Santiago de Chile: 24 Stunden in der wunderschönen Hauptstadt Chiles

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Huhu, Barbara hier!

„Und schon habe ich keine Lust mehr auf dieses Land“

Ich gebe zu, manchmal urteile ich vorschnell. Vor allem Chile habe ich damit sehr Unrecht getan.

Ich war genervt, weil die Grenzkontrolle ewig gedauert hatte. Durch die natürliche Begrenzung durch den Ozean auf der einen und die Anden auf der anderen Seite, hat Chile eine isolierte Lage.

Das heißt im Klartext: Es gibt Einfuhrbeschränkungen für frische und bestimmte zubereitete Lebensmittel, Milchprodukte, Obst und Gemüse, Fleisch und Fleischwaren sowie für Pflanzen, Pflanzenteile und Saatgut.

Damit soll die einzigartige Natur geschützt und sichergestellt werden, dass keine neuen Tier- und Pflanzenkrankheiten eingeschleppt werden.

Aus diesem Grund wird jeder Passagier, der wie ich damals auf dem Landweg einreist (ich war vorher in Patagonien in Argentinien), jedes Gepäckstück und jede Handtasche schärfer kontrolliert als am Flughafen.

Überall laufen Spürhunde herum und ich kam mir vor wie eine Terroristin.

Wer hätte gedacht, dass ich meine Meinung über dieses Land so verändern würde?!

Santiago de Chile ist für mich nach Rio de Janeiro die schönste Großstadt in Südamerika. Abgesehen davon, dass sie im Stadtzentrum durch die vielen neoklassizistischen Bauwerke pompös und gleichzeitig elegant erscheint, ist die Stadt voll mit Graffitis und Zeichnungen, die sie in bunten Farben erstrahlen lassen.

Bunte Bar in Santiago de Chile

Dieses Spiel zwischen historisch und modern ergibt eine einzigartige Atmosphäre, die du hier an jeder Ecke spüren kannst.

Santiago ist bunt. Santiago ist lebendig. Santiago ist modern.

Was du an einem Tag in der Hauptstadt von Chile alles sehen solltest? Ich sag’s dir!

Wenn du nur 24 Stunden zur Verfügung hast, um diese Stadt ein wenig kennenzulernen, solltest du auf jeden Fall…

… den Mercado Central besuchen und dort den köstlichen Fisch probieren!

Fast wäre ich daran vorbeigelaufen! Der Eingang zur Markthalle, die 1872 errichtet wurde, liegt nämlich etwas versteckt. Dort herrscht reges Treiben, denn die Halle enthält nicht nur den Markt selbst, wo du vor allem frischen Fisch und Meeresfrüchte bekommst, sondern auch Restaurants. Das größte – und dem Eindruck nach auch das bekannteste in ganz Santiago – heißt Donde Augusto.

Allein schon die Atmosphäre ist einen Abstecher wert. Während du dir das leckere und günstige Essen schmecken lässt, laufen Straßensänger herum, die ihre ansteckenden, lateinamerikanischen Rhythmen zum Besten geben. Die Stimmung ist dadurch ausgelassen und fröhlich.

Die Stände mit dem Obst und Gemüse, den Souvenirs, dem Fisch und den Meeresfrüchten werden hier schnell zur Nebensache. Obwohl man auch dort viel Zeit zwischen den schönen Mitbringseln für Familie und Freunde verbummeln kann.

Mercado Central

… auf den Berg Cerro San Cristóbal!

Mitten in Santiago de Chile gibt es mehrere Berge. Einer davon ist der Cerro San Cristóbal. Er ist 280 Meter hoch und, vor allem wenn gutes Wetter ist, ein absolutes Muss!

Mit einem sogenannten funicular, einer Standseilbahn, geht es auf den Stadtberg. Dann hat man von der Aussichtspromenade nämlich nicht nur eine fantastische Sicht auf die ganze Stadt, sondern sieht auch die Gipfel der Anden in der Ferne, wie sie majestätisch über alles zu wachen scheinen.

Freiluftkirche und Santiago vom Cerro San Cristóbal

Neben dem Panorama hat man auch hier die Möglichkeit, Souvenirs zu besorgen, eine Freiluftkirche zu besichtigen oder das Heiligtum in der acht Meter hohen Basis der Statue der Heiligen Jungfrau Maria von Nahem zu sehen.

Bei freier Sicht kann man die 14 Meter hohe Statue von vielen Punkten der Stadt sehen. Sie ist außerdem eines der Wahrzeichen von Santiago de Chile.

Jungfrau Maria Cerro San Cristóbal

… durch das Szeneviertel Bella Vista schlendern!

Das Stadtviertel Bella Vista liegt direkt am Fuße des Cerro San Cristóbal. Deswegen lässt es sich wunderbar mit einem Besuch auf dem Berg verbinden. Wenn du nicht nur auf Natur stehst, sondern auch ein bisschen kulturellen Input haben möchtest, solltest du unbedingt das Haus von Pablo Nerudo, Chiles bekanntestem Dichter, anschauen.

