So bleibst du 2026 wirklich online
China ist eines der Länder, in denen man sich vor der Reise ein paar Gedanken über das Internet machen sollte. Nicht, weil mobiles Internet dort schlecht wäre, ganz im Gegenteil. 4G und 5G sind in den Städten hervorragend ausgebaut und selbst auf vielen Zugstrecken hatten wir erstaunlich guten Empfang.
Das Problem ist ein anderes: Das chinesische Internet ist nicht dasselbe Internet, das wir aus Europa kennen.
Google, Gmail, WhatsApp, Instagram, Facebook, YouTube, X und zahlreiche andere Dienste sind über normale chinesische Internetverbindungen blockiert. Auch viele Websites, Cloud-Dienste und Apps können betroffen sein. Das Auswärtige Amt weist ausdrücklich auf die staatliche Kontrolle des Internets und die Sperrung verschiedener westlicher Dienste hin.
Wir waren selbst vier Wochen in China unterwegs und haben verschiedene Lösungen ausprobiert: lokales Internet, VPN beziehungsweise Proxy-Lösungen und mehrere internationale eSIMs.
Unser Fazit fällt ziemlich eindeutig aus:
Für normale Reisende würden wir heute nicht versuchen, das China-Internet primär über einen VPN zu „reparieren“. Eine internationale Travel-eSIM ist wesentlich komfortabler.
Für unsere vierwöchige Reise hat sich insbesondere ein Setup bewährt:
Pangia Pass für das Smartphone + eine zweite Saily-eSIM mit großem Datenpaket für Remote Work und Tethering.
Damit konnten wir unterwegs Google, WhatsApp und unsere üblichen internationalen Dienste nutzen und gleichzeitig mit dem Laptop arbeiten.
In diesem Ratgeber erklären wir, warum das funktioniert, worauf du bei China-eSIMs achten musst und welche Alternativen es gibt.
Kurzfassung: Unsere Internet-Empfehlung für China
Wenn du nicht den ganzen Artikel lesen möchtest, hier direkt unser Setup:
| Lösung | Ideal für | Unser Urteil |
|---|---|---|
| Pangia Pass | Reisen, Navigation, WhatsApp, Social Media, Alltag | ⭐ Unsere bequemste Lösung |
| Saily Unlimited | Viel Datenverbrauch, Laptop, Remote Work, Hotspot | ⭐ Sehr gute Ergänzung |
| Trip.com eSIM | Preisbewusste Reisende | 💰 Oft extrem günstig |
| Lokale chinesische SIM | Chinesische Apps & lokale Nummer | Gut, aber Great Firewall |
| VPN | Hotel-WLAN / Spezialfälle | Nur als Backup |
| Proxy | Technikaffine Nutzer | Möglich, aber unnötig kompliziert |
Unser China-Setup: Pangia als permanente Reise-eSIM auf dem Smartphone und Saily als zusätzliche Datenleitung für datenintensive Nutzung und den Laptop.
Warum zwei eSIMs?
Weil „Unlimited“ bei praktisch allen internationalen eSIM-Anbietern eine Fair-Use-Regel beinhaltet. Für normales Reisen ist das meistens völlig ausreichend. Wer allerdings mehrere Stunden am Laptop arbeitet, Videocalls macht, Dateien synchronisiert oder seinen Laptop dauerhaft per Hotspot verbindet, verbraucht schnell sehr viel Datenvolumen.
Mit zwei unabhängigen eSIMs hatten wir außerdem ein zusätzliches Backup, in China keine schlechte Idee.
Warum ist das Internet in China anders?
China betreibt ein umfangreiches Filtersystem für Internetverkehr, das umgangssprachlich als Great Firewall of Chinabezeichnet wird.
Dabei kommen unter anderem DNS-Filterung, IP-Sperren und weitere technische Filtermethoden zum Einsatz. Das System wird laufend verändert und weiterentwickelt.
Das merkst du als Reisender ziemlich schnell.
