Mitbringsel für die Ewigkeit – welche Souvenirs begleiten dich ein Leben lang?

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Nachtmärkte, Kunsthandwerkmärkte, schwimmende Märkte, fliegende Händler, Strandverkäufer – auf der ganzen Welt sind sie anzutreffen. Bummeln, gucken, feilschen, handeln – das alles macht viel Spaß und ruckzuck bist du der neue Besitzer von einer Handvoll Ketten und Ohrringen, einem Kilo Tee, drei neuen Kleidern, einer handgeschnitzten Holzfigur oder sogar einem Teppich! Und dann sind da ja noch deine Freunde und Familie, denen du versprochen hast, auf jeden Fall etwas mitzubringen!

Machen Souvenirs Sinn?

Ich muss gestehen, ich bin gar kein großer Fan mehr von großen Shoppingtouren während ich unterwegs bin. Es macht mir zwar Spaß, über die Märkte zu schlendern und zu handeln (vor allem, wenn ich irgendwann den Dreh raus hab und in etwa weiß, welche Preise realistisch sind), aber sind wir doch mal ehrlich: Die meisten Sachen brauchst du zu Hause sowieso nicht, sie stehen nur rum und fangen Staub. Und je nachdem, wann du sie kaufst, musst du sie auch noch mehrere Tage oder Wochen in deinem Rucksack mit dir rumschleppen. Viele der Souvenirs sind außerdem nicht besonders praktisch zu verstauen und kommen im Zweifel kaputt oder demoliert im Heimatland an. Wenn du mehrere Länder über einen längeren Zeitraum bereist, wird es erst recht schwierig, dir von allen Destinationen etwas mitzubringen.

Für den Fall, dass du nach deiner Rückkehr bereust, dass du eine bestimmte Sache nicht gekauft hast, die du aber nur im Ausland bekommst, kannst du ja mal unter https://www.bringwasmit.de/ schauen. Vielleicht ist ja gerade jemand der registrierten Personen in der Gegend unterwegs, in der sich dein Wunschobjekt befindet.

Das Schöne an Mitbringseln

Auf der anderen Seite steht der Wunsch nach einer Erinnerung an die tolle Reise. Ein Blick auf die Maske aus Bali, und schon siehst du dich wieder durch die Straßen der schönen Insel spazieren. Eine Prise indisches Currypulver und dein Magen fängt an zu knurren. Viele der Souvenirs sind ja auch klein und handlich und passen locker noch in den Rucksack. Manchmal entdeckst du während der Reise auch etwas Schönes, das dich an eine ganz bestimmte Person denken lässt und wo du weißt „Mensch, das ist doch ihr Herzenswunsch, wenn ich ihr das mitbringe, dann hat sich jedes extra Gramm Geschleppe gelohnt“. Denn ist es nicht immer ein schönes Gefühl, jemandem eine Freude zu machen? Es gibt aber auch zahlreiche Mitbringsel, die nicht nur schön anzuschauen sind, sondern die du zurück in der Heimat echt gebrauchen kannst! Ich habe mal auf meine Reisen zurückgeblickt, um herauszufinden, welche meine nachhaltigsten Anschaffungen waren.

Ob das jetzt top-modisch aussieht, darüber lässt sich streiten. Aber zwei Dinge sind sicher: Haremshosen sind super gemütlich und der Sarong ist ein prima Sonnenschutz.

Sarong – der praktische Allrounder

Ganz klar, da musste ich nicht lange nachdenken. Vor rund zehn Jahren war ich in Indonesien und habe mir auf Bali mindestens fünf Sarongs gekauft. Und weißt du was? Genau diese fünf Tücher nutze ich auch heute noch! Eines von ihnen ist immer dabei, wenn ich verreise, ins Freibad gehe oder mich in den Park setze. Die Dinger sind einfach zu praktisch, wiegen kaum was und nehmen keinen Platz weg. Ein Sarong kann sich vom Kleid in eine Decke und von einem Handtuch in einen Sichtschutz verwandeln. Übrigens muss ich die selbst nach so langer Zeit noch mit der Hand waschen, weil sie immer noch Farbe verlieren.

Haremshose – bequemer geht es nicht!

Ich glaube, so heißen diese Elefantenhosen offiziell. Ich besitze zwei, drei davon. Mein Lieblingsexemplar stammt aus Malaysia, aber du findest die Hosen ja inzwischen überall – selbst in Deutschland. Das Kleidungsstück wird dich ganz bestimmt auch noch nach deiner Rückkehr begleiten, denn ob zum Chillen, Yoga machen oder als Pyjama – die Hose kann alles! Und sie ist unschlagbar bequem, vor allem, wenn es richtig heiß ist.

