Backpacking Indien: Mit dem Zug durch Indien > TOP Tipps

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Indien: Verblüffend, faszinierend, frustrierend und beeindruckend

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Beach- und Hippie Destination Goa

Das Land zählt zu einer der faszinierendsten und kostengünstigsten Destinationen für Backpacker. Du solltest Zeit und Gelassenheit mitbringen und Dich auf das Land einlassen. So sagt man.

Wenn Du nach Indien willst musst Du auf alles vorbereitet sein: Ein Land der Extreme und eine komplett andere Kultur mit vielen Überraschungen wartet auf Dich. Der Gegensatz von Arm und Reich ist extrem groß und als Tourist findest Du Dich zwischen Bettlern und Händlern wieder.

Auch landschaftlich umfasst das Land alles vom Hochgebirge bis zum tropischen Traumstrand und Inseln wie zum Beispiel die etwas abgelegenen Andamanen. Die Insel Sri Lanka gehört nicht zu Indien!

Reisen durch das Land kann sehr anstrengend sein. In größeren Städten ist es voll, hektisch, dreckig und laut: Verstopfte Strassen, Stromausfälle, Wassermangel, überlastete Transportmittel.

Du kannst Deiner Reise aber auch mit Yoga und Meditation eine Prise Ruhe verleihen. Das indische Essen ist scharf und hygienische Verhältnisse können zu insbesondere zu Magenbeschwerden führen.

Mit dem Zug durch Indien

Ein Highlight: Wer auf ein typisch indisches Erlebnis aus ist, sollte auf jeden Fall mit dem Zug reisen. Das ist vor allem für Fernstrecken zu empfehlen. Man sieht nicht nur viel vom Land, sondern lernt auch eine Menge interessanter Menschen kennen und erlebt eine einzigartige Atmosphäre. Und vor allem ist eine Zugfahrt auch auf langen Strecken eine sehr günstige Möglichkeit.

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Taj Mahal in Agra

Zugegeben, es gibt sie: Die heißen, überfüllten und stickigen Waggons. Man kann sich aber auch für die Fahrt in einem luxuriösen Waggon mit Klimaanlage und sauberen Betten entscheiden.

Fährt man mit dem Zug durch Indien, kann man also wählen, ob man lieber in den komfortablen Touristenzügen oder in den funktioneller ausgestatteten Zügen unterwegs ist, mit denen auch die Einheimischen reisen.

Richtig luxeriöse Züge in Südindien sind zum Beispiel der Deccan Odyssey oder der Golden Chariot. Und: Es gibt sogar Züge nur für Frauen.

Streckenempfehlung

In Indien gibt es knapp 7.000 Bahnhöfe. Das indische Bahnnetz ist das längste und betriebsamste der Welt. Du kannst mit dem Zug also nur eine Teilstrecke oder durch das ganze Land fahren. Erste allgemeine Infos findest Du unter >> Indian Railways und >> Seat 61 .

In Südindien sind zum Beispiel folgende Strecken populär: Mit der Gebirgseisenbahn (Ooty Miniature Train) vorbei an Wälder, Teeplantagen und Wasserfällen ab/von Mettupalayam. Ab Visakhapatnam durch die Eastern Ghats oder eine Fahrt mit der Matherans Schmalspurbahn (Toy Train).

Ticketkauf

Wie kommst Du an Dein Ticket?

Persönlich am Bahnhof

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Inidscher Markt

Es ist nicht so einfach einen geöffneten Fahrkartenschalter am Bahnhof zu finden. Wenn Du einen gefunden hast, musst Du Dich durch das komplexe Preissystem kämpfen. In Indien kann man zwischen acht Buchungsklassen wählen. Das kann also unentspannt und herausfordernd werden.

Buchungsbüros

Einfacher ist es das Ticket vorab in einem Buchungsbüro für Touristen in einer größeren Stadt zu buchen. Ein Verzeichnis der Büros gibt es auf >> Indian Railways

Buchung von Deutschland aus

Du kannst Dein Ticket aber auch schon vor der Reise online buchen. Diese Webseiten werden vom Lonely Planet empfohlen (auf Train klicken). Hier kannst Du mit Kreditkarte eine Fahrkarte buchen und bekommst ein E-Ticket ausgestellt.