Mit einer normalen chinesischen Internetverbindung können beispielsweise Dienste wie diese nicht oder nur eingeschränkt erreichbar sein:
Google Search
Google Maps
Gmail
Google Drive
YouTube
WhatsApp
Instagram
Facebook
X
Reddit
und diverse internationale Nachrichten- und Webdienste.
Welche Dienste konkret funktionieren, kann sich verändern. Genau deshalb solltest du dich vor deiner Reise um deine Internetlösung kümmern.
Funktioniert WLAN in China?
Natürlich.
Hotels, Cafés, Flughäfen und Restaurants bieten häufig WLAN an. Die eigentliche Internetverbindung funktioniert meist ebenfalls gut.
Nur:
Das WLAN befindet sich innerhalb des chinesischen Internets.
Das bedeutet, dass die Great Firewall weiterhin greift.
Du kannst dich also problemlos mit dem WLAN deines Hotels verbinden und anschließend feststellen, dass Gmail oder WhatsApp trotzdem nicht funktionieren.
Gerade für Remote Worker ist das wichtig.
Ein Hotel kann dir schnelles 300-Mbit-WLAN anbieten. Wenn deine wichtigsten Arbeitsdienste blockiert sind, hilft dir die Geschwindigkeit allerdings wenig.
Funktioniert eine lokale chinesische SIM-Karte?
Ja. Und rein vom Preis-Leistungs-Verhältnis können lokale SIM-Karten hervorragend sein.
China verfügt über mehrere große Mobilfunknetze mit sehr guter Abdeckung. Mobiles Datenvolumen ist vergleichsweise günstig und insbesondere in den Großstädten ist die Netzqualität ausgezeichnet.
Es gibt allerdings zwei entscheidende Nachteile.
1. Eine lokale SIM befindet sich hinter der Great Firewall
Eine SIM von einem chinesischen Mobilfunkanbieter verbindet dich grundsätzlich mit dem lokalen chinesischen Internet.
Damit gelten wieder die entsprechenden Einschränkungen.
Wer Gmail, Google, WhatsApp oder Instagram benötigt, braucht also gegebenenfalls eine zusätzliche Lösung.
2. Der Kauf ist aufwendiger
Mobilfunkverträge beziehungsweise SIM-Karten werden in China registriert. Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass Mobiltelefonverträge vor Ort nur gegen Ausweis und Gesichtsscan abgeschlossen werden können.
Für längere Aufenthalte kann eine chinesische SIM trotzdem sinnvoll sein, insbesondere wenn du eine chinesische Telefonnummer benötigst.
Für eine normale Urlaubsreise würden wir uns diesen Aufwand inzwischen allerdings sparen.
VPN in China: Warum wir ihn nicht mehr als Hauptlösung empfehlen
Jahrelang lautete der klassische China-Tipp:
„Installiere dir vor der Reise einen guten VPN.“
Technisch ist die Idee nachvollziehbar. Ein VPN baut einen verschlüsselten Tunnel zu einem Server außerhalb Chinas auf. Der Internetverkehr läuft anschließend über diesen Server.
Das Problem: Die chinesischen Systeme versuchen wiederum, solche Verbindungen zu erkennen und einzuschränken.
Dadurch entsteht ein permanentes Katz-und-Maus-Spiel.
Ein VPN kann heute funktionieren und einige Wochen später Probleme machen. Selbst innerhalb derselben Reise können Verbindungen unterschiedlich zuverlässig sein.
Und genau deshalb wollten wir unsere China-Reise nicht davon abhängig machen.
Hinzu kommt die rechtliche Situation: Das Auswärtige Amt schreibt aktuell ausdrücklich, dass die Nutzung von VPN-Diensten zur Umgehung der staatlichen Internetzensur verboten ist und empfiehlt Reisenden, auf VPN-Dienste zu verzichten.
Wir würden einen VPN daher weder als universelle noch als sorgenfreie Standardlösung für China darstellen.
Und was ist mit Proxy-Servern?
Technisch gibt es neben klassischen VPNs noch zahlreiche andere Möglichkeiten, Datenverkehr über einen Server außerhalb Chinas zu leiten.