Ansonsten findest du hier vor allem viele hochklassige Restaurants, Bars und Abendveranstaltungen. Ansonsten ist es einfach schön hier durch die Straßen zu schlendern, weil viele Häuser mit Mosaiken geschmückt sind, sodass die Stadt bunt und leuchtend erscheint.

Bellavista

… das historische Zentrum erkunden!

Das Zentrum von Santiago ist auch gleichzeitig der historische Stadtkern, der älteste Teil, wo die Stadt im Jahre 1541 von den Spaniern gegründet wurde. Hier befinden sich die wichtigsten historischen Schauplätze, wie der Cerro Santa Lucía – der Stadtberg, der Ort der Gründung war – sowie Verwaltungs- und Regierungsgebäude und Museen.

Museo de Arte Precolombino

Dort gibt es so viel zu sehen und zu erleben, dass es fast unmöglich, alles aufzuzählen. Wenn du dich für Kunst, Kultur und Geschichte interessierst, solltest du dir diese Orte auf keinen Fall entgehen lassen:

Der Palacio de La Moneda (Münzpalast) und das Barrio Cívico: Hier befindet sich der chilenische Regierungssitz, ein neoklassizistischer Bau, der von modernen Gebäuden umgeben ist, die alle Ministerien und öffentliche Einrichtungen beherbergen.

Plaza de Armas: Die Plaza de Armas ist der Hauptplatz der Stadt. Hier befinden sich auch die Kathedrale (zwischen 1748-75 erbaut), der Palacio de la Real Audiencia (1807) und das Gebäude der Gemeinde von Santiago (1895).

Santiago Plaza de Armas

Hier ist immer viel los. Ich habe mich einfach eine Weile hier hingesetzt, die Menschen beobachtet und die Atmosphäre auf mich wirken lassen.

Die Weihnachtszeit war in vollem Gange, ich war Mitte Dezember dort, sodass in der Mitte des Platzes ein riesiger Weihnachtsbaum stand. Allerdings war es kein Tannenbaum, sondern ein künstlicher Baum aus unzähligen Puppen.

Weihnachtsbaum Santiago Plaza de Armas

Parque Forestal: In diesem Park am Río Mapocho befinden sich für die Museumsgänger das Museo Nacional de Bellas Artes (Nationalmuseum der schönen Künste) und das Museo de Arte Contemporáneo (Museum für zeitgenössische Kunst).

Cerro Santa Lucía: Dieser kleine Stadtpark auf dem Hügel Cerro Santa Lucía ist eine Oase inmitten des hektischen Stadtlebens. Wenn du dem für eine Weile entgehen möchtest, kannst du dich hierhin zurückziehen. Es gibt viele Brunnen und Aussichtspunkte mit tollem Blick auf die Stadt.

Ich habe nur etwa 20 Minuten zu Fuß vom historischen Stadtkern im Hostel Nuevo Horizonte gewohnt. Abgesehen von der tollen Lage – ich konnte eigentlich alles ablaufen – hatte das Hostel mit 8 € außerdem einen echt tollen Preis.

Am Hauptbahnhof war ich überrascht, dass man von Santiago wirklich überall hinkommt. Für nur 60 € kommt man zum Beispiel nach Buenos Aires und für 100 € nach São Paulo. Auch in die peruanische Hauptstadt Lima fahren Direktbusse. Ich hatte wirklich große Lust, einfach blind ein Ziel auszusuchen und in eines der Nachbarländer zu fahren.

Alternativ kommst du auch per Flugzeug super schnell und günstig innerhalb Chiles weiter und auch in andere Länder Südamerikas. Checke bei deiner Planung unbedingt die Strecken und Angebote von LAN Airlines  – damit bist du teilweise genauso günstig wie mit dem Bus aber viel schneller am Ziel.

Stattdessen bin ich in das nur 120 km entfernte Valparaíso und in die Atacamawüste nach San Pedro gefahren. Auch das waren absolute Highlights meiner Weltreise!


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7 Kommentare

  1. Ben

    Bin gerade dabei, meine Route für den geplanten Trip nach Chile im nächsten Jahr zusammenzustellen. Danke für die super Infos und Einblicke, da sind gerade ziemlich viele Punkte auf meiner To Do Liste für Santiago de Chile gelandet 🙂 Freue mich schon auf weitere Reiseberichte aus Südamerika!

  2. Was für ein toller Artikel!
    Habe schon länger überlegt diese toll Stadt zu besichtigen und wurde somit wieder daran erinnert 🙂

    LG
    Gwen

    • Barbara Riedel

      Hey Gwen,

      danke dir 🙂 Hab dort eine tolle Zeit und grüße mir das tolle Land, wenn du da bist!

      Liebe Grüße
      Barbara

  3. Hallo Barbara,

    toller Bericht mit vielen Tipps und Anregungen, die ich mit Sicherheit nächsten Monat wenn ich in Chile bin umsetzen werde.

    Der Mercado Central und der Cerro San Cristóbal stehen ganz oben auf der To-Do-Liste.

    LG
    Iris

  4. Gleich Notiert,
    danke für die neue Reiselust.
    Die Bar sieht ja auch sehr „Fresh“ aus.
    Solche Tipps findet man nie im Touri Reiseführer, danke dafür
    LG Andi

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