pflaster! Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen müssen, sollten sich davon natürlich eine ausreichend große Dosis aus Deutschland mitnehmen. Wer aber, wie auch ich, nichts einnehmen muss, der sollte sich wirklich auf das Nötigste beschränken wie Kopfschmerztabletten, etwas gegen Magen-Darm-Erkrankungen, Desinfektionsspray und Pflaster. Alles, was es in Deutschland rezeptfrei gibt – und meistens sogar diverse Antibiotika – gibt es, zumindest in den größeren Städten, auch im Ausland. Oft sogar viel günstiger als bei uns.

Bloß nicht zu viele Klamotten mitnehmen!

Je nach Reiseziel brauchst du ja unterschiedliche Kleidung. Wenn es in ein tropisches Land geht, solltest du dir überlegen, ob du nicht lieber vor Ort ein paar Klamotten kaufst. Gerade in Asien sind Kleider, Hosen und Shirts superbillig. Auf Märkten kosten manche Teile nur einen Euro. Natürlich kannst du keine hohe Qualität erwarten, aber es reicht ja, wenn die Sachen den Urlaub über halten. Wenn du sowieso ein Fan von Elefantenhosen, Tunikas und Wickelröcken bist, ist es gar nicht notwendig, deine heimische Garderobe mitzunehmen, für wenig Geld kleidest du dich einfach vor Ort neu und dem Wetter entsprechend ein. Das gilt auch für Flip-Flops und Tücher.

Überall, wo es unter Wasser etwas zu sehen gibt, werden auch Schnorchel-Sets verliehen.

Summ, summ, summ … Moskitospray

Ob dein Reiseland in einem Malariagebiet liegt oder nicht, kannst du im Vorfeld herausfinden. Ist dem so, sollte ein gutes Mücken- oder Moskitoschutzspray natürlich nicht fehlen. In Deutschland bekommst du entsprechende Sprays in ausgewählten Outdoor-Läden oder Apotheken. Da wir hierzulande jedoch nicht malariagefährdet sind und diese Produkte in unserem Alltag für gewöhnlich nicht brauchen, sind sie verhältnismäßig teuer. Spray ist auch nicht gleich Spray, denn die verschiedenen Moskitoarten reagieren unterschiedlich auf die Wirkstoffe. Wenn es in deinem Reiseland viele Mücken und Moskitos gibt, kannst du davon ausgehen, dass du vor Ort einen entsprechenden Schutz kaufen kannst – meistens sogar deutlich günstiger als in Deutschland. In Indien habe ich beispielsweise Odomos-Creme gekauft. Kostet nur wenige Euros, basiert auf natürlichen Inhaltsstoffen und riecht richtig gut! Und wo wir gerade beim Thema sind: Auch die Anschaffung eines Moskitonetzes im Vorfeld deiner Reise ist überflüssig. Da, wo erforderlich, wirst du eins in deinem Hostelzimmer vorfinden. Und in Deutschland brauchst du sowieso keins.

Ausrüstungen jeglicher Art

Du willst während deiner Reise schnorcheln gehen? Das ist eine gute Idee. Alles, was du dafür brauchst, kannst du vor Ort ausleihen. Komm also bloß nicht auf den Gedanken, deine eigene Taucherbrille mitzuschleppen. Genauso verhält es sich mit allen anderen Aktivitäten, die du ausprobieren oder ab und zu ausüben willst. Am Ende kommt doch alles anders als du denkst und du brauchst die ganzen Ausrüstungen gar nicht. Vor allem, wenn du sie dir extra für die Reise anschaffst. In vielen Ländern kannst du selbst Wanderequipment günstiger erwerben oder noch besser: ausleihen. Es sei denn, der Hauptinhalt deiner Reise besteht eben aus Wandern, Zelten oder Bergsteigen. Auf meinem Jakobsweg hatte ich beispielsweise alles dabei, aber da ging es ja auch jeden einzelnen Tag darum, einen Schritt vor den anderen zu setzen.

Für meine zweitägige Dschungel-Tour in Malaysia habe ich das gesamte Equipment vor Ort ausgeliehen.