Holzkette, die hält und hält …

Ich trage nicht wirklich viel Schmuck, aber eine Holzkette habe ich immer um den Hals. Und da ich die meistens am Strand für wenig Geld gekauft habe, besitze ich ein ganzes Sammelsurium an Ketten – für den Fall, dass mal eine kaputt geht. Meine aktuelle begleitet mich nun aber schon seit mindestens fünf Jahren. Ich hab sie in China für ungefähr zehn Cent gekauft und hätte nie gedacht, dass sie so lange hält!

Strandverkäufer scheine ich magisch anzuziehen… das erklärt auch meinen großen Bestand an Holzketten.

Biergläser, die das Reisefieber wecken

Ich trinke ganz gern mal ein Bierchen und probiere auch immer die ganzen einheimischen Sorten. Wie bei uns in Deutschland auch, gibt es in den Bars am anderen Ende der Welt Gläser mit dem Schriftzug der lokalen Biersorte drauf. Vom Transport her kann ich die Mitnahme von so einem Glas nicht empfehlen, aber wenn ich dann zu Hause an meinem Küchentisch sitze und einen Schluck Bier aus einem Bintang- oder Chang-Glas nehme, weiß ich wieder, dass es eine gute Idee war.

Schach matt – aber nicht für die Erinnerung!

Auf meiner allerersten Backpackreise 2003 nach Vietnam habe ich mir ein Schachbrett aus Marmor gekauft. Damals konnte ich noch nicht mal Schach spielen und das Ding war sowohl unhandlich als auch ziemlich schwer. Während es über viele Jahre nur in meinem Zimmer stand, freue ich mich heute über diese Anschaffung: Ich kann nämlich inzwischen Schach spielen und erzähle meinen Herausforderern dann immer, woher ich dieses besondere Schachbrett habe. Und schwupps kommen all’ die schönen Erinnerungen meiner ersten Rucksackreise zurück.

Schlafsack für Reiseträume

Ebenfalls aus Vietnam stammt mein Seidenschlafsack, der inzwischen echt viel von der Welt gesehen und sogar die Alpen überquert hat. Das Teil hat damals sicher keine 5 Euro gekostet und erfüllt immer noch seinen Zweck! Gute Investition würde ich sagen!

Traditionelle Kleidung für zu Hause?

Ja, das ist so ne Sache … vor Ort sehen die Saris, Kegelhüte und traditionellen Trachten immer toll aus, aber ganz ehrlich, wann trägst du diese in Deutschland? Ich habe mir damals in Vietnam ein Ao Dai maßschneidern lassen. Die Vietnamesinnen sehen darin so schön aus! Mein Exemplar habe ich auch tatsächlich mal getragen – und zwar auf einer deutsch-japanischen Hochzeit. Da passte der asiatische Stil wunderbar rein. Inzwischen passe ich aber schon längst nicht mehr in das Kleidungsstück. Aber für diesen einen Auftritt hatte sich die Anschaffung gelohnt. Im Gegenteil zu meinem Sari, den ich – abgesehen von der Anprobe – nie wieder angelegt habe. Oder der Kegelhut. Eigentlich ist er bei Sonnenschein ja echt praktisch, aber so richtig passt er dann doch nicht in die Straßen von Düsseldorf.

Immer wieder aufregend: Der Moment, in dem du dich für ein Tattoo entschieden hast.

Tattoo – das bleibt wirklich für immer

Ein Mitbringsel, von dem du definitiv sehr lange etwas hast und das kein Gramm wiegt, ist ein Tattoo. Aber gerade weil es für die Ewigkeit ist, solltest du dir ganz genau überlegen, ob du eins willst. Ein kleiner Gecko auf meinem Fuß erinnert mich seit 11 Jahren an meine Rucksackreisen. Ich habe ihn in Indonesien stechen lassen, aber er steht stellvertretend für alle meine Trips. Ich finde Geckos eh toll und freue mich auch heute noch, wenn ich ihn erblicke. Nach dem Jakobsweg im letzten Jahr habe ich mir ebenfalls ein Tattoo machen lassen, denn die Zeit auf dem Camino war für mich einfach wirklich besonders und das wollte ich gern festhalten.

Meine persönliche Mitbringsel-Philosophie

Auf meinen ersten Reisen hatte ich immer noch einen kleinen Zettel dabei, auf dem stand, für wen ich noch ein Mitbringsel besorgen wollte. Zusammen mit meinen eigenen Erinnerungsstücken flog ich am Ende mit einem doppelt so schweren Rucksack heim. Die Freude über meine Geschenke war groß, aber so nach und nach gewöhnte ich es mir ab, den Daheimgebliebenen etwas mitzubringen. Prinzipiell ist es eine wirklich schöne Sache, nicht, dass du mich falsch verstehst. Aber inzwischen lautet mein Motto ganz klar: Es ist primär meine Reise und es sind auch meine Erinnerungen. Ich fliege nicht ans andere Ende der Welt, um anderen eine Freude zu machen. Wenn ich heute etwas kaufe, dann, weil ich es haben will, weil ich mir irgendeinen Sinn und Zweck davon verspreche oder weil ich eine lebenslange Erinnerung an den besuchten Ort haben möchte.

