Langzeitreisen: Untervermietung oder Wohnung aufgeben?

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Wenn du länger verreist oder eine Weltreise machst, stellt sich immer die Frage: Was mach ich mit der Wohnung? Das ging mir jahrelang ganz genauso.

Leider kannst du es nicht wie die Nomaden Nr. 1 die Mongolen mit ihren „Ger“ Zelten machen: Deine Wohnung einfach abbauen und immer wieder mitnehmen. Sofern du nicht noch bei den Eltern wohnst kannst du es dir wahrscheinlich kaum leisten deine Wohnung leer stehen zu lassen und einfach weiter zu bezahlen.

Die laufenden Kosten für die Wohnung solltest du wie auch andere Verträge minimiert werden damit du dir eine lange Backpackingreise oder Weltreise leisten kannst. Oder ganz einfach mehr Geld zur Verfügung hast um es unterwegs auszugeben.

Wohnung aufgeben: Selfstorage

Wenn du mit einem One way Ticket loszieht und sicher ist dass du längere Zeit (sagen wir ab 6 Monate aufwärts) hinaus unterwegs bist kannst du darüber nachdenken. Der Vorteil ist dass du sehr flexibel bist was die Rückkehr betrifft.

In diesem Fall musst du deine Wohnung  allerdings komplett auflösen und deine Möbel verkaufen oder einlagern.

Dafür gibt es sehr coole Selfstorage Angebote. Meine Sachen liegen aktuell in der LAGERBOX.

Momentan habe ich die Wohnung in der ich gemeldet bin langfristig untervermietet. Wenn ich in Berlin bin wohne ich selber zur Untermiete. Da ich Reisen und Arbeiten verbinde bin ich immer wieder im Ausland unterwegs. Die Lagerbox in der mein kleiner Besitz liegt habe ich auf 3 Jahre angemietet. Dort kann ich immer wieder flexibel an meine Sachen ran.

Da du in Deutschland mit einem Wohnsitz gemeldet sein musst, musst du den Wohnsitz wenn du deine Wohnung komplett aufgibst zum Beispiel zu den Eltern oder woanders hin verlegen. Dann musst du nur noch dran denken deine Adresse auch bei allen Institutionen wie Banken und Behörden zu ändern.

Kommst du zurück ziehst du bei den Eltern ein, bei Freunden, zur möblierten Zwischenmiete oder erstmal wieder in ein Backpacker Hostel oder eine Airbnb Wohnung. Deine Wohnung ganz aufzugeben macht natürlich auch Sinn wenn du sicher bist, dass du danach sowieso in eine andere Stadt ziehen möchtest.

Warum nicht untervermieten?

Bei einer Zwischenvermietung ist die Rückkehr natürlich stressfreier. Gerade wenn du ohne Job zurück kommst ist es je nach dem auch schwierig eine neue Wohnung zu finden.

Wenn du die Wohnung möbliert untervermietet kannst du für die Nutzung der Möbel außerdem ein paar Euro auf die eigenen Miet- und Nebenkosten draufschlagen und hat somit sogar noch ein paar monatliche Einnahmen. Voraussetzung ist natürlich dass du einen Untermieter findest der auch zuverlässig zahlt. Persönliche Sachen kannst du im Keller einschließen oder auch bei einem Selfstorage Anbieter wie Lagerbox einlagern.

Wie finde ich einen Untermieter?

Airbnb ist deine Anlaufstelle #1.
Hier kannst du deine Wohnung unkompliziert untervermieten und die Plattform kümmert sich um die Abwicklung.
Wenn du dich über diesen Airbnb Link anmeldest bekommst du 20€ geschenkt.

Wohnst du in einer WG ist es in der Regel recht unkompliziert über wg-gesucht.de einen Zwischenmieter zu finden. Das habe ich jahrelang gemacht. Das klappt nicht nur für WG’s sondern auch normale Wohnungen.