Auch viele Dienstleistungen sind im Reiseland günstiger

Finanzielle Vorteile ergeben sich ja nicht nur, wenn du auf gewisse Anschaffungen im Heimatland verzichtest, da du sie vor Ort billiger bekommen kannst, sondern auch auf Dienstleistungen. Wenn du zum Beispiel ein wenig experimentierfreudig bist, kann ich dir empfehlen, mal in einem anderen Land zum Friseur zu gehen. Mit Dauerwelle und Färben kenne ich mich nicht aus, aber zum Ende meiner China-Reise hatte ich beschlossen, mir meine Haare abschneiden zu lassen, sobald ich wieder zurück in Deutschland sein würde. Doch warum so lange warten? Ich bin kurzerhand in einen chinesischen Laden rein. Verstehen konnte ich weder die noch sie mich, aber anhand einiger Katalogbilder konnte ich in etwa erklären, was ich wollte. Alle Mitarbeiter waren super aufgeregt und jeder wollte mal mein europäisches Haar anfassen. Der Schnitt am Ende … naja, nicht der Rede wert! Aber Haare wachsen ja wieder und ein Riesenspaß war es allemal. Ein weiteres Beispiel sind Maniküre und Pediküre. Wozu vor der Reise in Deutschland noch einen Salon aufsuchen, um die makellosen Füße dann in Flip Flops oder Sandalen zu stecken, die Nägel dem Salzwasser auszusetzen oder dir neue Hornhaut anzulaufen? Besser du gönnst dir am Ende deines Trips einen Wellnesstag und lässt dich, deine Hände und deine Füße für ein paar Euro verwöhnen und von den „Strapazen“ deiner Reise erholen.

Die Packerei ganz entspannt angehen

Nach so einigen Backpacktrips bin ich inzwischen echt gelassen, was das Packen angeht. Sollte ich wirklich was vergessen, weiß ich sehr gut, dass ich es auch am Zielort kaufen kann. Die Kreditkarte solltest du natürlich nicht vergessen. Eigentlich würde es genügen, im Bikini und mit Geldkarte sowie Pass ausgerüstet in den Flieger zu steigen – alles andere könntest du mit ziemlicher Sicherheit dann im Urlaubsland besorgen. Und falls nicht, brauchst du es wahrscheinlich sowieso nicht, wenn wir mal vom reinen Überleben und nicht von komfortablen Extras oder modisch vertretbaren Outfits ausgehen. Ich versuche gerade, mich an einen Moment zu erinnern, in dem ich festgestellt habe, dass ich etwas Wichtiges vergessen hatte. Mir fällt aber keiner ein. Hat es sich also bewährt, dass ich bei der Reisevorbereitung eine Packliste zur Hilfe nehme. Ich habe übrigens meine eigene, die ich bei jedem Trip anpasse, ergänze oder reduziere. Wenn du noch Inspirationen für eine Packliste brauchst, findest du die von Feli hier.

Und nun bist du gefragt: Gibt es etwas, dass du grundsätzlich vor einer Reise schon in Deutschland besorgst, weil es im Ausland teurer oder nicht erhältlich ist?

 

Ulrike hat rund 15 Jahre Reiseerfahrungen, viele schöne Erinnerungen und immer neue Ideen im Gepäck. Nachdem ihr der Jakobsweg 2016 eine neue Richtung gewiesen hat, arbeitet sie seit Anfang 2017 als freiberufliche Redakteurin – hauptsächlich von Deutschland aus, aber immer auf der Suche nach interessanten Reisezielen und neuen Herausforderungen. Mehr unter www.ulrikekraenz.de.


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5 Kommentare

  1. Sascha

    Kurz und Knapp: Auslandskrankenversicherung.

    Ich weiß, es ist nichts das man direkt anfassen kann, aber es gehört einfach mit zu den dingen die man unbedingt aus Deutschland mitbringt als im Urlaub im Krankenhaus dafür zu zahlen. Das kann selbst in einem sonst eher günstigen Land wie den Philippinen schnell teuer werden, jedenfalls dann, wenn man europäische Qualität erwartet.

    Manchmal habe ich das Gefühl das Sonnencreme einzig und alleine für Europäer gemacht wurde und selbst da nicht alle. Aber was du aus deinem Spanien Urlaub berichtest kenne ich nur zu gut. Allerdings weiß ich auch, das wir in unserem Spanienurlaub in Spanien selber zum teil viel besseren Sonnenschutz bekommen haben als es hier in Deutschland möglich schien, ohne gefühlt ganz tief in die Tasche greifen zu müssen.

    Was ich etwas unangenehm finde ist das ausleihen von Taucherbrille und vor allem Schnorchel, das finde ich geht so rein gar nicht. Ich nehme da lieber meinen und weiß wie ich ihn gepflegt habe. Allerdings besitze ich auch mittlerweile mehrere Schnorchel und Masken die sich einfach über die Zeit angesammelt haben, das ist wohl nicht direkt vergleichbar mit einem Pauschaltouristen, dennoch würde ich meine Probleme haben wenn ich meinen Schnorchel vergessen habe und nicht weiß wie dieser, wenn überhaupt, gereinigt wurde.

