Parque Tayrona: Sind DAS die geilsten Strände von Kolumbien?

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Sollen wir morgen nicht endlich mal in den Parque Tayrona? So langsam hab ich echt Bock!

Seit drei Wochen sind wir schon im Fischerdorf Taganga an der Karibikküste von Kolumbien versackt das an einer kleinen Bucht umgeben von sanften hellbraunen Hügeln der Sierra Nevada liegt. Auf den Hügeln wächst Gestrüpp und ein paar große Kakteen. Da wir von unterwegs auch Arbeiten sind wir im Schneckentempo unterwegs.

Taganga liegt in unmittelbarer Nähe von Kolumbiens schönstem Nationalpark dem „Parque Tayrona“. Wie es da wohl aussieht? Alle paar Tage überkommt mich die Lust herauszufinden wie es hinter den Hügeln die uns umgeben denn so ist.

Sei ehrlich: Wie oft erwischst du dich beim Reisen dabei dich schon für das nächste Ziel zu begeistern anstelle das Hier und Jetzt zu geniessen? Es könnte ja irgendwo noch schöner sein! Der Drang weiterzuziehen und mehr zu sehen gehört halt dazu.

Traumstrände aus dem Bilderbuch habe ich in Kolumbien bisher eher vergeblich gesucht. Da schaut man sich wohl besser an der Küste von Brasilien um.

Ob das im Parque Tayrona anders ist? Immerhin sollen dort die schönsten Strände des ganzen Landes sein die auch mit zu den schönsten in ganz Südamerika zählen. Geht doch!

Was mich aber noch zurückhält ist die Angst mir die Traumstrände mit einer Horde wildgewordener anderer Touristen und Einheimischen zu teilen. Gerade ist nämlich ausgerechnet die Urlaubszeit der Kolumbianer…

Karibik trifft auf Dschungel: Runde Steine und Kokosnüsse

„Dieser Park gehört den Kolumbianern. All denen, die schon verstorben sind, all denen die jetzt leben und den vielen, die noch geboren werden.“

Dieses Schild siehst du als aller erstes am Eingang des „Parque Tayrona“ in Kolumbien. Das Land und damit der Naturschutzpark gehört allen Einheimischen. Die sind zurecht verdammt stolz darauf.

Die kolumbianische Fahne weht mitten im Dschungel

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Wenn du dir palmengesäumte Strände an der Karibikküste von Kolumbien vorstellst sind die Strände im „Tyrona“ das Sehnsuchtsbild schlechthin. Es ist tatsächlich so, dass die tropischen Strände dort einen besonderen Charme haben.

Es ist aber nicht so, dass strahlend weißer Sand deine Augen blendet und das Meer unnatürlich türkis schillert.

Der Tayrona punktet eher mit Natürlichkeit: Das Wasser, die Wellen, die riesigen runden Steine und der Dschungel. Hier scheint alles irgendwie im Einklang und miteinander verschmolzen zu sein.

Eine malerische Bucht im Parque Tayrona

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Wenn nicht für schöne Karibikstrände wofür steht Kolumbien denn dann eigentlich? Für Gebirge, vielfältige Landschaften, Outdoor Abenteuer und Kaffeeplantagen. Das Land hat auch eine Pazifikküste die noch unerschlossen und wild ist.

Der Tayrona Nationalpark liegt an der Karibikküste im Norden von Kolumbien. Die Küste ist aber eher rau und wellig und keine warme Badewanne. Das macht sie aber zum Eldorado für Surfer und Kitesurfer.

Cabo San Juan de Guía – Eher braun statt weiß aber wunderschön

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Was ist das Geheimnis des Parque Nacional de Tayrona?

Es gibt keine Freizeitangebote für Touristen oder gar Hotelbauten. Der Park ist bis auf wenige Zeltplätze und hölzerne Board-Walks völlig naturbelassen. Im Park liegt kein einzelner Schnipsel Müll herum. Der tropische Dschungel der hier auf die Karibik trifft ist vom Massentourismus verschont geblieben.

Große Teile des Parks sind sogar gar nicht für Touristen zugänglich. Ein Hoch auf die Kolumbianer dass sie dieses Paradies auf Erden schätzen und bewahren.

Klar, dass das auch der Tierwelt zugute kommt. Im Park leben schwarz-braun gemusterte Äffchen, Vögel und Eichhörnchen und viele andere tropische Tiere wie Echsen oder auch Schlangen, die einem insbesondere Nachts über den Weg laufen können.

Wer hat die Kokosnuss geklaut?

