Lebensveränderung durch Reisen oder: Wenn du im Leben nicht weiterkommst – geh auf Reisen!

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Ganz ehrlich, das ist der allerbeste Ratschlag, den ich dir geben kann, wenn du irgendwie nicht mehr ganz happy in deinem Leben bist. Egal warum. Vielleicht, weil sich eine Routine eingeschlichen hat. Oder weil du dich gerade von deinem Freund getrennt hast oder sonst irgendetwas nicht so ist, wie du es gerne hättest.

Natürlich werden die Leute sagen, dass du ja bloß vor deinen Problemen zuhause weglaufen willst, wenn du länger auf Reisen gehst und dafür zum Beispiel auch noch deinen Job kündigst oder deine Wohnung aufgibst. „Du flüchtest doch nur vor deinen Problemen“, heißt es dann. Ist das denn wirklich so?

Jein. Du triffst auf Reisen überall Menschen, die vor ihren Problemen flüchten oder sie einfach nur verdrängen und sich ablenken. Einige davon kehren auch nach Hause zurück und es hat sich tatsächlich nichts verändert.

In 95 Prozent der Fälle ist das aber nicht so. Denn Reisen verändert dich geradezu zwangsläufig und hilft dir tatsächlich dabei, deinem Leben wieder eine neue Richtung zu geben.

Beim Reisen kannst du nämlich im Helikopterblick auf dein Leben schauen – einfach dadurch, dass du geografisch ganz woanders auf diesem Planeten bist. Durch die Distanz und neue Umgebung findest du viel einfacher Lösungen für deine Probleme und bist offener dafür, Dinge anders zu machen. Außerdem triffst du auf super spannende Menschen und Geschichten, die dir dabei helfen können, deine Probleme aus einem anderen Blickwinkel zu sehen, anstelle von Familie und Freunde aus dem bekannten Umfeld immer wieder dasselbe zu hören.

Und ja, vielleicht bist du auch abgelenkt durch neue Eindrücke und Erlebnisse, sodass deine Probleme aus deinem Fokus verschwinden. Und: Where your focus goes, your energy flows. Lenkst du also deine Energie und Gedanken auf etwas Neues, kann es passieren, dass sich deine Probleme buchstäblich in Luft auflösen.

Gelassenheit, Zuversicht und Humor verwandeln große Sorgen in kleine, kleine in winzige und die winzigen lösen sich in Luft auf. (Unbekannt)

Woher weiß ich, dass Reisen dir hilft, wenn du mit deinem Leben nicht ganz im Einklang bist?

Ganz klar: Weil ich es oft genug selbst ausprobiert habe. Reisen öffnet dein Herz, deine verstärkt deine Intuition und deine Kreativität sowie deine Problemlösungsfähigkeit. Manchmal braucht es auch mehrere Reisen. Aber jede einzelne meiner Reisen hat mich Schritt für Schritt zu dem Leben gebracht, das perfekt zu mir passt.

Heute erzähle ich dir, wie mir das Reisen mir in meinem Leben genau geholfen hat und wie es auch dir helfen kann.

Warum mir das Reisen in meinem Leben geholfen hat

Ich war schon immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen, nach irgendetwas, das ich selbst gar nicht so genau benennen konnte. Aber eins war klar: Wenn ich zu lange auf einer Stelle stehen blieb, war mir schnell langweilig und ich fühlte mich direkt schlecht. Zu viele Ideen waren in meinem Kopf, zu viel Kreativität und Bewegungsdrang steckten in mir.

Schon mein allererster normaler Bürojob kam mir deshalb schnell zu langweilig vor. Kurze Zeit war es spannend – bis ich alles im Überblick und gelernt hatte. Danach nahm die Begeisterung aber rapide ab. Ich wollte noch so viele verschiedene Dinge machen und lernen – und fühlte mich zu festgefahren für die ganze Energie, die noch in mir schlummerte. Stell dir vor, wie sich das anfühlt, wenn du dich mit diesen Eigenschaften auf eine Sache festlegen musst! Du fühlst dich sofort eingeschränkt. Furchtbar.

In meinem damals ersten Job war ich als Projektassistentin bei einer internationalen Messegesellschaft angestellt. Ich wusste, dass ich das nicht die nächsten 20 Jahre machen wollte. Aber was es stattdessen sein sollte, wusste ich auch noch nicht. Mein größter Traum war es, um die Welt zu reisen. Deshalb habe ich in meinem ersten Jahr in diesem Job so viel Geld gespart, wie ich nur konnte.

Nach nur einem Jahr habe ich gekündigt!