Die Alternative ist du schaltest eine kostenpflichtige Anzeige bei Immobilienscout oder beauftragst eine Agentur. Bei den Agenturen gibt es oft Firmenkunden die für ihre Mitarbeiter Wohnungen suchen.

Die Provision für die Agentur zahlt die Firma. Die Agentur schickt oft jemanden der tolle Bilder von deiner Wohnung macht. Mit den Untermietagenturen wie Coming Home, Home Company oder City Wohnen habe ich selbst allerdings keine gute Erfahrungen gemacht. Sie sind nicht wirklich auf Zack.

Versuche nicht nervös zu werden. Oftmals findet sich erst 1-2 Monate vorher ein passender Untermieter.

Air BnB ist für eine längerfristige Untervermietung eher ungeeignet, es sei denn mehrere Wechsel sind für den Vermieter ok und man hat jemanden der sich um Schlüsselübergaben & Co. kümmert.

Worauf muss ich bei der Untervermietung achten?

Natürlich solltest du dir eine schriftliche Genehmigung des Vermieters einholen. Außerdem musst du natürlich einen schriftlichen Vertrag mit dem Untermieter abschließen. Hier kann dir die Hausverwaltung normalerweise Standard Muster eines Untermietvertrages geben.

Da der Untermieter normalerweise auch Telefon- und Internetanschluss übernimmt solltest du aus Haftungsgründen einen Passus zur Nutzung des WLANS einbauen.

Außerdem solltest du ein Wohnungsübergabeprotokoll vorbereiten dass den Zustand aller Möbel und Gegenstände dokumentiert sowie Übergabe von Schlüsseln, Fahrrad etc.

Wichtige Dokumente und Ersatzschlüssel lagerst du am besten bei Freunden.

Nicht vergessen: Was mache ich mit der Post?. Auf dem Klingelschild und Briefkasten sollten zur Sicherheit beide Namen angebracht sein. Der eigene und der Name des Untermieters.

Ich hatte jedenfalls bis jetzt viel Glück mit meinen Untermietern.

Du solltest natürlich bei der Auswahl mit gesundem Menschenverstand herangehen aber auch nicht zu skeptisch sein. Wer Angst hat seine Wohnung unter zu vermieten muss sie eben weiterzahlen, aufgeben oder zu Hause bleiben.

Zusatztipp: Wenn du ein Auto hast und das nicht aufgeben willst sollte das Auto definitiv „Freunden“ übergeben die aufpassen dass keine Halteverbotszone während der Abwesenheit eingerichtet wird. Wenn das Auto abgeschleppt wird kann es teuer werden. Das kann natürlich auch schon bei 2 Wochen Urlaub passieren und kommt gar nicht soooo selten vor wie du vielleicht glaubst.

In unserer Reisecheckliste und Packliste zum Ausdrucken und Abhaken findest Du noch mehr Steps für die Planung einer Langzeitreise.

Was ist mit Dir? Hast Du Deine Wohnung schonmal für eine Reise aufgegeben oder untervermietet?


Für Deine Reisen empfehle ich Dir die kostenlose DKB Kreditkarte mit der Du weltweit kostenfrei Geld abheben kannst.

Meine Empfehlung: Die kostenlose DKB Karte

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13 Kommentare

  1. Kai

    Hallo Feli,
    Danke für die Tipps. Ich probiere jetzt auch mal eine Lagerbox; gut zu wissen, dass du da gute Erfahrungen mit machst.
    2 Fragen bleiben bei mir:
    1. Warum muss ich einen Wohnsitz in Deutschland behalten, wenn ich weiss, dass ich auf Dauer weg bin? Selbst mein Gewerbe kann ich ohne Wohnsitz weiter betreiben (ich könnte nur keins neu anmelden).
    2. Warum empfehlt ihr noch die DKB, die seit einem Jahr keine Fremdgebühren erstattet. Ich habe seitdem ein Vermögen an ATM Gebühren in Asien bezahlt. Besser ist m. E. die VISA Card der Santander, bei der die Gebühren noch erstattet werden. Die haben übrigens auch ein Partnerprogramm.
    Liebe Grüsse aus Chiang Mai
    Kai

  2. Pingback: 23 Tipps zum Geld sparen: So finanzierst du deine Weltreise! | Reiseblog Travelicia

  3. Feli
    Author

    Hey Sandra,

    ja hab ich. Mit Airbnb habe ich bisher gute Erfahrungen nur eignet es sich eher wenn man kürzere Zeiträume weg ist als für die Langzeitvermietung. Oder man beauftragt jemanden für den Wechsel der Gäste. Das zweite Problem ist natürlich dass es für die Vermieter ok ist….

