Was ist der Unterschied zwischen dem ESTA Antrag und US -Visum?

Reist man in die USA benötigt man eine Reisegenehmigung. Die beiden beliebtesten Einreisemöglichkeiten sind das Visum oder das ESTA. Grundsätzlich ist das ESTA nur zwei Jahre gültig. Die Aufenthaltsdauer beschränkt sich auf 90 Tage am Stück. Das Visum darf allerdings für bis zu 10 Jahre verwendet werden, ist jedoch aufwendiger zu erhalten. Es gibt mehrere Arten des Visums, wobei das ESTA aus nur einem Antrag besteht.

Diese beiden Reisegenehmigungen bringen noch mehr Unterschiede mit sich. Bei den Ländern, die von diesen Dokumenten ausgenommen sind, handelt es sich, um alle Kanadischen und Israelischen Staatsbürger. Diese Einwohner müssen für die Einreise nur 20 Dollar bezahlen. Des weiteren gilt dies auch für die Britischen Jungferninseln, die Cayman-Inseln, die Bermudas, die Turks- und Caicos Inseln und die Bahamas.

Black plane

Zum ESTA-Formular der amerikanischen Regierung:

Zum ESTA-Antrag

Was ist das ESTA?

Das ESTA steht für das Electronic System for Travel Authorization. Dieses System gilt als sicherer, als das Visum. Wer mit einem ESTA einreisen darf, gilt als ungefährlich. Die Personensicherheit ist einer der Hauptgründe, weshalb das ESTA gegründet wurde. Diese Genehmigung wird sowohl im Flugzeug, als auch am Schiff benötigt. Das ESTA umfasst das Visa Waiver Program mit 39 Ländern. Dadurch wird 39 europäischen Ländern die Chance gegeben, dass Visumfrei eingereist werden kann. Es kann damit, aber immer nur in die Vereinigten gereist werden. Insgesamt ist das Electronic System for Travel Authorization zwei Jahre gültig. Es darf aber nie länger als 90 Tage verwendet werden. Die Beantragung findet Online statt und funktioniert innerhalb weniger Minuten.

Der ESTA Antrag ist nicht kostenlos, jedoch viel günstiger als ein Visum. Reicht man einen Gruppenantrag ein, wird der Betrag nur einmal verbucht. Eine Grundvoraussetzung ist, dass alle Informationen in Englisch ausgefüllt sind. Danach kann man höchstens mit einer Wartezeit von 72 Stunden rechnen.

ESTA Antrag online ausfüllen

Die Voraussetzungen für ein ESTA

Es müssen viele persönliche Daten in den Antrag eingegeben werden. Dazu gehören Informationen wie die Adresse, das Alter und das Geschlecht. Seit dem Jahr 2020 steht es den Antragstellern zur freien Wahl, ob auch Social Media Konten angegeben werden. Dies umfasst Twitter, Instagram, LinkedIn und Facebook. Auch der Aufenthaltsort in den Vereinigten Staaten spielt eine Rolle. Dies schließt auch die Unterkunftsart, wie Appartement, Airbnb, Hotel und Hostel, mitein. Zwingend notwendig ist die Angabe eines Notfallkontaktes. Das ESTA sollte immer möglichst früh beantragt sein.

Das ESTA ist leichter zu erhalten, als das Visum, setzt jedoch auch Voraussetzungen. Die reisende Person muss bestätigen, dass sich diese seit dem 1. März 2011 nicht mehr in bestimmten Ländern aufgehalten hat. Dazu gehören der Irak, der Iran, der Jemen, der Sudan, Somalia, Libyen, Syrien und Nord-Korea. Ist die Staatsbürgerschaft keine, die am Visa Waiver Program teilnimmt, schließt das ein ESTA bereits ganz aus. Auch der Reisegrund ist umfangreicher, da aus beruflichen- , Urlaubs- und Transitgründen gereist werden darf. Wichtig einzuhalten ist, dass niemals länger als 90 Tage hintereinander gereist wird. Es darf aus beruflichen Gründen eingeflogen werden, allerdings ist ein neues Arbeitsverhältnis verboten. Sollte man seinen Wohnsitz dort hinverlegen wollen, ist das ESTA von vorneherein ausgeschlossen.

Es gibt noch viele weitere wichtige Informationen zum ESTA. Diese Einreisegenehmigung ist mittlerweile einer der Beliebtesten. Allerdings sollte sich im Vorhinein genügend darüber informiert werden.

