Wenn ich 10 Leben hätte, dann würde ich …

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Was wäre wenn? Hast du dich das auch schon mal gefragt?
Was wäre, wenn du in einem anderen Land geboren wärst, zu einer anderen Zeit? Was wäre, wenn du mehr Geld hättest, weniger Geld, eine andere Ausbildung? Was wäre, wenn du einen anderen Weg eingeschlagen oder schon von klein auf irgendein Talent ausgebaut hättest?

2012 war ich total unzufrieden mit meinem Leben – und habe viel über diese und ähnliche Fragen nachgegrübelt. Ich hatte das Gefühl, dass ich so viele Sachen machen und erleben will – wusste aber gar nicht genau welche und ob ich für all das überhaupt Zeit habe.

Ich glaube, dass ich ein sogenannter „Scanner-Typ” bin. Scanner-Persönlichkeiten sind Menschen mit unglaublicher Neugier auf alle möglichen Dinge. Und am liebsten möchten sich Scanner-Typen mit allem jetzt und sofort beschäftigen. Auch wenn das nicht geht. Das hat meine Unzufriedenheit noch verstärkt.

Also begann ich nach Auswegen zu suchen, alle meine Ideen irgendwie unter einen Hut zu bringen. Ich brauchte eine Methode, mich zu sortieren, festzulegen, was ich eigentlich möchte und dann zu priorisieren. Ich liebe Struktur und Ordnung. So eine Methode fand ich in Barbara Shers Buch „Ich könnte alles tun, wenn ich nur wüsste, was ich will“.

Geht es dir manchmal ähnlich wie mir? Dann ist diese Methode vielleicht auch was für dich!

Die 10-Leben-Methode

Bei der 10-Leben-Methode stellst du dir vor, dass du tatsächlich zehn komplette Leben Zeit hättest. Du stellst dir dann die Frage, was du in diesem Leben alles tun würdest. Du könntest alles und hättest für alles mehr als genug Zeit – was wäre das?

Diese Methode hilft dir bei Entscheidungen. Manchmal gibt es vielleicht auch Dinge, die du gerne tun würdest, aber an diesen Dingen hängen vielleicht Gründe, es nicht zu tun. Zum Beispiel wenn du die Qual der Wahl hast: Beziehung oder Reisen? Freiheit oder Sicherheit? Großfamilie oder Karriere?

Haben wir zu viele Möglichkeiten?

Noch nie vorher hattest du so viele Möglichkeiten wie heute. Du kannst dir fast jeden Traum verwirklichen. Doch einen Traum leben, heißt oft, auf einen anderen Traum verzichten, oder? Manchmal überfordern uns die Alternativen – und dann machen wir gar nichts.

Und wenn du dann doch etwas machst – und auf die anderen Optionen verzichtest – dann muss das, wofür du dich entschieden hast, aber auch wirklich hundertprozentig klappen und genial sein. Sonst bist du enttäuscht.

Du willst alles – aber das geht nicht. Oder doch?

Deine 10 Leben

Also: Was würdest du tun, wenn du zehn Leben hättest? Wenn du ganz viele Möglichkeiten hättest und viele unterschiedliche Personen sein könntest? Natürlich wirst du nicht 800 Jahre alt – aber spiel einfach mal mit!

Nimm dir einen Zettel, einen Stift und schreibe auf:

  • Was machst du in den unterschiedlichen Leben?
  • Wer ist bei dir?
  • Wofür bist du jeweils dankbar?

Stell dir dann folgende Frage: Welches der Leben kannst du schon im nächsten Jahr leben?

Nehmen wir mal an, in einem der Leben gehst du auf Weltreise. Welches Leben könntest du danach – also nach einer Reise – leben?

Warst du in einem Leben professioneller Tänzer oder Yogi? Dann überlege, wie du einen Teil davon in deinen Alltag einbauen kannst (z. B. indem du mit Zumba anfängst oder mit Yoga). Und so geht es immer weiter …

Pack deine zehn Leben in eines!

