Die Top 5 Fehler von Backpacking-Einsteigern

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Als ich meinen ersten Backpack gepackt habe, wollte ich an alles denken und auf alles vorbereitet sein. Ich habe mir sogar superteure Wanderschuhe gekauft und von Land zu Land mit mir herumgeschleppt. Am Ende habe ich sie aber nie gebraucht. Wenn du kein Bergsteiger bist oder nicht vorhast, tagelange Wandertouren zu machen, brauchst du auch keine Wanderschuhe. Da tun es auch ein paar feste Sneakers. Habe ich dann auch gemerkt und die Dinger wieder verkauft!

Steht dein erster Backpacking-Trip vor der Tür und du möchtest nichts vergessen, nicht zu viel mitnehmen und bloß keine Fehler machen? Dann kann ich dir sagen: Das kannst du vergessen. Fehler machen wir alle – einige sogar dann noch, wenn du vorher ganz viele Artikel wie diesen hier liest. Und Fehler machen ist auch nicht das Schlechteste. Denn hey, daraus lernen wir. So wie ich gelernt habe, dass ich keine Wanderschuhe brauche.

Damit du nicht ALLE Fehler noch mal persönlich mitnehmen musst, habe ich hier ein paar typische Backpacking-Fehler für dich, die du vermeiden kannst.

Die Top 5 Backpacking-Fehler

Fehler 1: Viel zu viel Kohle für Outdoor-Equipment ausgeben

Klar, es macht schon eine Menge Spaß, in einem Outdoorladen herumzustöbern. Eine Stirnlampe ist auch ganz praktisch, ein leichter Schlafsack, wenn du vorhast zu campen, sicher auch. Aber brauchst du den High-Tech-Gaskocher? Eher nicht. Einen ultra-teuren Wetsuit und komplettes Kite-Equipment? Kannst du dir vor Ort auch leihen.

Denk dran: Das Geld, was du jetzt ausgibst, könnte deine Reise auch um ein paar Wochen (oder Monate?) verlängern. Und viel wichtiger: Alles, was du mitnimmst, musst du später auch tragen!

So geht es besser:
Überleg dir für alles, was du brauchst: Habe ich das schon? Hat jemand aus der Familie bzw. dem Freundeskreis sowas vielleicht über? Gibt es das „Second Hand“ zu kaufen? So kannst du viel Geld sparen.

Fehler 2: Viel zu viel Gepäck mitnehmen

Gerade zu Beginn, wenn du noch nicht so viel Backpacking-Erfahrung hast, nimmst du zu viel mit. Das passiert wirklich jedem. Da landen dann schnell mal zwanzig T-Shirts eingerollt im Backpack, die drei Lieblingspullis auch – und die Regenjacke sollte vielleicht mit, nur zur Sicherheit.
Ich sage dir jetzt schon: Dreiviertel der Sachen wirst du am Ende nicht brauchen. Du wirst dich vielmehr ärgern, dass du sie mit dir herumtragen musst. Und am Ende eines langen Reisetages wirst du jedes Gramm auf deinen Schultern spüren.

So geht es besser:
Frag dich ganz genau: Brauche ich das wirklich? So vermeidest du, dass Unnötiges in deinem Rucksack landet. Eine Regenjacke brauchst du in warmen Ländern z. B. nicht. Und wenn es doch mal regnet, hol dir einfach vor Ort einen Regenponcho oder stell dich solange unter.

Nimm auch nur für ein paar Tage Kleidung mit. Es gibt überall Waschmöglichkeiten oder Wäschereien, wo du lieber öfter mal waschen kannst, statt einen Berg Kleidung mit dir herumzutragen. Statt Büchern, switche um auf E-Book-Reader. So sparst du auch eine Menge Gewicht.

Dazu auch ein Trick: Besorg dir gar nicht erst einen riesigen Backpack. Je größer der Backpack, desto mehr nimmst du mit. Das ist einfach so. Am Ende ist der Rucksack immer voll. Hier findest du übrigens ein paar Tipps in Sachen Backpack: Backpacker-Rucksack: So findest du den richtigen Rucksack! Und hier gibt es noch ein paar Pack-Tipps: Rucksack Packen: 44 nützliche Tipps.