    Grüße aus Tarifa,
    Feli

    • Hey Feli,

      Danke für die schnelle Antwort!

      Der Vermieter wäre soweit ich weiß einverstanden, dass mit den wechselnden Gästen ist aber natürlich für längere Abwesenheit schon etwas doof.
      Aber sehr cool, dass du das selbst schon probiert hast. Ich bin ja wahnsinnig gespannt, ob das bei mir dann auch so klappt 😀

      Liebe Grüße
      Sandra

  4. Hi Feli,

    Das mit der Wohnung un dem wie geht`s weiter wenn man wieder von seiner Reise zurück ist, kenne ich auch zur genüge.

    Mit so einem Selfstorage-Anbieter habe ich auch schon Erfahrungen gemacht und kann absolut nichts negatives sagen. Das war in einer der Filialen von MyPlace in Wien und ich hab für meinen „Einzug“ sogar einen Tag lang einen gratis Transporter bekommen. War alles problemlos und ich hatte wirklich das Gefühl, dass meine Sachen dort zu jeder Zeit sicher sind.

    Vor einigen Monaten habe ich mich dann aber doch wieder endgültig für eine Homebase entschieden und werde für meine nächste Reise mal die Vermietung mit AirBnB ausprobieren (ideale Messelage und so). Hast du da selbst auch schon Erfahrungen gemacht?

    Liebe Grüße
    Sandra

  5. Halli Hallo!
    Bisher musste ich mich selbst nicht wirklich mit diesem Thema auseinandersetzen, aber ich denke bei einer Weltreise würde ich alles verkaufen, was sich zu Geld machen lässt und nur die Herzensdinge bei Verwandten oder Freunden unterbringen (wenn möglich).
    Liebe Grüße aus Stuttgart
    Simone

  6. Christin

    Hey! Wir sind gerade zwar nur für zwei Monate unterwegs, aber da unser Vermieter einer Untermietung nicht zugestimmt hat, haben wir unsere Wohnung doch gekündigt. Wir haben aber auch eh schon vorher überlegt, uns nach einer anderen Wohnung umzusehen, von daher war die Entscheidung nicht so dramatisch 😉 Trotzdem graut es mir davor, bei der Rückkehr eine neue Wohnung zu suchen. Wir sollten auf jeden Fall darauf achten, dass eine Untermiete bei der neuen Wohnung kein Problem darstellt! 😉
    Viele Grüße Christin

    • Feli
      Author

      Oh, für zwei Monate ist das natürlich aufwendig. Aber wahrscheinlich wie du sagst gar nicht so schlecht wenn ihr eh umziehen wolltet wird man so eben von aussen aus der Komfortzone geholt ;). Wünsche euch viel Glück bei der Suche! Notfalls bis ihr was findet dann selbst zur Untermiete einziehen. Da gibts ja auch Angebote für mehrere Monate.

      • Naja, ursprünglich wollten wir auch 6 Monate lang ein Auslandssemester machen, hat dann aber doch relativ spontan nicht mehr geklappt. Also sind wir für 2 Monate in den Semesterferien unterwegs 😉 Für die 6 Monate wäre es schon ok gewesen, für die 2 Monate aber doch eher nervig 😀

  7. Feli
    Author

    Ja, wie wir es seit einem Jahr machen immer wieder ohne feste Wohnung nach Berlin zu kommen ist natürlich Hardcore. Aber klappt irgendwie immer 🙂

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