Manchmal braucht es einen kleinen Schubs, weil du dich nur schwer entscheiden kannst oder zögerst einen Traum umzusetzen – z. B. den Traum eine Weltreise zu machen. Deshalb habe ich ein paar Tipps für dich, wie du die Zehn-Leben-Methode super angehen kannst:

  • Erkenne das „Entscheidungsproblem“
  • Sich nicht entscheiden zu können ist ganz klar ein Luxusproblem. Aber es ist trotzdem ein Problem! Werde dir bewusst, dass es so ist und nimm es an. Erst dann kannst du lösen, was dich hemmt.

  • Verzichte nicht
  • Mach dir klar, dass es total gut ist, dass du viele Träume hast! Auch wenn es dir vielleicht etwas viel vorkommt. Stell dir mal vor, du hättest keine!
    Viel wollen heißt aber nicht, dass du auf irgendwas verzichten muss. Du musst nur ein bisschen puzzeln: Sachen aufteilen, Kompromisse eingehen, Dinge verbinden. Dazu brauchst du nur ein bisschen Kreativität. Viele Ideen bekommst du übrigens auf Reisen und von anderen Reisenden. Warum? Weil Reisende auf eine bestimmte Art „Lebenskünstler“ sind, viel unter einen Hut bringen und oft andere Blickwinkel auf Dinge haben.

  • Teile deine Träume auf!
  • Das Leben besteht aus Abschnitten. Life is a journey, not a destination!
    Deshalb: Sortiere deine Träume nach Lebensabschnitten – du kannst dir einfach mal die nächsten fünf bis zehn Jahre vornehmen. So kannst du Dinge, die sich auf den ersten Blick entgegenstehen, schon hintereinander aufreihen: durch Asien reisen, Karriere machen, Familie gründen, ein Buch schreiben … vieles davon geht nacheinander, einiges aber auch gleichzeitig!
    Was kannst du an Wochenenden umsetzen? Ein Beispiel: In einem Leben hast du eine Pferderanch – also kannst du am Wochenende auf den Reiterhof fahren. Hier kannst du dich voll auf die Natur einlassen und dich um die Pferde kümmern.
    Du kannst deine zehn Leben auch als digitale Mindmap anlegen – oder selber aufmalen. Welche Aktivitäten kannst du machen, um deine zehn Leben in dein jetziges zu holen? Manche Sachen haben dabei vielleicht eine höhere Priorität als andere, vielleicht hast du auch nur Ideen für acht Leben – egal! Du wirst merken, dass du viele deiner Träume auch jetzt schon leben kannst – oder in verschiedenen Lebensabschnitten. Wenn du also ein Jahr auf Weltreise gehst, kannst du später andere Träume wahr machen. Manchmal geht auch vieles gleichzeitig, wenn du dich von Glaubenssätzen löst, die dich einschränken: Reisen mit Familie und Kindern? Ja, das geht! Du kannst immer nach Wegen suchen, deine unterschiedlichen Träume zu verbinden.

  • Mach dir einen Plan!
  • Wenn du gerne planst, dann mach aus deiner Zehn-Leben-Mindmap doch gleich einen Drei- oder Fünf-Jahres-Plan! Damit „navigierst“ du dein Bewusstsein und dein Unterbewusstsein. Dein Verstand speichert die Prioritäten dann ab und du „arbeitest“ zielgerichteter daraufhin, die Träume die im Jetzt zählen, umzusetzen. Und was später kommen soll, packst du gedanklich beiseite. Gerade für Scanner-Typen ist das großartig.
    Und ganz wichtig: Diese Jahrespläne sind auch nicht in Stein gemeißelt und lassen sich jederzeit anpassen.