Dazu gehören verschiedene Proxy-Technologien.
Gerade unter technikaffinen Nutzern existiert ein regelrechtes Ökosystem entsprechender Dienste. Eine 2026 veröffentlichte wissenschaftliche Untersuchung beschreibt beispielsweise sogenannte „Airports“. Kommerzielle Proxy-Dienste, die in China zur Umleitung von Internetverkehr genutzt werden. Gleichzeitig weisen die Forscher auf Ausfälle, Abschaltungen, komplizierte Konfigurationen und Sicherheitsrisiken hin.
Für normale Reisende ist das aus unserer Sicht deshalb keine besonders attraktive Lösung.
Denn inzwischen gibt es etwas wesentlich Einfacheres.
Der Gamechanger: internationale eSIMs für China
Eine eSIM ist zunächst einmal nichts anderes als eine digitale SIM-Karte.
Du musst keine kleine Plastikkarte mehr in dein Smartphone stecken. Stattdessen wird ein Mobilfunkprofil auf dem eSIM-Chip deines Smartphones installiert.
Das allein umgeht allerdings nicht die Great Firewall.
Der entscheidende Punkt ist ein anderer:
Internationales Roaming und das Routing der Daten
Viele internationale Travel-eSIMs verwenden in China zwar ein chinesisches Mobilfunknetz für die Funkverbindung, behandeln dich technisch aber als internationalen Roaming-Kunden.
Deine Daten können anschließend über die internationale Infrastruktur des eSIM-Anbieters zu einem Gateway außerhalb des chinesischen Festlands geleitet werden.
Solche Gateways können beispielsweise in Hongkong, Singapur oder anderen Ländern liegen.
Erst dort gelangt dein Datenverkehr ins öffentliche Internet.
Das ist ein grundlegend anderer Datenweg als bei einer lokalen chinesischen SIM.
Technische Untersuchungen internationaler eSIM-Anbieter zeigen, dass Mobilfunkanbieter den Standort des eigentlichen Internet-Gateways vom verwendeten lokalen Mobilfunknetz entkoppeln können.
Einige große Travel-eSIM-Anbieter beschreiben genau dieses Prinzip inzwischen ausdrücklich für China: Der Datenverkehr wird über internationale Gateways außerhalb Mainland Chinas geleitet, wodurch auf deren Mobilfunkverbindung Dienste erreichbar sind, die über lokale chinesische Internetanschlüsse blockiert sind.
Aber Vorsicht: Nicht jede eSIM funktioniert so
Das ist einer der wichtigsten Punkte dieses Artikels.
eSIM bedeutet nicht automatisch freies Internet.
Eine eSIM kann technisch genauso gut ein lokales chinesisches Datenprodukt sein.
Entscheidend ist nicht, ob auf der Verpackung „eSIM“ steht, sondern wie der Anbieter den Internetverkehr routet.
Deshalb solltest du bei einer China-eSIM darauf achten, ob der Anbieter ausdrücklich internationalen Datenverkehr beziehungsweise Zugriff auf internationale Dienste erwähnt.
Unsere Empfehlung Nr. 1: Pangia Pass
Wir reisen bereits mit Pangia Pass und haben die eSIM auch während unserer vier Wochen in China genutzt.
Das Konzept unterscheidet sich etwas von den typischen eSIM-Shops.
Statt vor jeder Reise ein neues Paket für das jeweilige Land zu kaufen, installierst du eine globale eSIM, die anschließend in zahlreichen Ländern funktioniert.
Aktuell wirbt Pangia mit 127 unterstützten Ländern. Der Monatstarif kostet derzeit 35 US-Dollar; beim Jahrestarif sind es 27 US-Dollar pro Monat, jährlich abgerechnet. Preise und Abdeckung können sich natürlich ändern.
Für Vielreisende ist das extrem angenehm.
Flugmodus aus.
Pangia einschalten.
Online.
Wir mussten uns nicht bei jeder neuen Destination erneut um eine SIM oder eSIM kümmern.