>> Indian Railway Catering and Tourism Corporation Limited
>> Cleartrip
>> Make My Trip
>> Yatra

Auf der Seite von >> Indian Railways kannst Du unter dem Link Information/International Tourist auch Infos zu Zugpässen finden. Damit kannst Du für bis zu 90 Tage unbegrenzt mit dem Zug reisen. Reservieren musst Du aber trotzdem und die Ersparnis ist gering. Wenn Du das Ticket verlierst oder nicht komplett nutzt bekommst Du keine Erstattung. Der Pass ist auch in internationalen Reisebüros in indischen Großstädten erhältlich oder in spezialisierten Agenturen in Deutschland.

Reservierungen

Für die so genannte 1AC, 2AC und 3AC, Chair Class, Sleeper Class musst Du eine Reservierung vornehmen (ab 90 Tage vorher möglich). Je nach Zug gibt es verschiedene Klassen und Sitzvarianten zur Auswahl. Die teuerste Klasse 1AC ist ein verschließbares Schlafwagenabteil mit 2-4 Liegen, Essen inklusive. Bei Nachtfahrten oder indischen Feiertagen unbedingt rechtzeitig reservieren!

Für die 2. Klasse ist keine Reservierung nötig. Hier sitzt Du dann mit jeder Menge anderer Passagiere auf Holz- und Plastiksitzen. Egal welche Kategorie Du buchst: Dein Gepäck solltest Du auf jeden Fall mit einem Schloss sichern.

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Der Elefant ist den Indern heilig

Was tun wenn Dein gewünschter Zug ausgebucht oder überbucht ist? Auch dann gibt es noch verschiedene Möglichkeiten und Du kannst versuchen 2 Tage vor Abfahrt ein “Last Minute Ticket” (Taktal) von Indian Railways zu ergattern oder auch ein “Touristenkontingent-Ticket” (Foreign Tourist Quota) bei einem Buchungbüro in einer größeren Stadt.

Sollten die auch nicht mehr verfügbar sein, sitzt Du im selben Boot wie die restliche Bevölkerung und kannst Dir ein “Wartelisten-Ticket” kaufen (WL Ticket). Die Chance ist gar nicht schlecht da viele Passagiere nicht erscheinen oder stornieren.

Mit dem limitiertrn “Reservation Against Cancellation Ticket” bekommst Du dann einen garantierten Platz im Zug bei dem Du  im schlechtesten Fall nur einen Sitzplatz statt Bett ergatterst.

Die Suche nach dem Sitzplatz

Hat man letztendlich ein bestätigtes Ticket mit Wagennummer und Sitzplatz drauf in der Hand, beginnt die Suche nach dem Sitzplatz.

Also Ellenbogen raus und durch, d.h. falls der Zug schon im Bahnhof ist, denn Zugverspätungen sind in Indien an der Tagesordnung. Da kann es schon mal passieren, dass man mehrere Stunden auf den Zug warten muss. In anderen Ländern würden die Reisenden jetzt ungeduldig den Bahnsteig auf und ab laufen.

Nicht so in Indien. Familien packen eine ganze Bandbreite an indischen Köstlichkeiten aus, von Chapatis, dem leckeren indischen Fladenbrot, bis hin zum Curry. Oder sie machen ein kleines Nickerchen bis der Zug endlich in den Bahnhof einfährt.

Weiter geht es also mit der Einfahrt des Zuges. Ganz plötzlich füllt sich der Bahnsteig mit Reisenden, die aus dem Nirgendwo aufzutauchen scheinen und sich um die Türen des Zuges scharen, um einen Blick auf die Passagierlisten an den Türen zu werfen.

Sie helfen sich gegenseitig beim Einsteigen und reichen Mitreisenden eilig ihre Koffer und Kinder. Einige Inder sind nicht an Touristen gewöhnt und so starren sie Reisende, die mit ihnen einen Waggon teilen, erst einmal mit großen Augen an. Hat man dann sein Bett für die Nacht gefunden, kann man endlich entspannen.

