Vorfreude, schönste Freude! Die spannende Zeit vor der Abreise so richtig genießen

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Vorfreude ist die schönste Freude – und ich finde, das stimmt! Ist der Entschluss erst einmal gefasst, der Urlaub eingereicht und der Flug gebucht, heißt es nur noch: Tage runterzählen und freuen, freuen, freuen! Ich habe das Warten bis zum Abflug oft ganz unterschiedlich erlebt und verbracht. Denn je nachdem, wie früh oder wie spät im Vorfeld ich den Flieger gebucht hatte, blieb mir manchmal gar nicht viel Zeit für große Vorbereitungen und Überlegungen.

In den Tagen vor der Abreise stehen ja je nach Destination so einige organisationstechnische Punkte auf dem Programm. Visa besorgen, Wohnung zwischenvermieten, Sachen packen und besorgen etc. – aber natürlich ist es auch die Zeit, in der du aufgeregt durch die Gegend läufst und allen von deiner bevorstehenden Reise erzählst.

„… aber ist das nicht gefährlich?“

Nicht alle werden deine Euphorie und deinen Enthusiasmus teilen, wenn du ihnen erzählst, was du vorhast. Der Grund ist schlichtweg: Sie haben selbst nie ein Land mit dem Rucksack bereist und denken, das es gefährlich, ungesund, anstrengend und was auch immer ist. Die Vorstellung, in Dorms mit fremden Leuten zu schlafen, einheimische sanitäre Anlagen benutzen zu müssen oder nicht zu wissen, was genau auf dem Teller ist, bedeutet für sie Stress und Angst. Ich habe nicht selten Kommentare wie „Ja aber gibt es da nicht gefährliche Spinnen?“, „Ich hab gehört, in der Gegend war ein Erdbeben“ oder „Da wirst du als Frau doch andauernd angemacht“ gehört und fand es oft ziemlich nervig, mich für meine Reise und mein Reiseziel zu rechtfertigen. Geschweige denn, jemandem zu erklären, wie es so ist mit Backpack, Tuk-Tuks oder Mehrbettzimmern zu leben, wo er oder sie sich noch nicht einmal vorstellen konnte, in einer deutschen Jugendherberge zu übernachten. Vielen Menschen macht die Vorstellung, ohne genaue Route und vorgebuchte Hotels zu reisen, einfach Angst. Naja, und einige sind auch einfach neidisch und wollen oder können nicht gönnen. Mit solchen Leuten solltest du gar nicht groß über deine Pläne reden und schon gar nicht solltest du dir einreden lassen, dass du ein, in ihren Augen, uninteressantes Land gewählt hast.

 

Nicht jeder wird dein Reiseziel toll finden. Umgib dich am besten mit Menschen, die deine Wahl verstehen können.

„…gute Wahl, da war ich auch schon!“

Und natürlich gibt es die Anderen. Diejenigen in deinem Bekanntenkreis, die auch schon mit dem Rucksack individuell unterwegs waren – vielleicht sogar in demselben Land! Mit ihnen solltest du dich unterhalten, denn sie haben ganz bestimmt noch ein paar gute Tipps auf Lager, denn sie sprechen aus eigener Erfahrung. Es sei denn, sie fanden die Reise blöd und meckern eigentlich nur über alles – wozu die Vorfreude verderben lassen? Dein Trip wird sowieso ein ganz anderer sein, einfach weil es DEIN Trip ist. Und jeder findet ja bekanntlich ganz unterschiedliche Dinge schön und spannend oder interessant. Aber ich bin mir sicher, die meisten werden ihrer letzten Rucksackreise ganz viel Gutes abgewinnen können und dich in deiner Entscheidung bestätigen.

„…wow! Du machst immer so tolle Sachen!“

Und es gibt die Leute, die deine Idee richtig gut finden und alles über deine Reise wissen wollen, aber aus den unterschiedlichsten Gründen niemals alleine losziehen würden beziehungsweise eine andere Urlaubsform bevorzugen. Sie sind aber trotzdem prima Gesprächspartner, denn sie sind genauso neugierig wie du und haben Spaß daran, dich bei der Reiseplanung zu begleiten – weil sie sich einfach für dich freuen!

Geteilte Freude ist doppelte Freude

Jedenfalls tut es gut, mit Leuten zu sprechen, die ganz ähnlich ticken und denselben Reisestil haben und vielleicht sogar schon mal in dem Land der Wahl waren. Denn sie verstehen dich und werden deine Vorfreude teilen. Es gibt ganz bestimmt ein paar Menschen in deinem Freundeskreis, auf die das zutrifft. Und falls nicht: Wir haben doch das Internet. Sobald ich wusste, wohin es gehen sollte, bin ich oft in entsprechende Facebook-Gruppen eingetreten. Es gibt ja für jeden Fleck auf der Welt eine Community, und viele von ihnen speziell von Individualreisenden für Individualreisende. Da kannst du dich, selbst als stiller Mitleser, schon mal bisschen einlesen, was die anderen so empfehlen oder fragen. Es gibt auch gute Foren, zum Beispiel von den bekannten Reiseführer-Anbietern. Und selbst wenn du am Anfang mit deiner Idee und deinem Rucksack in deinem Heimartort quasi allein dastehst, glaub mir, im Laufe der Zeit werden Gleichgesinnte ganz automatisch in dein Leben treten – denn gleich und gleich gesellt sich einfach gern.