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Riesen runde Steine wie man sie sonst eher auf den Seychellen in Afrika vermuten würde

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Saftiger, grüner & dichter Dschungel: Es gibt Trockenwald und Nebelwald im Tayrona

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Wenn du leise bist siehst du vielleicht ein paar Tiere im Park

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Hier siehst du den Parque Tayrona auf Video

Eine vergleichbaren Fleck Erde hab ich bisher nur im Norden von Queensland in Australien gesehen. Blue meets Green: Am Cape Tribulation trifft das Meer und das Great Barrier Reef auf den australischen Regenwald.

Paradies zum Wandern: Trails im Tyrona Nationalpark

Der Haupteingang, den die meisten Besucher nutzen heißt „El Zaíno“. Dort musst du eine kurze Fernsehdokumentation auf Spanisch anschauen und 42.000 KOL $ Eintritt am Kassenhaus zahlen bevor du ein buntes Bändchen um den Arm bekommst und deine Reisepass-Nummer notiert wird.

An Feier- und Urlaubstagen der Kolumbianer sowie am Wochenende und in der Hauptsaison können sich schonmal lange Schlangen am Eingang bilden.

Besuch den Park daher möglichst ausserhalb dieser Zeiten oder sei wenigstens als Erster da!

Die kleinen Trails im Tayrona sind abwechslungsreich und schön

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Vom Haupteingang musst du aber noch über eine 6 km lange Asphaltstrasse weiter nach „Canaveral“ wo es erst richtig losgeht. Bevor du 45 Minuten über die Strasse läufst nimm für 3.000 KOL $ lieber den angebotenen Minivan.

Danach geht es nur noch zu Fuß durch den Regenwald weiter. Auf dem schattigen Weg gibt es rechts und links gigantische Bäume mit riesigen Wurzeln, coole Lianen und Farne die auf mega Felsblöcken wachsen.

Nach 45 Minuten in denen du überwiegend über Holzstege und Treppen läufst  hörst du schon das Meer und siehst es zum ersten Mal durch die Bäume glitzern.

Danach erreichst du „Arrecifes“ wo es einen Campingplatz und zum ersten Mal etwas Restaurants und Kioske mit Essen und Trinken gibt. Hier gabel ich eine Kokosnuss auf die mich den Rest des Tages begleitet.

Ein einfacher Board-Walk durch den Dschungel

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Durstig? Lass dir einen leckeren Fruitshake mixen

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Oder trink einen leckeren kolumbianischen Kaffee

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An der Küste geht es an weiteren schönen Buchten entlang. An einigen weht die rote Fahne und es gibt gefährliche Strömungen, an anderen darfst du schwimmen.

Es dauert ca. 2 1/2 Stunden bis du „Cabo San Juan de la Guía“ erreichst. Dort sind die beiden bekanntesten Buchten zu finden. Danach geht es an der Küste auch nicht mehr weiter.

Die Wege sind gut ausgeschildert und die Wegpfeiler enthalten oft eine Angabe darüber wie viel Prozent du schon geschafft hast. Wie motivierend!

Wegpfeiler im Parque Tayrona

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Am berühmten „El Cabo“ Beach angekommen gibt es zwei tolle Buchten mit einem Aussichtspunkt auf einem Hügel auf dem du in Hängematten im Schatten chillen und die coole Aussicht genießen kannst.

Angenehm ist dass es am Strand schattige Plätze unter den Palmen gibt. Die Wassertemperatur ist extrem erfrischend. Bei hohen Wellen passen Lifeguards auf dich auf.

Eine der beiden Buchten bei „Cabo San Juan“ vom Aussichtspunkt

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Gestrandete und umgefallene gelbe Qualle

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Von „Cabo San Juan de Guía“  kommst du zwar an der Küste nicht weiter, du kannst aber noch einen Pfad weiter rauf ins Landesinnere durch den Regenwald nach „Pueblito“ nehmen (1 1/2 Stunden).

Dort in der Nähe leben noch ein paar wenige Tayrona Indianer nach denen der Park benannt ist und es gibt kleine Ausgrabungen.

Auch nach Pueblito kannst du noch weiter wandern bis zu einem zweiten Aus-/Eingang des Parks in „Calabazo“. Das dauert aber locker insgesamt 5 Stunden. Daher sollte vor 13:00 Uhr sein bevor du überhaupt von „El Cabo“ aus losziehst.

Was sonst passieren kann und wie du unfreiwillig im Tayrona Park übernachtest hat Peter bereits für getestet: Parque Tayrona: Shit happens!