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Die Flagge der Vereinigten Staaten von Amerika

Die Gültigkeit des ESTAS

Es kann auch passieren, dass die Gültigkeit des ESTAS ausläuft. Läuft dieses vor der Einreise ab, ist eine Reise in die Vereinigten Staaten nicht mehr möglich. Sollte der Antrag allerdings während des Aufenthalts ablaufen, stellt dies keine Probleme dar. Entscheidet ist dabei nicht wann das ESTA abläuft, sondern ob es während des Zeitraumes in den USA passiert.

Die Gültigkeit des ESTA Antrags ist Online einsehbar. Auch der bereits ausgefüllte Antrag ist zwei Jahre lang sichtbar. Die fixierte Einreisedauer hängt aber von der Grenzkontrolle ab. Dort wird entschieden, wie lange die Person in den Vereinigten Staaten bleiben darf. Dies wird somit in den Reisepass geschrieben und festgelegt.

Grundsätzlich liegt die normale Dauer bei 90 Tagen. Es ist ausgeschlossen, dass sich länger als 90 Tage in den USA aufgehalten wird. Sollte an der Grenzkontrolle festgelegt sein worden, dass die Dauer kürzer ist und man früher zurück reisen muss, kann dies auch Online nicht mehr verändert werden. Dies schließt auch Reisen nach Kanada und Mexiko mit ein. Bleibt man verbotenerweise länger in den USA, kann dies zur Folge haben, dass ein generelles Einreiseverbot erteilt wird.

Die Zwecke des ESTAS

Das ESTA erlaubt auch, dass in bestimmten Fällen in den USA gearbeitet werden darf. Nimmt man an geschäftlichen Treffen teil, ist dies erlaubt. Dazu zählen auch jegliche Teilnahme, an Konferenzen, Messen, Kongressen mit beruflichem Hintergrund. Stehen Vertragsverhandlungen an, sind auch diese erlaubt. Alle Non-Profit Organisations erlauben eine Einreise mit dem ESTA. Wichtig ist immer, dass niemals Geld damit verdient wird. Trifft man sich für eine After-Sales Service Leistung in den Vereinigten Staaten, ist dies jedoch erlaubt. Dabei kann es sich, um die Wartung oder Inbetriebnahme von einer bestimmten Maschine handeln. Dies schließt auch die Regelung von Nachlässen mit ein.

Die Standardgeschäftsreise ist mit dem ESTA ausgeschlossen. Wird damit Geld verdient oder eine Arbeit begonnen, ist das Geschäftsvisum nötig.

Zwecke des ESTAS für die Einreise in die USA

Die National ID Nummer und die Anforderungen des Reisepasses

Wichtig ist auch die National ID Number. Dabei handelt es sich, um die Nummer des Personalausweises. Es findet somit eine Unterscheidung zwischen Reisepass und Personalausweis statt. Die Nummer ist nur im Personalausweis zu finden und dient nicht für offizielle Reisedokumente. Grundsätzlich wird bei einem ESTA Antrag alles mit der Reisepassnummer ausgefüllt.

Die National ID Number wird nur einmal abgefragt und ist Pflicht, wenn ein Personalausweis vorhanden ist. Sollte diese Nummer nicht existieren, muss dies auch eingetragen werden. Besitzt man mehrere Vornamen, die auch so im Reisepass stehen, empfiehlt es sich alle anzugeben. Die Namen im Reisepasses müssen sich mit denen im Antrag gleichen. Über die letzten Jahre wurden Änderungen vorgenommen, die jetzt zulassen, dass mehrere Namen angegeben werden können. Früher war nur es nur möglich, dass ein Name eingetragen wird. Sollte im alten ESTA-Antrag, die vorherige Regel angewendet worden sein, darf dieser Antrag immer noch verwendet werden. In neuen Anträgen hingegen, werden bereits alle Vornamen akzeptiert.

Nicht nur die National ID Nummer wird gebraucht, sondern auch die ESTA-Antragsnummer. Ohne diese Nummer wird das ESTA nicht bestätigt.

Die richtige Schreibung im ESTA Antrag

Auch das Angeben einer doppelten Staatsbürgerschaft ist Pflicht. Ist die Gültigkeit des zweiten Reisepasses nicht vorhanden beziehungsweise existiert dieser nicht, muss nur das Land angegeben werden. Im ESTA Antrag selbst müssen die Flugdaten nicht mehr angegeben werden.