Die Zugfahrt

Hat der Zug sich in Bewegung gesetzt, beginnen die Gespräche, die Ventilatoren fangen an zu surren und man hört das Brummen der Motoren. Die Fenster sind vergittert und lassen einen an eine Gefängniszelle denken. Man sollte sich trotzdem nicht die Chance entgehen lassen die wunderschöne Landschaft jenseits der Gitterstäbe zu genießen. Um sich die Zeit etwas zu vertreiben, bietet sich ein kleiner Spaziergang durch die Gänge des Zuges an.

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Gewürze gibt es in Indien in allen Farben

Ein kleiner Tipp am Rande: Stell Dich in die Nähe der klimatisierten Waggons, mit etwas Glück gehen die Verbindungstüren auf und ein kühler Luftstoß erfüllt die schwüle Luft der Economy-Class.

Wenn es Zeit zum schlafen wird, steht die nächste Herausforderung bevor, nämlich in eines der Hochbetten zu klettern. Je nachdem in welcher Klasse man reist, können in der Kabine bis zu drei Betten übereinander sein.

Das oberste Bett bietet die meiste Sicherheit und vor allem die meiste Privatsphäre. Wer sich für dieses Bett entscheidet, sollte aber auch schwindelfrei sein.

Während der Fahrt laufen ständig Händler durch den Zug um Getränke, Essen, Zeitschriften und Spielzeug zu verkaufen. Manche singen sogar zur Unterhaltung der Passagiere und verdienen sich so ein bißchen Geld.

Vor allem den Chai-Typen wirst Du auf Deiner Zugreise schätzen lernen. Er verkauft Reisenden den süßen, milchigen Chai Tee. Einheimische teilen dieses indische Nationalgetränk mit Freunden, Familie und Arbeitskollegen überall und zu jeder Zeit.

Seine durchdringende Stimme hört man schon, wenn er sich noch am anderen Ende des Waggons befindet und ruft ‘Chaiiiiiii-ee, Chaiiiiii-eee, Garammmm Chaiiii’.

Verhaltenshinweise

Eine Reise durch Indien ist eine aufregende und beeindruckende, aber auch stressige Erfahrung. Reisende sollten sich auch bewusst sein, dass sie aus der Menge hervorstechen und dass sie von mach einem Inder stirnrunzelnd angeschaut werden. Inder sind offene und freundliche Menschen, nur sind sie oft den Anblick von ausländische Reisenden nicht gewohnt.

Generell sollte man bei Reisen durch Indien auf seine Körpersprache achten und sich den Landesgepflogenheiten entsprechend verhalten.

Frauen, besonders wenn sie alleine unterwegs sind, sollten noch ein paar weitere Ratschläge beherzigen, denn anders als in anderen, westlichen Ländern nimmt die Frau in Indien einen anderen Stellenwert ein. Ebenso wichtig ist ein selbstbewusstes Auftreten und klare Ansagen, wenn man sich eingeengt fühlt.

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Malerische Zugstrecken durch das Land

Einige weitere Tipps sind bei einer Zugreise zu beachten: Reist man als Frau alleine mit dem Zug durch Indien, muss man sein Ticket an einem speziellen Schalter für Frauen kaufen. Ein Vorteil in einigen Nachtzügen: hier gibt es nur für Frauen und Kinder reservierte Waggons.

Am besten man reserviert sich das oberste Bett, denn dass wird tagsüber nicht umgeklappt und so hat man Stauraum für seine Taschen. Generell ist es möglich für Frauen alleine durch Indien zu reisen. Wer jedoch leicht verunsichert ist, oder sich unsicher fühlt, sollte auf jeden Fall mit einer weiteren Person oder in einer Reisegruppe unterwegs sein.

Es ist noch zu sagen, dass diese Hinweise nicht als Abschreckung dienen, sondern nur auf die Verschiedenheiten und Herausforderungen aufmerksam machen sollen, die eine alleinreisende Frau in Indien erwarten. Nichtsdestotrotz ist Indien ein wunderbares Reiseland, man trifft viele offene Menschen und macht jede Menge tolle Erfahrungen.

