Das Wheel of Life: Bring dein Leben in die perfekte Balance!

Hi, schön dass Du hier bist!
Kennst Du schon meine ultimative Backpacking Packliste und hast du dich schon für meinen kostenlosen Travelicia Newsletter eingetragen? Für mehr Tipps werde Fan auf Facebook und Teil der kostenlosen Travelicia CONNECT Facebook Gruppe!

Ich bin immer unterwegs, auf der ganzen Welt. Wenn ich zuhause in Berlin bin, packt mich das Fernweh. Deshalb dauert es nie lange, bis ich wieder „on the Road“ bin. Meinen festen Job habe ich an den Nagel gehängt – und damit auch alle festen Strukturen, die ein Leben am selben Ort eben so hat.

Aber das ist noch nicht alles: Ich habe nicht nur meinem festen Umfeld Tschüss gesagt, sondern auch fast allem materiellen Besitz. Waschmaschine, Couch, Einbauküche? Habe ich nicht. Ich brauche Freiheit und Leichtigkeit – Besitz macht mich schwer. Mein Geld investiere ich lieber in den nächsten Reise-Trip. Mein Backpack ist längst mein Zuhause geworden.

Doch auch ein Leben unterwegs braucht Regelmäßigkeiten, Routinen, Pausen und Balance. Klar, Abenteuer hat man unterwegs eine Menge, aber das ist ja nicht das einzige Bedürfnis, das wir haben, oder? Was ist mit Aufgaben, Lernen, dem Freundeskreis, der Beziehung, Sport oder gesunder Ernährung. Um glücklich zu sein, darf auch das alles bei mir nicht auf der Strecke bleiben. Muss man für einen Bereich auf einen anderen verzichten? Wenn du also viel reist, bedeutet das gleichzeitig, dass deine Freundschaften zuhause zu kurz kommen, oder ganz verschwinden?

Da habe ich eine beruhigende Antwort für dich: Nein.
Mit sind solche Dinge auch schon oft durch den Kopf gegeistert: Wie bekomme ich alles unter einen Hut. Und dann habe ich vom „Wheel of Life“ erfahren.

Das Wheel of Life

Mit dem Wheel of Life schaffst du dir ein Blick auf dein Leben in Vogelperspektive. Diese Methode hilft dir, zu beurteilen, welche Lebensbereiche wichtig für dich sind, in welchen Bereichen du wo stehst und wo du investieren musst, um dein Leben wieder in Gleichgewicht zu bringen.

Oft ist es doch so: Bist du auf Arbeit richtig involviert, leidet vielleicht deine Beziehung. Konzentrierst du dich sehr auf deinen Sport bzw. Verein, kommen deine Freunde vielleicht zu kurz. Beim Wheel of Life geht es darum, persönlich zu wachsen, indem du jedem Lebensbereich die Aufmerksamkeit schenkst, die er verdient – und eben auch merkst, wenn etwas ins Ungleichgewicht rutscht.

Aber genug zur Theorie, am besten erklär ich es dir ganz konkret. Also: Hol dir einen Stift, ein großes Blatt Papier – oder schmeiß das Grafikprogram auf deinem Rechner an.

So geht’s: Erstelle dein eigenes Wheel of Life

1. Zeichne zuerst einen großen Kreis

Diesen Kreis teilst du jetzt in verschiedene Abschnitte auf – wie ein Kuchendiagramm. Es werden so viele Kuchenabschnitte, wie für dich relevante Lebensbereiche.

2. Überlege: Was sind deine relevanten Lebensbereiche?

Hier kommen die 12 Wheel-of-Life-Kategorien:

Erfahrungen

  • Deine Liebesbeziehung(en)
  • Deine Freundschaften
  • Deine Abenteuer
  • Deine Umgebung

Wachstum

  • Deine Gesundheit und Fitness
  • Dein Wissen/Lernen
  • Deine Fähigkeiten
  • Deine Spiritualität

Beitrag

  • Deine Karriere
  • Deine Kreativität
  • Dein Familienleben
  • Dein gesellschaftliches Leben

Dir sind andere Kategorien wichtig? Kein Problem – es ist dein Kuchen!

3. Lebensbereiche gefunden?

Dann schreibe über jedes der Kuchenstücke nun einen deiner Lebensbereiche. Zeichne bei jedem Kuchenstück (mittig) von der Mitte aus eine Skala bis an den Kreisrand. Schau mal auf das Beispielbild unten, dann weißt du, wie ich das meine.
Bei der Skala ist die Kreismitte die Null und der Kreisrand die 10.

4. Bewerte jetzt deine Lebensbereiche

Welche Punktzahl würdest du jedem einzelnen von Ihnen geben? Wie zufrieden bist du mit dem jeweiligen Lebensbereich? (Null Punkte ist schlecht, 10 Punkte ist komplett zufrieden.) Die erste Zahl, die dir in den Kopf schießt, ist meistens schon die richtige. Denk einfach nicht so viel darüber nach und entscheide das ganz intuitiv.