Die beiden Eingänge „El Zaíno“ und „Calabazo“

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Sei schon gegen 7:00 oder 7:30 am Parkeingang wenn du einen Tagesausflug in den Tayrona machst

1. Es ist dann noch nicht so heiß bevor du die ersten Strände erreichst
2. Du vermeidest langes Warten am Eingang.
3. Der Park schließt schon um 16:30.

Santa Marta & Taganga: Bester Ausgangspunkt für den PNN Tyrona

Ein guter Ausgangspunkt für einen Besuch im Nationalpark ist die Stadt Santa Marta. Santa Marta hat einen Flughafen der auch von Viva Colombia angeflogen wird. Die Airline bietet sehr günstige Preise an, so dass es sich oft lohnt weite Strecken zu fliegen statt den Bus zu nehmen.

Am Gepäckband vom Flughafen von Santa Marta wird es nicht langweilig

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Von Santa Marta aus fährt jede halbe Stunde ein Bus (5.000 KOL $) zum Parque Tayrona der ca. 1 Stunde braucht. Ein Taxi zu nehmen ist zwar teurer (60.000 – 80.000 KOL $) man kommt aber vor den anderen Besuchern im Park an.

Wer du es lieber ruhiger magst empfehle ich dir in „Taganga“ zu übernachten. Das ist ein kleines Fischerdorf in einer Bucht ca. 10-15 Minuten mit dem Taxi von Santa Marta entfernt.

Das Casa D’mer ist eine süße kleine Unterkunft ganz am Ende der Bucht wo nicht ganz so viel Trubel herrscht wie sonst im Ort.

Geheimtipp: Casa Moringa. Die Unterkunft hat aber nur 2 Dorms und 1 DZ. Die wohl geilste Unterkunft für Backpacker aller Zeiten.

Auf der Karte siehst du wo Santa Marta, der Airport, Taganga und der Parque Tayrona liegt

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Der „Mirador de Taganga“ von dem aus du die kleine Bucht und die Hügel sehen kannst

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Von Taganga aus kommst du auch wie von Santa Marta mit dem Bus oder Taxi in den „Tayrona Park“ oder du nimmst ein Boot was dich in 1 Stunde direkt zum „Cabo San Juan Beach“(45.000 KOL $) fährt. Der Wellengang ist allerdings nicht ohne. Die Hinfahrt ist rauer als die Rückfahrt.

Du kannst also auch überlegen das Boot nur One-Way zu nehmen.

Ankunft des Bootes von Taganga im Tayrona – Es kann nass werden

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Tayrona Park: Übernachtungsmöglichkeiten

Im Park kannst du in „Arrecifes“ oder „Cabo San Juan de la Guía“ auf Campingplätzen übernachten. In Cabo hast du direkt den Stand vor der Nase.

In Arrecifes ist es wegen der starken Strömungen verboten zu schwimmen es sind aber weniger Touristen dort. 30 Minuten zu Fuß entfernt kommt man aber zu den nächsten Stränden „La Piscina“ und „El Cabo“ bei Cabo San Juan de la Guía.

Auf den Campingplätzen kannst du entweder in Zelten (wenn du länger bleibst kannst du kannst auch dein eigenes mitnehmen) oder in Hängematten schlafen. In Hütten zu übernachten ist verhältnismäßig teuer.

So sieht ein einfacher Zeltplatz im Parque Tayrona aus

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Möchtest du dir mal einen Once-in-a-Lifetime Luxus gönnen oder hast zuviel Geld übrig (200 € / Nacht) kannst du in den „Ecohabs“ im Parque Tayrona übernachten.

Die Ecohabs sind chillige Bungalows die unbedingt vorab reserviert werden müssen.

Nach Einbruch der Dunkelheit solltest du dich auf dem Campingplatz aufhalten und auf Tiere wie Mücken oder Schlangen aufpassen. Eine Taschenlampe ist nützlich..

Es gibt ein paar Restaurants, kleine Kioske und Stände mit Fruchtsäften im Park.

Generell ist die Verpflegung aber eher teuer. Am besten ist also du bringst selbst genug mit. Denk auch an genügend Wasser.

Sinnvoll ist es den Großteil deines Gepäcks in einem Hostel unterzustellen wenn du im Park übernachtest. So kannst du mit wenig Gepäck und viel Proviant losziehen. Alkohol darfst du nicht in den Park bringen.

Im Park kommst du nur zu Fuß vorwärts oder mit Pferden. Die nehmen dich und auch dein Gepäck mit wenn nötig.

Die Pferde werden mit Proviant bepackt