 

Genieß die Vorfreude – sie macht nämlich glücklich!

Vorfreude in Bild und Farbe

Wer keine Lust auf Lesen hat, aber trotzdem ein paar Inspirationen sucht: Immer wieder mal gibt es im Kino, insbesondere in Programmkinos, Reisereportagen und Dokumentationen mit echt tollen Aufnahmen zu sehen. Wenn du so ein Filmchen guckst und weißt, Mensch, da bist du auch bald, macht es natürlich doppelt so viel Spaß. In den Mediatheken der Öffentlich-rechtlichen ist auch genug zu finden. Ab und an und in manchen Städten gibt es auch Vorträge und andere Veranstaltungen rund ums Reisen. Ich bin ja aus NRW, da schaue ich öfter mal ins Programm von Grenzgang (www.grenzgang.de) und ein, zweimal hatte ich schon Glück und es kam zur rechten Zeit am rechten Ort etwas zu meinem bevorstehenden Reiseziel.

Vorfreude bei der Reisevorbereitung

Nicht zuletzt kannst du die Vorfreude auf den Trip bereits bei der aktiven Vorbereitung für die Reise genießen. Setzt dich in die Buchhandlung und blättere in den Reiseführern. Damit meine ich nicht, dass du dir schon eine konkrete Route überlegst, aber so oldschool gedruckte Reiseführer auch fast klingen mögen, sie halten doch eine Menge Tipps bereit. Manchmal stößt du bei der Recherche auf einen Spot in deinem Reiseland, der vielleicht etwas schwieriger zu erreichen ist, oder auf eine Aktivität, bei der du dich vorher um eine Anmeldung oder Reservierung kümmern musst. Wäre schade, wenn du das dann erst vor Ort bemerkst und am Ende die Zeit gar nicht reicht für diesen einen besonderen Abstecher. Falls dir noch Equipment fehlt: In Outdoor- und Reiseausrüstungsläden herrscht meist auch schon eine ganz spezielle Stimmung und inmitten der Rucksäcke, Regenjacken und Wanderschuhe fühle ich mich persönlich immer wie in einer anderen Welt. Außerdem ist es schön, mit der bevorstehenden Reise auch die Lizenz für eine Neuanschaffung zu haben.

 

Inmitten von Reiseführern: In der Buchhandlung bist du in bester Gesellschaft.

Sich freuen macht glücklich

Vielleicht noch ein Praxisbeispiel aus meinem Leben: 2014 bin ich nach Indien gereist. Ich hatte meine Flüge genau in der Zeit gebucht, als in den deutschen Zeitungen unglaublich viele Negativmeldungen über allein reisende Frauen in Indien zu lesen waren. Die Kommentare zu meinem Reiseziel reichten bis hin zu „Das ist verantwortungslos!“ Da ich zu dem Zeitpunkt selbst gar nicht so richtig von meinem Reisevorhaben überzeugt war, haben mich solche Vorwürfe echt ziemlich aus dem Konzept gebracht und am Ende habe ich gar nicht mehr groß erzählt, dass ich nach Indien fliegen werde. Stattdessen habe ich mich mit einer Freundin getroffen, die schon mehrfach allein in Indien gewesen war, es immer toll fand und mir wirklich Mut machte. Ich hatte übrigens fantastische vier Wochen im Süden des Subkontinents!

Wie auch immer du die Zeit vor deiner Abreise verbringst, Vorfreude macht glücklich und deshalb solltest du sie dir nicht nehmen lassen. Die Gedanken an deinen Trip, das Abenteuer und die Freiheit schütten Glückshormone aus. Also: Freu dich so viel und so oft wie möglich auf deine Reise!

 

Ulrike hat rund 15 Jahre Reiseerfahrungen, viele schöne Erinnerungen und immer neue Ideen im Gepäck. Nachdem der Jakobsweg ihrem Leben 2016 eine neue Richtung gewiesen hat, pendelt sie zwischen Deutschland und Spanien hin und her. Seit Anfang 2017 ist sie freiberufliche Redakteurin. Mehr unter www.ulrikekraenz.de.


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2 Kommentare

  1. Schöner Artikel! Leider sind viele Menschen im Bekanntenkreis Nicht-Urlauber oder Resort-Touris, die einer Rucksackreise nichts ab können. Deshalb ist es auf jeden Fall besser, bereichender, erfüllender, sich mit den Abenteurern auszutauschen und sich den ein oder anderen wertvollen Tipp abzuholen.

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