Zu jedem Bereich gibt es Hilfsfragen – z. B. diese hier:

Deine Liebesbeziehung(en)
Wie definierst du Liebe? Was erwartest du von einer Beziehung (Geben? Nehmen? Beides?)? Glaubst du, dass Liebe immer auch Schmerz bringt? Glaubst du, Liebe währt ewig? Glaubst du, dass du bedingungslos lieben kannst? Glaubst du daran, dass du es verdienst, geliebt und beschützt zu werden?

Vergebe die Punktzahl z. B. danach, wie viel Zeit ihr miteinander verbringt.

Deine Freundschaften
Wie definierst du Freundschaft? Glaubst du, Freundschaft kann ewig halten? Glaubst du, dass du deinen Freunden mehr gibst, als du zurückbekommst? Findest du es einfach oder schwer, Freundschaften zu schließen?

Vergebe deine Punktzahl z. B. danach, wie gut ihr in Kontakt bleibt. Rufst du enge Freunde regelmäßig an oder lädst du einmal im Monat zum Brunch ein? Kümmerst du dich um Freunde, die gerade eine schwere Zeit durchmachen?

Deine Abenteuer
Was bedeutet Abenteuer für dich? Reisen? Sportliche Herausforderungen? Kunst und Kultur? Fremde Kulturen? Gibt es in deinem Leben genug Raum für Abenteuer? Denkst du, du musst erst viel Geld für deine Rente sparen, bevor du es für einen langen Trip ausgibst? Fühlst du dich schuldig, wenn du für eine Reise Job und/oder Familie mal kurz hinter dir lässt? Denkst du, Geld ausgeben für Abenteuer (z. B. Skydiving) ist leichtfertig?

Vergebe deine Punktzahl hier nach der Häufigkeit von Urlauben oder Abenteuer-Trips. Du könntest es z. B. auch daran festmachen, dass du mindestens einmal im Monat einen neuen Ort erkundest – der kann übrigens auch in deiner direkten Umgebung sein.

Deine Umgebung
Wo bist du am glücklichsten? Bist du damit zufrieden, wo und wie du lebst? Wie definierst du „Zuhause”? Welche Elemente deiner Umgebung sind für dich am wichtigsten (Farben, Geräusche, Einrichtung, usw.)? Denkst du, du verdienst ein tolles Zuhause, einen Aufenthalt im Fünf-Sterne-Hotel beim Reisen oder ein schickes Büro?

Vergebe deine Punktzahl z. B. nach der Häufigkeit, in der du Ordnung in dein Zuhause bringst – jeden Morgen das Bett machen oder jeden Abend den Abwasch. Genauso kannst du Punkte für deine Lebensqualität vergeben – die Häufigkeit von Dingen, die du für dich selbst tust (z. B. Massagen oder Spa-Besuche).

Deine Gesundheit und Fitness
Wie definierst du physische Gesundheit? Wie gesundes Essen? Hast du irgendwelche Krankheiten – bzw. die Veranlagung z. B. zu Übergewicht? Denkst du, du wirst mindestens genauso, wenn nicht länger als deine Eltern leben? Wie wirst du wohl altern?

Vergebe deine Punktzahl nach bestimmten Fitness-Zielen oder -Routinen. Bei mir ist es z. B. die Push-up-Routine. Du kannst deine Ziele aber auch an einem bestimmten Gewicht festmachen, der Routine, einmal die Woche zum Yoga oder Pilates zu gehen, oder an sowas wie z. B. deinem Blutdruck-Wert.

Dein Wissen/Lernen
Wie viel lernst du? Wie viel wächst du daran? Wie viel Kontrolle hast du über deine täglichen Gedanken oder auch Grübeleien? Glaubst du, du hast genügend Wissen, um deine Ziele zu erreichen?

Fange an, Systeme in deinen Alltag einzubauen, die dir helfen, immer mehr zu lernen: Jeden Abend ein paar Seiten lesen, bevor du ins Bett gehst, regelmäßig Ausstellungen besuchen oder immer mal wieder einen neuen Raum in einem Museum entdecken (einmal die Woche?). Ein schönes Ziel ist beispielsweise auch zwei Bücher im Monat zu lesen.

Deine Fähigkeiten
Worin bist du „gut“? Und was kannst du nicht so besonders? Wieso ist das so? Was hält dich davon ab, Neues zu lernen? Hast du Fähigkeiten, die du nicht brauchst? Was hält dich davon ab, etwas zu ändern? Was für besondere Fähigkeiten und Charakterzüge hast du, die du für besonders wertvoll hältst? Was macht dir überhaupt keinen Spaß?