Pangia in China
Für unser normales Smartphone-Internet hat Pangia in China sehr gut funktioniert.
Das betrifft genau die Dinge, die wir unterwegs ständig brauchen:
Navigation, Browser, Messenger, Social Media, E-Mail und allgemeine Reiseorganisation.
Genau deshalb würden wir Pangia auch als Basis-Lösung für eine China-Reise verwenden.
Ein weiterer Vorteil: Hotspot beziehungsweise Tethering wird von Pangia unterstützt.
Aber: „Unlimited“ bedeutet Fair Use
Hier sollte man realistisch bleiben.
Pangia vermarktet seinen Tarif als Unlimited. Gleichzeitig gilt wie bei vergleichbaren globalen Angeboten eine Fair-Use-Regel.
Wir haben das bereits ausführlich in unserem Pangia Pass Test beschrieben.
Bei dauerhaft sehr hohem Datenverbrauch kann die Geschwindigkeit reduziert werden. Gerade massive Downloads, Cloud-Synchronisation, Videostreaming und permanentes Tethering sind deshalb nicht unbedingt das Nutzungsszenario, für das wir Pangia einsetzen würden.
Für normales Reisen ist das für uns kein großes Problem.
Für Remote Work wollten wir jedoch mehr Reserven.
Und deshalb kam eSIM Nummer zwei ins Spiel.
Unsere Empfehlung Nr. 2 für Remote Work: Saily Unlimited
Wenn du einfach nur durch China reist, brauchst du wahrscheinlich keine zweite eSIM.
Wenn du allerdings unterwegs arbeiten möchtest, sieht die Sache anders aus.
Wir hatten deshalb zusätzlich ein großes beziehungsweise Unlimited-Datenpaket von Saily aktiviert.
Das hat sich insbesondere für unseren Laptop bewährt.
Saily unterstützt in China 3G/4G/LTE/5G, abhängig vom verfügbaren lokalen Netz, und erlaubt laut Anbieter Hotspot-Sharing.
Das Smartphone wurde dadurch praktisch zu unserem mobilen Router.
Laptop auf.
Persönlichen Hotspot aktivieren.
Mit Saily verbinden.
Arbeiten.
Damit waren wir nicht darauf angewiesen, dass das WLAN des Hotels für unsere benötigten Dienste funktioniert.
Der Haken bei Saily Unlimited
Auch hier gilt:
Unlimited bedeutet nicht unbegrenzt Highspeed.
Bei unserem Tarif standen pro Nutzungszeitraum zunächst rund 5 GB Highspeed-Daten zur Verfügung. Nach Überschreiten der Fair-Use-Grenze wird die Geschwindigkeit stark reduziert.
Saily bietet in China aktuell neben Paketen mit 1, 3, 5, 10 oder 20 GB auch Unlimited-Tarife an. Der Unlimited-Tarif wird derzeit ab rund 44,49 Euro angeboten; Konditionen und Preise können sich jederzeit ändern.
Gerade die konkrete Fair-Use-Regel solltest du vor der Buchung noch einmal in den aktuellen Tarifbedingungen überprüfen.
Für uns war das dennoch extrem praktisch.
5 GB Highspeed an einem normalen Arbeitstag sind ziemlich viel, solange man nicht nebenbei gigantische Dateien herunterlädt oder stundenlang hochauflösendes Video streamt.
Für Browserarbeit, WordPress, Slack, E-Mail, Dokumente und normale Calls kamen wir damit problemlos zurecht.
Warum wir Pangia + Saily kombiniert haben
Auf den ersten Blick klingt es übertrieben, zwei eSIMs zu verwenden.
In der Praxis war das für vier Wochen China aber ziemlich angenehm.
Pangia war unsere Always-on-Verbindung für das Smartphone.
Saily war unsere Workhorse-Verbindung für datenintensive Nutzung.
Dadurch mussten wir uns über Fair Use deutlich weniger Gedanken machen und hatten gleichzeitig zwei voneinander unabhängige Internetoptionen.
Gerade beim Remote Working ist Redundanz Gold wert.