Immerhin habe ich es ein ganzes Jahr in meiner ersten Festanstellung ausgehalten. Dann aber war es vorbei: Ich kündigte und bin losgezogen – für ganze sechs Monate. Auf meiner Route standen Thailand, Australien, Chile und Argentinien. Diese erste große Reise hat mir gezeigt,

  • wie es sich anfühlt, wenn man plötzlich einfach selbst bestimmen kann, was man jeden Tag machen möchte.
  • wie ich mich fühle, wenn ich richtig glücklich bin – und das trotz Herausforderungen (oder gerade wegen der Herausforderungen …).
  • wie gut es mir tut, ganz viel Neues zu Lernen.
  • wie befreit ich mich fühle, wenn ich wenig besitze.

Mit der Vermutung, dass ich mich in die Welt hinauswagen sollte, hatte ich also Recht gehabt. Das Herz und das Bauchgefühl täuschen dich einfach nicht.

Zurück in Deutschland habe ich ein Studium durchgezogen, für das ich mich eingeschrieben hatte, reiste in den Semesterferien nach Costa Rica und Panama – und stand im Anschluss wieder vor dem gleichen Problem: ein fester Job? Ich? Deshalb suchte ich nach einem Job, der wenigstens noch mehr zu meiner Leidenschaft passte: reisen – und generell unterwegs sein. Schließlich fand ich ihn auch: Eventmanagerin mit Reisetätigkeit. Damit kam ich der Sache ja schon mal ein bisschen näher.

Job mit Reisetätigkeit – perfekt! Dachte ich …

Die ersten Jahre war alles neu: neue Herausforderung, viel gelernt. Aber nach zwei bis zweieinhalb Jahren spürte ich schon wieder diesen Drang nach Veränderung. Aber wie genau die aussehen sollte, konnte ich wieder nicht sagen. Ich steckte also wieder fest und war auch etwas ausgebrannt. Bedeutete für mich: Reisen hat mir schon einmal geholfen – also wird es auch jetzt wieder helfen.

Doch bevor ich losziehen konnte, kam alles anders. Mein Freund bekam einen Job in Berlin angeboten. Ich entschied mich dazu, mit ihm zu gehen. Auch für mich eröffnete sich eine gute Jobmöglichkeit – ich wurde also erst mal Marketing- und Eventmanagerin in Berlin – mein dritter Job – diesmal mit internationaler Reisetätigkeit. Yipieh. So ging es von Mal zu Mal immer ein bisschen mehr in die richtige Richtung.

Das Ende vom Lied? Bestimmt nicht.

Diesmal kam es nach einem Jahr wieder – dasselbe Gefühl. Nach zwei Jahren wurde das Gefühl, dass ich raus muss, wirklich so stark, dass ich mich wie ein Luftballon gefühlt habe, der platzt, wenn ich nichts mache. Soll ich jetzt jedes Jahr den Job wechseln? So langsam war ich von mir selbst gelangweilt, davon das sich das Spiel immer wieder wiederholte.

Reisen befreit Kopf und Herz!

Ich wusste es: Aufs Reisen ist Verlass. Wenn ich weiterkommen will, muss ich mein Leben aus dem Helikopterblick betrachten – und das geht eben nur, wenn ich reise. Es war richtig, richtig schwer für mich, da ich mich eben selbst langsam für bescheuert hielt – aber ich kündigte schließlich zum dritten Mal meinen Job.

Denn: Auf Reisen bist du frei. Niemand interessiert sich für deine Vergangenheit, keiner stellt Erwartungen an dich. Du malst quasi auf einem weißen Blatt Papier. Das ist einfach herrlich und tut der Seele gut.

Und was für spannende und inspirierende Menschen du auf Reisen triffst – egal, ob es andere Reisende oder die Einheimischen sind. Das Leben zeigt dir neue Seiten und du fängst ganz automatisch an, Dinge in Betracht zu ziehen, die du dich vorher nie getraut hättest.

Und dann wurde es plötzlich klarer

Sechs Monate Südostasien später wusste ich, was ich tun wollte. Dieses halbe Jahr hat mir gezeigt, was ich tun möchte. Ich hatte den Geldpuffer, den ich mir für die Reise angespart hatte, fast aufgebraucht, aber es hatte sich gelohnt: Ich beschloss, mich selbständig zu machen. Als Freelancer mit Kundenaufträgen – und zwar von unterwegs aus! Das war auch der Punkt, an dem ich Travelicia gegründet habe.

So lebe ich nach wie vor: Ich bin auf der Welt zuhause, arbeite von unterwegs und bin glücklicher als je zuvor. Für mich hat die Selbständigkeit in Verbindung mit Reisen mein Bedürfnis nach Wachstum gestillt. Aber versteh mich nicht falsch: Das heisst überhaupt nicht, dass ich nicht auch jetzt Herausforderungen habe oder noch weiter wachse.