Grundsätzlich muss der gleiche Name im ESTA Antrag stehen, wie im Reisepass. Menschen mit Umlauten im Namen müssen auf eine besondere Schreibung achten. Es gibt auch Buchstaben, die es so in den Vereinigten Staaten nicht gibt. Dabei müssen Umlaute als oe, ae oder ue angegeben werden. Auch Sonderzeichen sind im ESTA Antrag nicht erlaubt. Werden diese trotzdem eingetragen und das ESTA ist fehlerhaft.

Möchte man im Nachhinein Daten ändern, ist dies nicht mehr möglich. Dies betrifft vor allem persönliche Daten und die Sicherheitsfragen. Es muss ein neuer ESTA Antrag gestellt werden, um die Daten neu einzugeben. Anders ist dies nicht möglich. Sollte man sich mit der Adresse vertan haben, kann diese noch geändert werden.

Die richtige Schreibung im ESTA Antrag

Was ist das Visum?

Scheidet das ESTA aus, gibt es noch die Möglichkeit des Visums. Grundsätzlich unterscheidet man bei einem Visum zwischen zwei Kategorien. Dabei handelt es sich, um das Einwanderungsvisa und das Nicht-Einwanderungsvisa. Möchte man in die USA auswandern, muss das Einwanderungsvisa gewählt werden. Reist man hingegen aufgrund einer Reise oder etwas Kurzfristigem in die USA, ist das Nicht- Einwanderungsvisa auszuwählen.

Dazu können noch ein Studium, eine neue Arbeit oder nur Geschäfte gehören. Bevor überhaupt ein Visum ausgewählt wird, ist zu beachten, dass ein Visum immer noch keine vollwertige Garantie zum Einreisen ist. Dies liegt an der US-Grenzschutzbehörde, die nochmals alles genauestens prüft. Allerdings müssen keine Gründe genannt werden, weshalb die Einreise verwehrt wird. Allgemein werden alle Menschen aufgehalten, die nach Gefahr aussehen.

Die Arten des Visums

Es wird nicht nur unterschieden, ob man einwandern will oder nicht, sondern auch zwischen Reisen und Geschäften. Insgesamt ist das sogenannte B-1-Visum für die USA 180 Tage gültig. Es dürfen jegliche Besprechungen oder Verhandlungen stattfinden. Dies kann mit Kunden oder Geschäftspartnern passieren. Finden Konferenzen, Meetings oder andere Weiterbildungen statt, kann das B-1-Visum auch hier fungieren.

Auch nach Florida wird eine Art von Visum benötigt. Man kann sich wieder zwischen mehreren Arten entscheiden und schließlich ein passendes auswählen.

Reisepass und USA Visum

Das B-2-Visum

Wird aufgrund von Freizeitgründen gereist, ist das B-2-Visum auszuwählen. Dieses kann wieder für 180 Tage verwendet werden. Dabei können Verwandte oder Freunde in den USA besucht werden oder einfach nur Urlaub gemacht werden. Das B-2-Visum schließt auch eine medizinische Behandlung mit ein. Sollte diese dringend notwendig sein, gilt dieses Visum auch hier. Finden Veranstaltungen im Sport- oder Musikbereich statt, kann an diesen teilgenommen werden. Anders als bei den geschäftlichen Kursen, darf sich an kurzen Freizeitkursen beteiligt werden.

In manchen Fällen kommt es vor, dass Mitarbeiter im Monteurbereich in die USA reisen müssen. Damit kann auch diese Art von Visum verwendet werden.

Welche Informationen werden benötigt?

Wie beim ESTA, kann auch beim Nichteinwanderungsvisa, das Formular ausgefüllt werden. Allerdings reicht dieses Dokument hier nicht aus. Es muss sich noch ein Termin bei der amerikanischen Botschaft gemacht werden. Dabei ist es auch erlaubt, dies im Konsulat zu erledigen. Dort müssen alle Formulare und Kostenbestätigungen abgegeben werden.