Die ganzen Infos habe ich selber mal für mich zusammengetragen als ich nach Indien wollte (dann aber wie immer doch woanders hingefahren bin). Ergänzt wurden sie durch Live-Erfahrungen von Jenny die Halb-Inderin ist und selbst schon einige Zugreisen hinter sich hat. Das ist Jenny’s persönliche Routenempfehlung:

“So the itinerary would definitely depend on the time of year that you want to go because of the monsoon in the summer. I would say flying to and from Delhi makes the most sense, as the north is much more tourist friendly and helps you ease into India a bit more easily. I would however plan to leave Delhi as soon as possible and go up to the foothills of the himalayas, like Shimla and maybe Dharamshala. You can get to Shimla by train, and then once you are up in the foothills you can go everywhere by bus. Then I would head to Rajasthan, spend time in the desert, go to Jaipur and Udaipur. Then if the guy likes long trains, it would be cool to go from Rajasthan to Mumbai for a bit of city time. There is no point going to Goa in summer, it is completely dead. After Mumbai either head south to Kerala or east to Chennai, stopping off in a place like Hospet on the way. Depending on budget, fly from Chennai somewhere else or take train to Kolkata and then to Delhi/Agra for Taj Mahal.”

Jenny arbeitet für die Reisesuchmaschine “GoEuro”. Ein Start-up aus Berlin. GoEuro vergleicht und kombiniert sämtliche Transportmöglichkeiten für eine Reise innerhalb von Europa. Check it out here: GoEuro.

photo credits: KlausNahr cc-RejiK ccNew Delhices ccbetta design ccTravel Aficionado ccpatrikmloeff cc, Oshadee ccSwami Stream cc


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10 Kommentare

  1. Hey Feli,
    ein sehr schöner Bericht. So ähnlich ging es uns bei unserer Sri Lanka Reise. Am Freitag reise ich auch nach Indien. Ich freue mich schon sehr. Zwar nicht mit dem Zug, aber das Land bietet so viel… Ich denke, mit den ganzen Tipps werde ich schon auf meine Kosten kommen. Auch ich habe einige Länder bereist. Und für diese Reise werde ich auch bloggen. Mal sehen ob mir das gelingt. Wenn Du magst, schau einfach mal vorbei.
    Viele Grüße
    Selda
    http://www.travellife.blog

  2. Manfred L.

    Ich versuche schon seit Stunden eine Fahrkarte von Deutschland aus zu bezahlen.
    Natürlich kommt die Bezahlung stets am Schluss, wenn ich alle anderen Angaben schon gemacht habe. Da bekomme ich dann mitgeteilt, dass nur Kreditkarten, die in Indien ausgestellt wurden, akzeptiert werden.
    Oder dass das System gerade nicht funktioniert oder dass die DKB-Karte nicht genommen wird oder noch nicht verifiziert ist und dass das drei Tage dauert.

    Es geht lediglich um umgerechnet 5 € für eine Fahrt von 26 Stunden, zumal ich Rentner bin aber es geht einfach nicht.

    Der Artikel ist aber sehr schön 🙂

  3. Pingback: Die 10 größten Abzockmaschen in Indien - Flux um die Welt.

  4. Tina

    Hallo Feli! Wir sind gerade in Indien und bestreiten unsere Reiseroute komplett mit dem Zug, es macht total Spaß! Unsere Tickets haben wir online im Voraus gebucht. Das hat super geklappt, der Vorgang der Online-Registrierung bei Cleartrip und der indischen Bahn war aber etwas tricky. Deshalb haben wir hier eine kurze Anleitung zum Nachmachen verfasst: http://travel.bjoerne.com/reisevorbereitung-indien-planung-unserer-route-und-online-zugbuchung Vielleicht hilft’s ja dem ein oder anderen!

  5. Lotta

    heyhey mit wie viel geld muss ich ca. rechnen für 1 monat indien? was kostet dort ca. ne unterkunft und das herumreisen und essen (so mittlerer preis.. brauch keinen “luxus”)

    • Feli
      Author

      Hey Lotta, wenn Du Low Budget reist könntest Du mit 25-30 Euro pro Tag glaub ich gut hinkommen. Bei mehr Komfort brauchst du in Indien denk ich ähnlich viel wie in Südostasien (40-50). Kommt sicher auch auf die Gegenden an und was Du genau vor hast.

