Kosten für eine Weltreise: Wie viel Geld muss ich einplanen?

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Wer sich mit dem Thema Langzeitreise oder Weltreise beschäftigt, kommt schnell an den Punkt, wo er sich fragt: Wieviel kostet das? Kann ich mir das leisten?

Ganz allgemein lässt sich diese Frage pauschal nur mit einem geschätzten Betrag beantworten: Ab 6.000 €. Je nach deinem individuellen Anspruch kannst Du aber auch bei 30.000 € landen.

Die Nennung wirklich konkreter Zahlen hängt von vielen unterschiedlichen, auch individuellen Faktoren Deiner geplanten Reise ab.

Aufenthaltsorte und Reisedauer

Einen wesentlichen Einfluss auf die Höhe der tatsächlichen Kosten haben sowohl die Dauer der Reise als auch die Zielorte. In ein Verhältnis gesetzt, ist eine zwölfmonatige Reise günstiger als eine sechsmonatige. Zum einen wirst Du bei einer längeren Dauer vermehrt darauf achten, Geld einzusparen und zum anderen hast Du die Möglichkeit, längere Aufenthalte, auch an günstigeren Orten, einzuplanen. Ebenso entscheidend ist die Auswahl Deiner Ziele. Es gibt Länder, in denen die Lebenshaltungskosten vergleichsweise hoch sind, aber eben auch Staaten, in denen es genau umgekehrt ist. Das gilt beispielsweise für die Länder Südostasiens.
Auch das Reisen zu zweit wird sich positiv auf dein Budget auswirken. Einzelzimmer sind in der Regel teurer als ein Doppelzimmer. Manche Aufwendungen, etwa für ein Taxi, lassen sich einfach halbieren.

Transportmittel und Unterbringung

Wenn Deine Reiseroute feststeht, hast Du die Wahl zwischen einem Round-the-world-Ticket, dessen Kosten von der Anzahl der Kontinente bzw. der zurückgelegten Meilen abhängt, oder der Buchung von Einzelflügen, die dir den Vorteil der Nutzung von Billigairlines bieten. Alternativ solltest du überall dort, wo es Dir möglich ist, auf landesübliche Transportmittel, etwa Mini-Busse oder Bahnen, zurückgreifen. Hier gilt die Faustregel: Wer langsamer und flexibler reist, ist preiswerter unterwegs.

Welche Ansprüche Du an deine Unterbringung stellst, wird sich deutlich in den Kosten dafür zeigen. Empfehlenswert sind private Zimmer, kleinere Pensionen oder auch Gästehäuser. Tipp: Travel 2.0. Als ebenso hilfreich erweisen sich häufig Tipps von anderen Reisenden. Hotels und Unterkünfte aus Reiseführern und in hoch frequentierten Touristengebieten sind oftmals deutlich teurer.
Für eine einfache Planung Deines Tagesbudgets solltest Du die Kosten für Deine Unterkunft, Verpflegung, Ausflüge und dazugehörige Transporte sowie sonstige Aufwendungen in etwa gleichen Teilen berücksichtigen.

Beispiel für eine Kostenaufstellung

Im Lonely Planet wird das Tagesbudget eines Landes in drei Stufen angegeben: Budget, Mittel und Luxus. Ich persönlich finde, dass man sich daran ganz gut orientieren kann. Für Südostasien wird z.B. 40 € / Tag empfohlen für Budgetreisende. Darin ist Unterkunft, Verpflegung, einfacher Transport und Sonstiges enthalten – also alles bis auf Sonderaktivitäten wie Tauchen, Ballonflug etc. Nach meiner Erfahrung kommt man da aber sehr gut mit hin und auch mal eine Sonderaktivität oder Inlandsflug mit Billigairlines sind mit drin. Hardcore Sparer könnten es sicher auch mit 25-30 € / Tag schaffen. Aber die Frage ist, ob man lieber mit weniger Geld länger reist oder mit mehr, dafür aber kürzer.

6-monatige Budgetreise Südostasien:

Einmalkosten:

  • Flug
  • Impfungen (übernimmt teilweise die Krankenkasse)
  • Reisepass
  • Visa
  • Internationaler Führerschein
  • Ausrüstung (Rucksack etc.)
  • Auslandskrankenversicherung

 

Monatliche Kosten

  • 40 € pro Tag *30 = 1.200 pro Monat *6 = 7.200 für 6 Monate
  • Kosten aus weiterlaufenden Verträgen. Dafür machst du am besten eine eigene Aufstellung (Miete, Mobilvertrag, private Rentenversicherung, Fitnesstudio….). Versuche alles zu kündigen oder stillzulegen, was geht. Dazu mehr im Artikel 20 Tipps zur Finanzierung. Achtung: Nicht nur an monatlich zahlbare Verträge denken, sondern auch an die, die einmal jährlich abgebucht werden (KFZ, Haftplicht etc.).

Einmalkosten
+ Monatliche Kosten
= Gesamtkosten

Tipp

Kalkuliere lieber großzügig und rechne Aktivitäten wie Tauchen mit ein. Wenn Du ein Tagesgeldkonto und ein Girokonto hast, ist es am besten, das errechnete monatliche Budget in einem Dauerauftrag jeden Monat vom Tagesgeld zum Girokonto zu überweisen. Mit einer App wie zum Beispiel Outbank kannst Du Deine Ausgaben dann sehr leicht im Blick halten und Abhebungen zeitnah kontrollieren.

Was habt Ihr für Erfahrungen mit dem Thema?

Zu unserer Serie: 6 Steps zur Weltreise

Bildquellenangabe: 401(K) 2013 / flickr.com

 


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