  • Priorisiere mit deinem Bauch!
  • Mach dir Augen zu und denke an deine Träume: Worauf hast du JETZT – also GENAU JETZT – am meisten Lust? Dafür hilft es am besten, zu visualisieren. Stell dir Möglichkeit A vor: Wie sieht die aus? Wie fühlst du dich? Wie riecht es, wie schmeckt es, was hörst du? Und jetzt Möglichkeit B?
    Die Möglichkeit, die sich jetzt im Moment besser anfühlt, dich lächeln lässt – das ist deine Prio 1! Alle anderen Dinge stellen sich einfach mal kurz hinten an. Sie bekommen auch noch ihren Auftritt.
    Denn wenn du dir über deine Prio 1 bewusst geworden bist, fängt das kreative Basteln an. Was kannst du wie machen, dass die neun anderen Leben noch Platz finden?
    Zum Beispiel: Kinder bedeuten nicht zwangsläufig, dass du sesshaft sein musst. Genauso wenig muss ein Beruf dich an einen einzigen Ort binden (Stichworte: Dienstreisen, ortsunabhängiges Arbeiten).

  • Denke daran: Dein Plan lebt!
  • Menschen, die sich schwer entscheiden können, haben oft Angst sich festzulegen. Deine Entscheidungen sind nicht endgültig. Du kannst alles wieder umstellen, wenn sich deine Lebensumstände oder Prioritäten ändern, Träume wegfallen oder neue hinzukommen. Du hilfst dir mit dieser Methode nur, dich zu sortieren und bewusst an deine Träume heranzugehen. Du sorgst dafür, dass du vor lauter Möglichkeiten nicht erstarrst. Du sorgst dafür, dass du genau weisst, was du willst.

    Noch ein kleiner Tipp: Wenn du bei einem Traum einfach nicht genau weißt, warum er da ist – oder er dich vielleicht verwundert – dann forsche nach Ursachen. Willst du vielleicht nur deshalb reisen, weil dein Job dich nicht glücklich macht oder du aus deiner Beziehung raus willst? Sehnst du dich grundsätzlich nach Abwechslung und Freiheit? Würde ein Jahr reisen diesen Freiheitsdrang stillen – oder wäre es nur ein Tropfen auf den heißen Stein? Eventuell versteckt sich ein viel größerer Traum hinter der Reiselust – und du willst deinem Leben generell eine andere Richtung geben?

    Nimm dir Zeit, in dich reinzuhören und dich mit allem auseinanderzusetzen. Das ist wirklich Gold wert und hilft dir, dein wahres Glück zu finden. Dann brauchst du keine zehn Leben, weil dein eines dich total erfüllt!

    Bist du neugierig, wie ich mir meine zehn Leben ausgemalt habe, als ich 2012 so unzufrieden war? Dann hier entlang: Meine zehn Leben oder: 800 Jahre lang Zeit

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    2 Kommentare

    1. Liebe Feli!

      Richtig toller Ansatz und toller Beitrag.

      Ich bin auch der Scanner-Typ, will immer 100 Dinge auf einmal und bin dann überfordert, weil das nicht geht. Dann weiß ich nicht, wo ich anfangen soll (weil ich alles zuerst will) und das nervt noch mehr.
      Klingt also, als hätten wir da was gemeinsam 😀

      Gerade jetzt am Anfang mit dem Blog ist es so: Ich habe 20 Ideen für Posts, würde gern alle sofort schreiben, weiß aber nicht, mit welchem ich anfangen soll. Und dann wartet da auch noch eine Hausarbeit von der Uni…

      Aber dein Post hat mir grad geholfen, mich zusammen zu reißen und einfach mal IRGENDWO anzufangen.
      Danke! 🙂

      Liebe Grüße
      Laura

    2. Danke. Gerade jungen Leuten geht es oft so wie dir. Da hilft es, wenn man herausfindet, welche Dinge will ich wirklich und welche kann ich notfalls über Bord werden. Da sich die Lebenseinstellungen aber ändern, kann es nicht schaden, dieses Prozedere mehrmals im Leben durchzuführen.

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