Verbringe eine bestimmt Anzahl von Stunden in der Woche, in denen du dich damit beschäftigst, deine Fähigkeiten auszubauen. Ich z. B. habe mir jede Woche ein paar Stunden dafür geblockt, zu lernen, wie man sich besser organisiert und arbeitet.

Deine Spiritualität
An welche geistigen Werte glaubst du? Praktizierst du irgendeine Form von Spiritualität – und wenn ja, wie oft? Ist Spiritualität eine individuelle oder gemeinschaftliche Erfahrung für dich? Steckst du in gesellschaftlichen oder religiösen Rollenmodellen fest, die du aber nicht verlassen kannst, weil du fürchtest, jemanden damit zu verletzen (z. B. Familie)?

Du könntest dir jeden Tag 15 Minuten Zeit zum Meditieren nehmen oder jeden Tag ein paar Seiten über Spirituelles lesen. Vielleicht möchtest du jeden Tag jemandem gute Gedanken senden? Mein Ziel in dieser Kategorie ist 15 Minuten Meditation täglich.

Deine Karriere
Wie definierst du Arbeit? Wie Karriere? Wie sehr genießt du dein Arbeitsleben? Fühlst du dich gesehen und geschätzt? Hast du, was du brauchst, um erfolgreich zu sein?

Du könntest einer Fachgruppe beitreten, um eine bestimmte Anzahl an Meetings im Jahr zu besuchen. Oder du liest pro Monat ein Buch zu Karriere-Themen. Wenn du dich beruflich verändern möchtest, dann lies pro Woche eine bestimmte Anzahl von Artikeln dazu, was du tun möchtest.

Deine Kreativität
Denkst du, dass du kreativ bist? Gibt es eine kreative Person, die du bewunderst? Warum? Was würdest du gerne können? Hast du ein Talent für irgendetwas Kreatives?

Mach etwas Kreatives zum Teil deines Lebens. Wie wäre es mit 20 Minuten schreiben jeden Tag? Eine Improvisationstheater-Klasse? Gibt es ein bestimmtes kreatives Projekt, dass du voranbringen möchtest?

Dein Familienleben
Was denkst du, ist deine Rolle als Lebenspartner? Welche ist es als Sohn oder Tochter? Macht deine Familie dich glücklich? Ist Familie für dich Last oder Glück?

Setze dir als Ziel jede Woche eine bestimmte Zeit für Familienaktivitäten freizuhalten – egal, ob nur mit den Kindern, deinen Eltern, der ganzen Familie oder Verwandten. Du könntest deine Eltern regelmäßig anrufen oder sonntags zum frühstück vorbeischauen usw.

Dein gesellschaftliches Leben
Teilst du die Werte der Gesellschaft, in der du lebst? Was glaubst du, ist der wichtigste Zweck einer Gemeinschaft? Bist du in der Lage mitzuwirken? Leistest du einen Beitrag?

Du könntest regelmäßig einen Betrag spenden für einen guten Zweck. Du könntest irgendwo ehrenamtlich helfen. Ich z. B. spende regelmäßig einen bestimmten Betrag für Charity-Projekte.

5. Punkte verbinden

Jetzt verbinde alle Punkte miteinander. Je nachdem, wie ausbalanciert deine Zufriedenheit in den einzelnen Lebensbereichen ist, ist dein Kreis nun entweder rund, oder er hat Kanten.

6. Lebensziel? Besonderer Wert?

Wenn du möchtest, kannst du über dein Wheel of Life noch ein Lebensmotto, ein übergeordnetes Ziel oder einen Wert notieren, der dir persönlich wichtig ist. Dann kannst du – wenn du dein Lebensrad betrachtest – auch immer überprüfen, ob das, was gerade ist, auch zu deinem Lebensziel passt.

7. Stelle die richtigen Fragen

Jetzt hast du visualisiert, welche Lebensbereiche „gut laufen“ und welche besser laufen könnten. Du weißt, worin du gut bist und in welche Bereiche du investieren musst, um zufriedener zu werden. Visualisierungen machen uns Dinge bewusster, die wir vielleicht schon geahnt hatten – sie helfen uns, Ziele zu definieren.

Schau dir dein Wheel of Life ganz in Ruhe an. Frag dich, ob du das, was du siehst, gut findest. Fällt dir vielleicht irgendwas auf? Würdest du gern etwas verändern? Was musst du tun, um etwas zu verändern?

Wichtig ist, dass du Veränderung in kleinen Schritten angehst. Steht z. B. deine Ernährung auf zwei Punkten, musst du nicht morgen gleich eine Zehn haben. Wie wäre es denn erst einmal mit einer Drei, dann einer Vier usw.? Setze dir Ziele und stelle dein Leben langsam, aber dafür nachhaltig um!