Anschließend fehlen noch alle Passunterlagen, ohne die kein Visum erhalten wird. Häufig reichen diese Informationen nicht aus und es muss mehr Auskunft über den finanziellen Status gegeben werden. Dazu zählen auch die Angaben des Arbeitgebers. Des weiteren muss sich zuvor bei der Polizei ein polizeiliches Führerscheinzeugnis geholt werden. Auch das Vorlegen der Geburtsurkunde ist Pflicht. Danach folgt das Interview und es wird festgelegt, ob die Person einreisen darf. Schlussendlich hängt die Entscheidung, ob ein Visum erhalten wird, von diesem Gespräch ab.

Ein Visum zum Arbeiten oder Studieren

Das Visum der USA kann man nicht nur in zwei Kategorien teilen, sondern auch in viele Unterteilungen. Besonders unterschieden bei studierenden und arbeitenden Personen. Häufig erhalten diese Personen das sogenannte H-Visum. Diese Art von Visum erlaubt es, dass kurzfristig in den USA gearbeitet werden darf. Es betrifft meistens Arbeitnehmer, die für kurze Zeit in die Vereinigten Staaten geschickt werden.

Besonders beliebt ist New York für Geschäftspersonen. Dadurch wird meist in diesen Teil der Vereinigten Staaten gereist.

Studiert man oder arbeitet als Au Pair in den USA, bietet sich das J-Visum an. Dabei sind alle Personen betroffen, die an einem Austauschprogrammm beteiligt sind. Es besteht ein Verhältnis zwischen den gebürtigen Amerikanern und den ausländischen Schülern. Zunächst gibt es noch das L-Visum und das O-Visum. Das L-Visum betrifft alle Arbeitnehmer, bei denen der Arbeitgeber mehrere Betriebsorte besitzt. Dazu muss der Arbeiter allerdings bereits ein Jahr in dieser Firma arbeiten. Erst dann kann ein L-Visum erhalten werden. Diese Art von Visum trägt eine Gültigkeit von sieben Jahre.

Mädchen mit einem Studentenvisum für die USA

Wofür gilt diese Art von Visum noch?

Dies gilt auch für die Kinder und den Ehepartner. Auch Schüler und Studenten sind bei dieser Einreisegenehmigung mit eingeschlossen. Dazu müssen diese allerdings an einem nicht rein akademischen Studienprogramm beteiligt sein. Darunter versteht man Abendkurse, Berufsausbildungen oder berufsbegleitendes Studieren. Ein weiteres wichtiges Visum ist das O Visum. Dieses wird angewendet, wenn besondere Interessen und Fähigkeiten bestehen. Dabei kann es sich, um den Handel, Kunst, Wissenschaft oder auch die Industrie handeln. Es muss eine Bestätigung vorliegen, dass in diesen Bereichen eine echte Qualifikation vorliegt. Zusätzlich muss bewiesen sein, dass sich nicht dauerhaft in den USA aufgehalten wird.

Es gibt gesamt über 185 Visumarten für die USA. Dadurch wird das Visum genauer spezialisiert und auf jede Alters- und Zielgruppe festgelegt. Es sollte sich ausreichend darüber informiert werden, da das falsche Visum schwere Konsequenzen haben kann. Der Zweck der Reise muss immer mit dem angegebenen Visum übereinstimmen. Ist dies nicht der Fall, kann auch ein ESTA beantragt werden. Es gibt auch die Möglichkeit, dass eine andere Art von Visum beantragt wird.

Die Green Card

Beschließt man komplett in die USA auszuwandern, gibt es das sogenannte Einwanderungsvisa. Dieses wird auch als Immigrant Visa oder Green Card bezeichnet. Durch diese Bestätigung darf dauerhaft in den Vereinigten Staaten geblieben werden. Damit darf gearbeitet und gelebt werden. Es richtet sich somit auch nicht nach einem Arbeitgeber. Auch die Rechte unterscheiden sich nicht mehr zu einem US-Staatsbürger. Es darf gewählt werden oder auch an Gerichtssitzungen teilgenommen werden. Die Greencard steht für eine unbefristete Aufenthaltsdauer. Diese wird auch als Permanent Residency bezeichnet.

Fazit

Informiert man sich genug für welche Einreisegenehmigung man sich entscheidet, kann fast nichts schief gehen. Es wurde für jede Aufenthaltsdauer, Personengruppe und Reisezwecke, eine passende Genehmigung geschaffen. Es empfiehlt sich immer, dass die Bestätigungen möglichst früh beantragt werden. Wird dies getan, sollte der Reise nichts mehr im Wege stehen. Wird alles wahrheitsgemäß und richtig beantwortet passiert meist keine Ablehnung.

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