Wenn dein Einkommen davon abhängt, dass du um 10 Uhr an einem Call teilnehmen kannst, möchtest du nicht 20 Minuten vorher feststellen, dass dein einziger Internetzugang gerade nicht funktioniert.
Wichtiger Trick: Laptop per Smartphone-Hotspot verbinden
Das ist vielleicht der wichtigste praktische Tipp für Remote Worker.
Angenommen, deine eSIM ermöglicht auf dem Smartphone den Zugriff auf deine üblichen Dienste.
Dann kannst du, sofern dein Tarif Tethering erlaubt, auch deinen Laptop über den persönlichen Hotspot deines Smartphones verbinden.
Der Datenverkehr des Laptops läuft dann ebenfalls über die mobile Datenverbindung der eSIM.
Das ist etwas völlig anderes, als den Laptop direkt mit dem Hotel-WLAN zu verbinden.
Hotel-WLAN → chinesisches Internet → Great Firewall
Laptop → Smartphone-Hotspot → internationale Travel-eSIM → internationales Gateway
Genau dieser Unterschied machte unser Setup so angenehm.
Noch günstiger: China-eSIM über Trip.com
Eine interessante Alternative haben viele Reisende überhaupt nicht auf dem Radar:
Trip.com verkauft ebenfalls eSIMs.
Trip.com kennen die meisten wahrscheinlich als Buchungsportal für Hotels, Flüge und Züge.
Inzwischen gibt es dort aber auch eine überraschend große Auswahl an Datenpaketen.
Und preislich kann das spannend werden.
Aktuell werden China-eSIMs teilweise bereits für deutlich unter einem US-Dollar pro Tag angeboten. Die Preise schwanken je nach Datenmenge, Laufzeit und gewähltem Produkt erheblich.
Teilweise ist das nur ein Bruchteil dessen, was bekannte internationale eSIM-Apps verlangen.
Warum empfehlen wir trotzdem nicht pauschal irgendeine Trip.com-eSIM?
Weil du genauer hinschauen musst.
Trip.com ist eher ein Marktplatz mit vielen verschiedenen Paketen.
Es gibt beispielsweise:
China-only
China/Hongkong/Macau
tägliche Datenpakete
Gesamtvolumen
verschiedene Netze
unterschiedliche Laufzeiten.
Und für China ist eben nicht nur die Datenmenge entscheidend.
Das Routing muss stimmen.
Wer eine Trip.com-eSIM nur nach „100 GB möglichst billig“ auswählt, hat noch nicht automatisch geklärt, über welchen Internetzugang das konkrete Produkt verfügt.
Wir würden deshalb gezielt nach Produkten suchen, bei denen die Nutzung internationaler Dienste beziehungsweise ein entsprechendes internationales Routing klar beschrieben wird.
Wer zehn Minuten Recherche investiert, kann bei Trip.com aber teilweise sehr viel Geld sparen.
Pangia vs. Saily vs. Trip.com: Was würden wir nehmen?
Für eine normale China-Reise
Pangia Pass.
Vor allem dann, wenn du ohnehin häufiger reist.
Einmal installieren und anschließend in zahlreichen Ländern verwenden. Genau diese Einfachheit gefällt uns.
Du landest und bist online.
Keine Tarifrecherche.
Keine neue eSIM.
Keine 7-Tage-, 15-Tage- oder 20-GB-Rechnerei.
Für Remote Worker
Pangia + Saily.
Pangia für den Alltag.
Saily für Hotspot, Laptop und größeren Datenverbrauch.
Genau mit diesem Setup sind wir während unserer vier Wochen sehr gut gefahren.
Für Backpacker und Sparfüchse
Trip.com anschauen.
Wenn du bereit bist, Tarife und Produktdetails miteinander zu vergleichen, findest du dort teilweise extrem günstige Angebote.
Für jemanden, der einfach nur „einmal installieren und vergessen“ möchte, ist uns Pangia allerdings lieber.
Brauche ich zusätzlich einen VPN?
Bei unserem mobilen Setup war für den normalen Alltag kein zusätzlicher VPN notwendig.