  6. Ein genial Informativer Post! Den werd ich sicher wieder zur Hand nehmen, wenn ich dann nächstes Jahr in Indien mit dem Zug unterwegs bin.

  7. Nach mittlerweile zehn Reisen durch Indien fallen mir folgende Punkte auf, auch wenn die Tipps ultimativ sind, sich also nicht mehr verbessern lassen 😉 :

    Sri Lanka ist ebensowenig ein Teil Indiens, wie Dänemark kein Teil Deutschlands ist.

    Ich habe noch nie einen Bahnhof gesehen, an der kein Tickteschalter offen gewesen wäre. Jeder Schalter hat seine halbe Stunde Pause, die aber angeschrieben und immer versetzt zu den Nachbarschaltern ist. Irgendwas ist also immer auf.
    Auch können die allermeisten Bahnhöfe, selbst in den kleinsten Käffern auf das Touristen-Ticket-Kontingent zugreifen, so daß eine Vorreservierung (aus Deutschland) nicht nötig ist. Ich habe erst zweimal kein Ticket mehr zwei oder drei Tage vor Abfahrt bekommen, und konnte dann aber mit Warteliste problemlos fahren.
    In größeren Städten gibt es eigene Touristenschalter, die Tickets oft nur gegen Vorlage eines (ausländischen) Ausweises verkaufen.
    Reisebüros haben überigens keinen Zugriff auf das Touristenkontingent, persönlich sind die Chancen also deutlich besser, noch ein Ticket zu bekommen.

    Wichtig beim Ticketkauf ist das Ticketformular, wo man Abfahrts- und Zielort, Zugnummer (nicht unbedingt erforderlich), Namen der Reisenden und Klasse angeben muß. Dies sollte man ausfüllen, bevor man an den Schalter geht. Für die Klasse empfiehlt sich der Sleeper (SL), der ist nicht-klimatisiert, man trifft „normale“ Inder, die sonst wenig mit Touristen zu tun hat und wird von fliegenden Händlern und den schon erwähnten Chai-Wallahs mit allem was man braucht oder nicht braucht versorgt.
    Schwül und stickig und überfüllt sind sie nur selten und im Herbst und Winter brauche ich nachts einen Schlafsack.
    Dies ist übrigens die 2. Klasse, für die unbedingt eine Reservierung nötig ist.

    Erst in der dritten Klasse gibt es keine Platzreservierung und es gilt, wer zuerst etwas durchs Fenster auf den Sitz legt, hat den Platz.

    Man kann sich im Zug auch Essen bestellen, irgendwann im Lauf der Zugfahrt geht jemand durch und fragt was man möchte. Das Essen wird dann später verteilt. Allerdings gibt es an den Bahnhöfen auch immer Essenshändler, bei denen man sich eindecken kann, oder man ißt bei den fliegenden Händlern direkt im Zug, oder man hat Glück und wird von der mitreisenden Familie eingeladen.

    In der Sleeper Class gibt es neben den Dreier-Schlafbänken auch zwei Seitliche Pritschen. Während diese wenn man zu zweit reist eine gewisse Privatsphäre bieten, sollte man beachten, daß die Länge der Liegefläche nur ca. 1,80 m beträgt. Je nach Körpergröße kann man also nicht unbedingt bequem liegen.

    • Feli
      Author

      Hi Skraal,
      vielen Dank für Deine ganzen Infos und Ergänzungen. Feedback ist immer erwünscht ultimativ hin oder her! Je mehr Tipps desto besser. Ups das mit Sri Lanka stimmt natürlich -> hab den Fehler grad rausgenommen. Zugfahren in Indien ist wirklich eine Wissenschaft für sich :). Ein Ticket im Voraus zu kaufen könnte vielleicht für Reisende Sinn machen die nur wenig Zeit haben und eine vorgeplante Strecke? Kannst Du bestimmte Strecken besonders empfehlen?