Und du? Was hast du dir von einer Reise mitgebracht und benutzt es bis heute? Hast du ein Lieblings-Mitbringsel? Und wenn ja, was ist es und wo hast du es gekauft?

 

Ulrike hat rund 15 Jahre Reiseerfahrungen, viele schöne Erinnerungen und immer neue Ideen im Gepäck. Nachdem der Jakobsweg ihrem Leben 2016 eine neue Richtung gewiesen hat, pendelt sie zwischen Deutschland und Spanien hin und her. Seit Anfang 2017 ist sie freiberufliche Redakteurin. Mehr unter www.ulrikekraenz.de.


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4 Kommentare

  1. Sascha

    Ich finde fast alles, das nicht zum verstauben einläd eignet sich stets sehr gut als Mitbringel.

    Ich hatte eine weile darüber nachgedacht verschiedene kleine Giratten oder auch mal einen der Landestypischen Jeepney mitzubringen, allerdings dachte ich dann darüber nach das sie wenn, in einer Vitrine landen und verstauben oder bei den Kindern in irgendeiner Spielzeugkiste landen. Daraufhin habe ich für mich beschlossen das mein to-go Mitbringel der Sarong ist und bleibt. Egal wem man ihn mitbringt, er ist einfach etwas nützliches und zum teil wirklich hübsch. Für Männer nicht unbedingt geeignet, aber so ist es nun einmal.

    Für Männer wären vielleicht noch die eine oder andere antike Münze interessant, von diesen gibt es in Asien eine ganze Menge und solange es nicht eine Steinmünze von der Insel Yap ist, sollten sie nicht einmal im Gewicht auffallen.

    Perlen, Schmuck und Muscheln oder gar Korallen wird man niemals erleben das ich diese Mitbringe. Nicht einmal diese kleinen Glasflaschen mit ein paar Gramm Sand. Im Grunde finde ich gehören natürliche Rohstoffe einfach nicht zu den passenden Mitbringseln. Mal ganz davon abgesehen das man bei Muscheln dann auch mal ganz schnell als Wilderer dastehen kann, wenn man die falsche Muschel erwischt.

    Entsprechend sollte man unbedingt stets darauf achten ob es überhaupt erlaubt ist bestimmte Sachen mitzubringen.

  2. Kerstin

    Ich bringe mir von möglichst jeder Reise einen Kühlschrankmagneten mit. Die kosten nicht viel, sind leicht, nehmen nicht viel Platz weg und zu Hause gucke ich jeden Tag auf meinen Kühlschrank mit all seinen Magneten. 🙂
    Es macht mir Spaß, den Magneten auszusuchen – ich vermeide Fotomagnete und versuche immer, ein typisches Motiv zu finden. Dabei lerne ich manchmal sogar noch etwas über mein Reiseziel (z.B. wenn ich mich für einen Magneten mit einem Stadtwappen entscheide, das ich vorher nicht kannte).
    Manchmal bleibt es aber auch nicht nur bei einem Magneten… So habe ich mir aus London z.B. einen Doppelstöckerbus mitgebracht (der, wenn er nicht am Kühlschrank hängt, sogar wie ein Matchboxauto gefahren werden kann). Als Beatles-Fan mußte es dann aber auch noch ein kleines Straßenschild mit “Abbey Road” sein und als Harry-Potter-Fan auch noch einer mit dem Wappen von Gryffindor. 😉
    Anfangs habe ich mir meist auch noch eine große Tasse (Mug) mitgenommen, die ich auch täglich im Einsatz habe. Tassen nehmen aber etwas mehr Platz weg, so daß ich das jetzt nur noch in Ausnahmefällen mache. Ich liebe es aber, aus meinen Tassen Tee zu trinken und denke dabei meist auch an die jeweilige Reise zurück.

  3. klasse text. ich muss zugeben, dass ich eigentlich zu fail bin längere texte zu lesen. aber bei diesem hatte mich die headline schon gefangen. ich hatte mir ein paar mehr mitbringselideen erhofft, drnn bei mur gibt es immer “nur” hard rock cafe shirts.

  4. Hallo Ulrike,

    ich bin auch derzeit auf Reisen. Als ich mein Auslandssemester in Istanbul gemacht habe, habe ich mir am Ende des Semesters ein Backgammon Spiel gekauft. Das erinnert mich immer an die Zeit in Istanbul 🙂

    Derzeit reisen wir nur Handgepäck da ist natürlich nicht so viel Platz, wenn ich aber mal etwas tolles sehe dann kaufe ich es. Aus Japan habe ich mir beispielsweise eine Postkarte von einem Maler dort gekauft.

    Liebe Grüße Lisa

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