Das bedeutet allerdings nicht, dass ein VPN grundsätzlich nutzlos wäre.
Ein entscheidender Unterschied bleibt nämlich:
Die eSIM hilft dir nur, solange du ihre mobile Datenverbindung verwendest.
Sobald du dein Smartphone oder deinen Laptop direkt mit einem normalen chinesischen WLAN verbindest, befindest du dich wieder innerhalb des chinesischen Internetzugangs.
Entsprechend können die Sperren wieder greifen.
Aus technischer Sicht könnte hier ein VPN oder eine andere Tunnel-Lösung relevant werden. Wegen der sich ständig verändernden technischen Zuverlässigkeit und insbesondere der rechtlichen Hinweise des Auswärtigen Amts würden wir einen VPN aber nicht als zentrale Empfehlung dieses Ratgebers darstellen.
Für uns war die einfachere Lösung:
Wenn wir unbedingt auf unsere normalen Dienste zugreifen mussten, haben wir einfach die mobile eSIM-Verbindung verwendet.
Remote Work in China: Unser Setup
Wenn wir morgen wieder für vier Wochen nach China reisen und unterwegs arbeiten müssten, würden wir es praktisch genauso machen:
1. Pangia Pass bereits vor Abflug installiert.
Als permanente mobile Verbindung für Smartphone und Reisen.
2. Zweite eSIM mit großem Datenpaket.
Bei uns Saily Unlimited.
3. Hotspot für den Laptop.
Bei wichtigen Arbeiten lieber über die mobile Verbindung als vollständig auf Hotel-WLAN verlassen.
4. Cloud-Synchronisation begrenzen.
Große Updates und Backups nicht automatisch über Mobilfunk durchführen.
5. Redundanz.
Zwei unabhängige eSIM-Produkte sind für Remote Worker wesentlich angenehmer als eine einzelne Verbindung.
Damit kamen wir während unserer Reise sehr entspannt durch.
Unser Fazit: eSIM statt China-Internetkampf
China gehört zu den faszinierendsten Ländern, die wir bereist haben.
Digital funktioniert das Land hervorragend, nur eben nach eigenen Regeln.
Unser größter Tipp lautet deshalb:
Versuche nicht erst nach der Landung herauszufinden, wie du an dein gewohntes Internet kommst.
Bereite die Verbindung vorher vor.
Lokale SIM-Karten sind günstig und das chinesische Mobilfunknetz ist ausgezeichnet. Wer allerdings weiterhin Google, Gmail, WhatsApp, Instagram oder internationale Arbeitsdienste benötigt, muss sich zusätzlich mit den Internetrestriktionen beschäftigen.
VPNs waren dafür lange der klassische Tipp.
Für uns ist eine entsprechend international geroutete Travel-eSIM inzwischen die wesentlich angenehmere Lösung.
Während unserer vier Wochen in China hat sich insbesondere diese Kombination bewährt:
Unsere Empfehlung
Für normales Reisen: Pangia Pass
Einmal installieren, in zahlreichen Ländern verwenden und nach der Landung direkt online sein.
→ Unser ausführlicher Pangia Pass Test + Rabattcode
Für Remote Work: Pangia + Saily
Pangia für den Alltag und Saily mit großem beziehungsweise Unlimited-Datenpaket für Laptop und Hotspot.
→ Unser ausführlicher Saily Test + Rabattcode
Für Sparfüchse: Trip.com
Wer Preise vergleichen möchte, sollte unbedingt auch die eSIM-Angebote bei Trip.com ansehen. Dort gibt es teilweise erheblich günstigere Pakete als bei den bekannten eSIM-Apps.
Hier muss man allerdings genauer auf Datenvolumen, Laufzeit und insbesondere die Eigenschaften des jeweiligen China-Tarifs achten.
Für uns war die etwas teurere, aber unkomplizierte Variante am Ende genau richtig:
Pangia einschalten, Saily als Datenreserve und China genießen, statt ständig an der Internetverbindung herumzubasteln.