Mein Bedürfnis nach „Unsicherheit“

Es gibt verschiedene Bedürfnisse, die alle Menschen haben. Dazu schreibe ich mal einen eigenen Artikel. Für mich hat Reisen am Anfang jedenfalls das Bedürfnis von „Unsicherheit“ befriedigt. Da mir mein Leben mit festem Job nach einer Zeit immer eingefahrener und langweiliger vorkam, habe ich immer wieder den Kick des Abenteuers und der Unsicherheit gesucht. Ich wollte Neues sehen und lernen. Trotzdem hatte ich natürlich auch ein Bedürfnis nach Sicherheit, da ich immer große Angst hatte, meinen Job zu kündigen. Die Befriedigung und das Glück haben aber immer nur kurz angehalten – mein Leben war einfach nicht gut genug in Balance.

Erst durch die Selbständigkeit und das dauerhafte Reisen habe ich das Gefühl, richtig persönlich zu wachsen und jeden Tag die für mich richtige Menge an Neuem zu lernen, mich weiterzuentwickeln und durch meine Arbeit einen Sinn zu sehen, der größer ist als ich (indem ich anderen Menschen helfe oder sie inspiriere).

Wachstum und einen Beitrag in der Welt zu leisten, der größer ist als ich, erfüllt mich einfach tiefer und langfristig.

Achtung, das heisst aber nicht, dass diese beiden Sachen nur durch Selbständigkeit oder Reisen möglich sind. Hier ist es ganz wichtig einzusehen, dass nicht jeder Mensch gleich tickt und du den für dich richtigen Weg finden musst. Persönlich zu wachsen bedeutet aber schon, dass du stetig weiter lernen und dich verändern musst. Das ist auch zuhause möglich.

Viel Spaß auf deine Weg und vergiss nicht, den Prozess zu geniessen!

Someday everything will make perfect sense. So, for now, laugh at the confusion, smile through the tears and keep reminding yourself, that everything happens for a reason. (Unbekannt)

Jetzt will ich’s wissen …
Hat eine Reise dein Leben verändert? Erzähl mir davon in den Kommentaren!


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5 Kommentare

  1. Hey Feli,
    lieben dank für diesen Input heute morgen. Mir geht es genauso. Ich denke noch so oft an meine Reisen zurück die ich getan habe und tun werde, dass ich niemals mehr in den alten Rhytmus kommen werde. Ein Muster was für mich kaum vorstellbar ist, ich arbeite seitdem ich 16 bin. Und nun mit 29 ziehe ich die Reissleine und lasse alles los und hinter mir. Ich freue mich so sehr auf diese Zeit! Und es ist wie du sagst zum Teil natürlich auch einen Abstand zu bekommen zu den Problemen Vorort aber man verarbeitet dies woanders ganz anders, wie ich finde. Danke Feli! ♥️

  2. Hallo Feli,
    dein Artikel ist super und spricht mir vollstens aus dem Herzen! Ich habe Freunden und Bekannten immer geraten zu reisen, wenn das Leben in einer Sackgasse steckt, doch viele konnten es nicht glauben, dass dieser kleine “Helikopterrundflug ueber das Leben” vom anderen Ende der Welt aus besser klappt als daheim. Ich persoenlich ziehe meinen Wachstum ebenfalls schon seit jeher aus dem Reisen. 2015 habe ich nach meinem Studium alles aufgegeben und lebe und arbeite seitdem rund um die Welt. Und ich stelle fest: das ist genau das, was ich machen moechte und so sehr ich meine Heimat Berlin auch liebe, mein Freiheits- und Lebensdrang ist einfach groesser. Nach nur 6 Monaten hatte ich mich schon so sehr um 180 Grad veraendert, dass mich einige Leute kaum wiedererkannten. Ich bin zu 100% bei mir selbst angekommen.

    “Ich wusste es: Aufs Reisen ist Verlass. Wenn ich weiterkommen will, muss ich mein Leben aus dem Helikopterblick betrachten – und das geht eben nur, wenn ich reise.” Amen!

    Liebe Gruesse, Jacqui

  3. Hallo Felicia,

    das klingt schon sehr genial. Ich selbst hätte wahrscheinlich viel zu viel Angst, dass irgendwas schieflaufen könnte. Ich brauche Sicherheit, auch wenn ich gerne mal ausbrechen würde. Noch ginge es ja, da ich keinen Nachwuchs habe.

    Aber ich denke, man muss sich einmal überwinden und sich einfach trauen, danach merkt man bestimmt, was es heißt, frei zu sein.

    Viele Grüße
    Michaela

  4. Flo

    Hallöchen 🙂

    Ja, du sprichst mir aus der Seele. Reisen heilt und es gibt doch eigentlich nichts schöneres, als fremde Länder und andere Kulturen kennenzulernen.

    Dein Weg ist natürlich ziemlich ungewöhnlich und darum spreche ich dir den größten Respekt aus. Das kann und mag nicht jeder, aber ich finde es ziemlich cool

    Viele Grüße
    Florian

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