Es geht auch nicht darum, dass du einen perfekten Kreis hinbekommst. Vielleicht reicht dir in manchen Lebensbereichen eine niedrigere Zahl, weil sie dir eben nicht so wichtig sind wie andere. Das ist ja dein Rad! Dein Rad, deine Regeln!

Und jetzt? Wie geht’s weiter?

Dein Wheel of Life ist nichts, das feststeht. Es ist etwas, dass sich verändert. Deshalb kannst du es in gewissen Zeitabständen immer mal wieder Zeichnen. Du siehst dann, ob und was sich verändert hat. Das hilft dir, deiner Linie treu zu bleiben und nicht den Fokus auf die wichtigen Dinge im Leben zu verlieren.

Mein Wheel of Life

Die Visualisierung durch das Wheel of Life hat mir total geholfen – ich behalte meine Ziele im Auge und weiß auch immer, warum ich etwas tue.

Ich habe z. B. das Reisen zu einem festen Bestandteil meines Lebens gemacht – dafür habe ich den Schritt in die Online-Selbständigkeit gewagt. Zusammen mit meinem Freund Marcus reise ich durch die Welt – aber langsam! Wir bleiben immer etwas länger an einem Ort, haben also immer ein „zeitweises Zuhause“. Das brauche ich auch, um zufrieden zu sein. Unser richtiges Zuhause ist Deutschland – und hier vor allem Berlin. Da haben wir auch Kontakt zu unseren Freunden.

Auch wenn wir unterwegs sind ernähren wir uns gesund und machen unser Sportprogramm. Wir treffen Gleichgesinnte, Bekannte und Freunde – denn die weltweite Community der Digitalen Nomaden wird größer und größer. So sind wir auch offline immer in gutem Austausch.

Wichtig ist mir das Thema „Charity“ – es ist Bestandteil meines Wheel of Life. Deshalb unterstütze ich Menschen oder Projekte weltweit – eben da, wo ich gerade bin.

Aber wie gesagt: Das Wheel of Life kann sich verändern. Vielleicht wird Reisen irgendwann in meinem Leben nicht mehr so wichtig sein, wer weiß? Auf jeden Fall werde ich das durch meine regelmäßige Visualisierung schon bemerken – und dann meine Ziele neu stecken!

PS: Es gibt übrigens auch professionelle Coaches, die dein Wheel of Life zusammen mit dir detailliert checken!

Jetzt bin ich gespannt auf deine Kommentare!
Was denkst du zum Wheel of Life? Hast du davon schon gehört? Bleiben bei dir Lebensbereiche auf der Strecke – und wenn ja: Was tust du dagegen?


Für Deine Reisen empfehle ich Dir die kostenlose DKB Kreditkarte mit der Du weltweit kostenfrei Geld abheben kannst.

Meine Empfehlung: Die kostenlose DKB Karte

Ich freue mich auf deinen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

2 Kommentare

  1. Liebe Fe,
    Sehe ich genauso: wir haben unsere Reise zwar auf Deutschland beschränkt und bleiben jeweils ein paar Monate vor Ort. Gesunde Ernährung ist ebenso überall möglich wie Sport und die sozialen Kontakte sind dank neuer Medien einfacher aufrecht zu halten.
    Momentan ist diese Art zu leben richtig, wir fühlen uns frei. Jedoch bedeutet Leben eben auch Veränderung, es ifließt – keine Ahnung wohin die Reise geht, es bleibt spannend.
    Grüße Sabine

Diese Artikel könnten dich auch interessieren

Was mache ich, wenn ich auf Reisen alles verliere? Wenn du auf Reisen alle wichtigen Dokumente verlierst oder sie dir gestohlen wurden, stehst du erst mal da und bekommst Panik. Das brauchst du aber nicht. Ich kann dir sagen: Du bist nicht der erste, ...
Warum ich keine Sonnenbrille mehr trage – und Sungazing mache Kennst du schon meinen Artikel „Warum ich keine Sonnencreme mehr benutze”? Neben der „normalen“ Sonnencreme habe ich übrigens auch aufgehört, Sonnenbrillen zu tragen. Klingt erstmal crazy, oder? Das d...
Meeting people is easy! – 10 Tipps wie du Leute kennenlernst Deine erste Solo-Reise steht an und langsam steigt die Aufregung! Alleine reisen, das mag erst einmal so klingen, als wenn du das Land im Alleingang erkundest – aber wer nicht allein sein möchte, der ...
Feli unplugged: Meine 10 verrücktesten Abenteuer rund um die Welt! Mir war es schon immer zu langweilig nur faul am Strand rumzuliegen. Geht dir das genauso?Es hat nie lange gedauert bis mir schon wieder die ersten Flausen im Kopf rum schwirrten.Wenn meine Fr...