Fehler 3: Zu viel durchplanen und zu schnell reisen

So eine Bucketliste kann ganz schnell ganz schön voll werden. Es gibt tausend Dinge, die man an jedem Ort machen, sehen und ausprobieren kann. Mach dir aber bewusst: Wenn du dir zu viel vornimmst und zu viel planst, nimmst du dir die Möglichkeit, Sachen zu entdecken, Zufälliges zu erleben oder das, was du tust, richtig zu genießen. Dann sitzt du am Ende wieder in deiner Heimatstadt und fragst dich, wie das jetzt alles so schnell vorbeigehen konnte.

So geht es besser:
Nomadische Indianer haben eine Weisheit formuliert: „Wenn du an einen neuen Ort gelangst, warte. Es braucht Zeit, bis die Seele nachkommt.“ Gönne dir also bewusst Ruhepausen, verzichte auch mal auf Idee A, um Idee B mehr genießen zu können. Nimm dir nicht selbst den Raum, spontan sein zu können. Sonst verpasst du womöglich viele Abenteuer.

Also: Eine grobe Planung ist super, z. B. die Unterkünfte für die ersten Nächste oder Flüge, die du auf jeden Fall brauchst. Plane Dinge, die du auf jeden Fall auf deiner Bucketlist abhaken möchtest, weil dein Reiseherz das unbedingt machen will. Ansonsten lass dich zwischendurch auch mal treiben und erlebe Unerwartetes.

Fehler 4: Budget falsch planen

Wenn deine Reisekasse nicht groß ist (wie bei den meisten Backpackern) kannst du dich schon mal verkalkulieren. Zu Beginn der Reise ist noch eine Menge Geld da, du wirst „leichtsinnig“, leistest dir ein paar teure Essen, Zimmer oder Events – und schon ist schneller mehr weg, als gedacht. Am Ende musst du deine Reise dann früher abbrechen, weil du dein Budget nicht im Blick hattest und die Kohle fehlt.

Andersherum geht natürlich auch: Deine Reise ist zuende und du hast noch einiges übrig. Jetzt ärgerst du dich, weil du dich nicht „getraut“ hast, dir z. B. einen Fallschirmsprung zu leisten, dabei hätte dein Budget dafür locker ausgereicht.

So geht es besser:
Was du brauchst, ist das richtige Money-Mindset. Dazu findest du eine ganze Menge in meinem E-Book „Besser sparen, mehr reisen: Wie du dir mit dem richtigen Money-Mindset deine Reiseträume erfüllst“.

Konkret brauchst du ein Reisebudget, aus dem du dir ein Tagesbudget ableitest. Dieses darfst du nicht überschreiten. Wenn du ein Tagesbudget nicht aufbrauchst, hast du an einem anderen Tag mehr. Das kannst du dann beispielsweise mal in Aktivitäten investieren. Durch die Tagesbudgets weißt du immer genau, wie viel Geld du auf jeden Fall noch bis zum Ende der Reise brauchst. Alles, was an Extra da ist, kannst du dann auch für Extra-Aktivitäten einsetzen – nur die Tagesbudgets sollten gesichert sein.

Ein Trick ist auch, sich nicht zu viel Bargeld auf einmal zu holen. Sondern immer nur kleine Summen. Einmal fehlt dir dann nicht viel, wenn es dir mal geklaut wird oder du dein Portemonnaie verlierst, andererseits kannst du auch nicht viel ausgeben, wenn du nicht viel in der Tasche hast. Da es mittlerweile fast überall Geldautomaten gibt, kannst du deinen Geldbeutel immer wieder auffüllen. Alles, was du brauchst ist eine Kreditkarte – oder besser gleich zwei, jeweils von verschiedenen Anbietern. Es kann immer mal eine kaputtgehen oder nicht angenommen werden.

Es gibt übrigens coole Apps, mit denen du deine Ausgaben dokumentieren und so im Auge behalten kannst – eine davon ist z. B. Trail Wallet.

Fehler 5: Auf eine Auslandskrankenversicherung verzichten

Du bist jung, sportlich und wirst eh nie krank – eine Auslandskrankenversicherung brauchst du also nicht? Du willst lieber die paar Euro sparen und für die Reise ausgeben? Dann sparst du definitiv am falschen Ende.