  2. Birgit A.

    Ein Erlebnis werde ich nie vergessen: Thailand, kl. Insel, Sandmücken -oder -flöhe. Jedenfalls waren meine Unterschenkel voll mit kl. roten, juckenden Punkten. Auf dem Festland versuchte ich dann in Drogerien verständlich zu machen, was ich brauche. Bekam dann auch was thailändisches. Als ich es mir aufn Bürgersteig auftragen wollte, verhinderte dies ein Anwohner hektisch! Dann versuchte ich halt weiter das mir bekannte, dafür bisher bewährtes „Tiger balm“ zu bekommen… Ich ging davon aus, dass dies in Asien bekannt und überall erhältlich ist! Tja… letztendlich erhielt ich es Abends, in einer winzigen dunklen Nebenstraße im „irgendwo“, welche mir nach „China Town“ aussah! (Anmerkung: ich hab noch nicht recherchiert mit was Tiger balm hergestellt wird, aber da vorallem die Chinesen vor nichts zurückschrecken, traue ich denen auch hier -„milde“ ausgedrückt – Tierquälerei zu und kaufe es seitdem nicht mehr! …auch wenn es half)
    Bzgl. Schnorchelset: weil ich der Hygiene/Desinfektion der Verleihstationen nicht traue, hab ich bisher meins immer mitgeschleppt – zuletzt nur noch den SCHNORCHEL (nimmt kaum Platz und stabilisiert zusätzlich den Rucksack 😉 )
    Und ich verzichte bei tatsächlichen lowbudget Backpackerreisen nicht auf meinen HÜTTENSCHLAFSACK! (der aber aus Tierschutzgründen nicht aus Seide ist – auch wenn der leichter, kleiner, kühler wäre – aber nicht unbedingt angenehmer auf der Haut)
    Bisher sammelte ich bevor ich mit Rucksack auf Tour gehe, Klamotten, welche ich dann, nach mehrmaligen tragen, vor Ort lasse (wenn das Zimmerpersonal keine Verwendung mehr dafür hat, könnens die entsorgen). Entsprechend sehe ich auf Erinnerungsfotos aus 😉 Mittlerweile nehme ich vorallem meine vorhandene SportFUNKTIONSKLEIDUNG mit – kaufe also nicht extra Treckingsachen o.ä.. Wenig, leicht, einfach zu reinigen und schnell trocknend!
    Mit „vor Ort kaufen“ ist es auch so ne Sache: wenn günstig, dann fehlen oft Umkleidekabinen, die Grössenangaben sind nicht unbedingt hilfreich und oft riecht der „Laden“ schon „100 m gg den Wind“ nach Chemie!

  3. Ich wohne seit einiger Zeit in Mexiko (Quintana Roo) und ja das Moskitospray ist hier günstiger (“Off” ist die beste Alternative), aber ich muss sagen, dass die meisten mir persönlich (Mücken lieben mich) nicht lange helfen (vllt. 3-4 Stunden). Immer wenn ich in Deutschland bin oder jemand kommt, nehme ich mir 1-2 Sprays von No bite mit, das hält länger, ist allerdings auch etwas aggressiver.
    Und Touren hier in der Gegend sollte man definitiv vor Ort kaufen. Touren z.B. zur bekannten Ruine Chichen Itza kosten im Internet deutlich mehr als wenn man sie hier kauft.
    Menschen, die Kontaktlinsen tragen, empfehle ich auch sich vorher zu informieren, ob es die gewünschte Flüssigkeit mit den entsprechenden Inhaltsstoffen (manche sind da empfindlicher als andere) auch im Land gibt. Hier in Mexiko habe ich keine Probleme, es gibt genau die Sorte, die ich in Deutschland benutze, aber grundsätzlich nehme ich lieber genug davon mit, da ich schon Schwierigkeiten hatte, Flüssigkeit zu finden. Die Linsen kaufe ich auch immer in Deutschland, da sich das noch schwieriger herausstellt. Hier in Mexiko muss man zum Beispiel zum Optiker um Linsen zu bekommen, in Deutschland kann ich sie einfach im Internet bestellen.
    Ansonsten nehme ich auf meinen Reisen immer nur alles in Klein mit für den Anfang (Shampoo etc.). Sonnencreme ist aber vor allem in Touristenhochburgen oft teurer als zu Hause.

  4. Mein iphone gehört mit auf Reise. Für einen Haarschnitt habe ich in Kambodscha 80 Cent bezahlt, saß mit dem Hintern fast auf der Strasse aber war durchaus zufrieden mit dem Ergebnis !

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