Denn wenn etwas passiert – was natürlich nicht zu hoffen ist – und du dir zum Beispiel den Arm brichst, bleibst du auf allen Kosten sitzen. Das kann richtig, richtig teuer werden. Statt der paar Euro für die Versicherung sitzt du dann auf tausenden von Euro Schulden. Ganz klar: Das Risiko musst und solltest du nicht eingehen.

So geht es besser:
Eine Reisekrankenversicherung kostet nicht viel und ist sein Geld wert. Es ist auch supereinfach, eine Reisekrankenversicherung abzuschließen.
Sprich am besten mal mit deiner Krankenkasse und lies meinen Artikel zu diesem Thema: Auslandskrankenversicherung: Welche Versicherung ist die beste?

Ich sag dir: Egal, wie viel du planst und dir vorher überlegst, du wirst trotzdem noch einen Haufen Fehler machen. Aber du wirst sehen, dass dies oft auch Erlebnisse sind, über die du später lachen und die du erzählen wirst. Wenn wir nie Fehler machen würden, würden wir vieles verpassen und vieles nicht wissen. Natürlich gibt es Fehler, die wirklich zu vermeiden sind – einen Skorpion streicheln zum Beispiel. Das kann böse enden. Aber es gibt auch tolle Fehler, wie z. B. in die falsche Richtung laufen und dadurch einen wunderschönen Ort zu finden oder wunderbare Menschen kennenzulernen.

Was ist mit dir?
Hast du schon Backpacking-Fehler gemacht, von denen du erzählen möchtest? Ich freu mich drauf – in den Kommentaren!

Du suchst nach den besten Backpacking Ländern? Lese meinen Artikel unter:
Backpacking Länder & Tipps


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2 Kommentare

  1. Sascha

    Ein 40L Rucksack sollte beim Backpacker Urlaub das obere Maximum sein, wenn es nicht gerade eine besonders aufwendige Tour ist bei welcher man auch hin und wieder eine Nacht im Freien verbringen wird.
    Dabei finde ich das beim Packen sehr gut hilft wenn man all das, was man mitnehmen will sauber vor sich auf dem Boden ausbreitet, so kann man schnell erkennen ob etwas überflüssig ist. Auf einer Liste sieht alles eben viel steriler aus als wenn es auf dem Boden verteilt ist.

    Kauft den Rucksack NICHT im Internet. Es mag so einfach sein dies heute zu machen, kurz Amazon auf und schon kann man sich einen Rucksack der Marke X kaufen, es ist dann ein toller Qualitätsrucksack, aber wenn man ihn dann voll gepackt hat und ihn die ersten drei Kilometer getragen hat merkt man wie unglaublich falsch er sitzt.
    Jeder Rücken ist anders und entsprechend ist nicht jeder Rucksack für jeden geeignet.

    Die Reisekrankenversicherung ist etwas die ich immer wieder verdeutlichen will. Es gibt einfach nichts schlimmeres als sich während einer Wanderung über die Berge oder durch den tiefsten Dschungel den Knöchel zu verdrehen und dann einen Transport aus diesem Gebiet braucht. Dann kann einem nicht nur den Urlaub versauen, sondern mit etwas Pech stürzt es einen in gewaltige kosten die NICHT von der normalen Krankenversicherung übernommen werden! Das beste an einer Auslandsversicherung ist, das sie auch dann greifen, wenn man auf außergewöhnliche Sportliche Aktivitäten steht, diese sind fast alle ebenfalls abgedeckt!
    Es gibt also wirklich keinen Grund das Risiko einzugehen sich während dem Urlaubs komplett und total zu verschulden, weil man ein paar Euro sparen wollte!

  2. Sehr guter Artikel, passt wie die Faust auf’s Auge. Mein größter Fehler hat tatsächlich auch etwas mit dem Equipment zu tun. Ich hatte leider einen teuren Wanderrucksack, der zwar ordentlich den Geldbeutel belastet hat, dennoch komplett für mich ungeeignet war. Das Ende vom Lied waren üble Rücken- und Hüftschmerzen. Ich kann also nur empfehlen einen ordentlichen Rucksack zu kaufen und vor allem zu lernen wie man diesen einstellt.

    Beste Grüße
    Marcel von Outdoor-Passion

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