Insel-Check: Das können die tropischen Oasen in Westmalaysia

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In meinen letzten Reisejahren hat es mich zum Backpacking fast immer nach Südostasien verschlagen. Und irgendwann kam das Jahr, in dem ich nicht genau wusste, in welches Land ich reisen sollte, weil ich die ganzen Klassiker schon besucht hatte. Ein Blick auf die Landkarte sagte mir: Malaysia fehlt noch! Hm, da hatte es mich nie hingezogen, weiß gar nicht warum. Das Land sagte mir insgesamt nicht so viel. Ich kannte es aus vielen Erzählungen als Zwischenstation, um das Thailand-Visum zu verlängern. Doch weder damit noch mit den anderen Gründen, warum ich hier hinfahren sollte, hatte ich mich jemals beschäftigt. Aber gut, dann sollte es also Malaysia werden, der Westen. Ich hatte Glück und erwischte einen supergünstigen Flug nach Kuala Lumpur. Und auf ging es – ohne große Erwartungen, ohne konkreten Plan. Und es wurde eine meiner besten Reisen, Malaysia hat mir echt richtig gut gefallen! Vielleicht noch zur Info: Ich war von Mitte Februar bis Mitte März unterwegs, das heißt, an der Ostküste beginnt dann erst allmählich die Saison.

Die Faszination von Inseln

Zu meinen Highlights gehörten das Hochland, die Cameron Highlands, und der Nationalpark Taman Negara, denn ich bin ja eine Wandersfrau und bin dort voll und ganz auf meine Kosten gekommen. Aber das soll heute nicht das Thema sein. Vielmehr geht es um die Inseln. Malaysia hat ja so einige davon. Ich mag Inseln, dabei bin ich gar nicht so der Strand- oder Wassersporttyp. Deshalb finde ich es gut, wenn es außer der Nähe zum Meer noch ein paar Ausflugsziele gibt, zu denen es sich lohnt, hinzuwandern. Oder wenn es möglich ist, die Insel zu umrunden oder zu überqueren. Das gibt mir dann immer irgendwie das Gefühl, ich hätte das ganze Eiland gesehen und nichts verpasst. Auf der malaiischen Halbinsel habe ich Pangkor, Penang, Langkawi, Perhentian Kecil und Tioman besucht. Und hier kommen meine Eindrücke.

Hornbills, wie die Nashornvögel auf Englisch heißen, gehören auf Pulau Pangkor zum Alltag.

Klein und fein

Ich war gerade in den Cameron Highlands, als mich ein paar andere Traveller ansprachen, ob ich nicht mit nach Pulau Pangkor kommen wollte. Und ja, wollte ich. Es war gerade kurz vorm chinesischen Neujahr und da klang „kleine Insel“ sehr verlockend, um dem Trubel der Einheimischen zu entgehen. Allerdings waren sie auch dort zahlreich vertreten, normalerweise soll die Insel an der Westküste nicht so voll sein. Ich fand es trotzdem wunderbar auf Pulau Pangkor, obwohl es dort kaum etwas zu tun gab. Für zwei Tage und nach ein paar Aktivitäten in den Cameron Highlands war das aber völlig okay so. Ich schaukelte am herrlich entspannten Strand im Örtchen Teluk Nipah, wanderte zum benachbarten Coral Bay, beobachtete Nashornvögel aus nächster Nähe und landete immer wieder in derselben Strandhütte, in der es echt leckere Pancakes gab. Ich weiß nicht, ob es immer so ist: Aber nachts bin ich einmal schwimmen gegangen und es gab überall Plankton! Das war wunderschön, bei jeder Bewegung leuchtete das Wasser um mich herum!

Insel inklusive Großstadt-Feeling

Zwischen Pangkor und Langkawi liegt Penang. Hier wirst du sicherlich sowieso Station machen, wenn du einen Trip durch Malaysia planst, denn die Stadt Georgetown gehört zu den klassischen Highlights. Neben einigen historischen Sehenswürdigkeiten und den Stelzenhäusern im Hafen findest du hier auch ganz viel Street-Art. Es gibt sogar einen eigenen Rundgang, der an den schönsten Kunstwerken vorbei führt – und es sind wirklich paar tolle Sachen dabei! Wenn du sie allerdings fotografieren willst, brauchst du bei manchen echt Geduld, denn irgendein Tourist steht immer gerade im Bild. Ich persönlich fand auch das Street-Food ganz klasse, aber so richtig warm wurde ich mit Georgetown dennoch nicht, es war mir einfach schon wieder viel zu groß und laut. Deshalb hab ich mich an einem Tag in den Bus gesetzt und bin in den Westen der Insel gefahren, in den Penang Nationalpark. Dort wanderte ich durch schönsten Regenwald bis zum Monkey Beach und weiter bis zu einem Leuchtturm, auf den du auch hochgehen kannst. Oben gibt es nicht nur eine tolle Aussicht, sondern es weht auch ein kleines Lüftchen. Das habe ich fast noch mehr geschätzt als den tollen Blick, denn es war unglaublich heiß.

Die Street-Art in Georgetown solltest du dir nicht entgehen lassen – es gibt viel zu entdecken!

Strand, Shopping … und die rettende Inselrundfahrt

Für mich ging es nach Penang weiter nach Langkawi. Ich hatte schon im Vorfeld gehört, dass es wohl ziemlich touristisch sein würde. Da hier zudem Duty-Free-Zone ist, war die Fähre schon voll mit einkaufswilligen Einheimischen. Unweit vom Cenang Beach im Südwesten, der zu den beliebtesten Stränden gehört, fand ich eine günstige Bleibe und ließ mich ein paar Tage nieder. Wenn du gern am Strand bist, Jet-Ski fahren willst oder mit dem Kajak raus auf das Meer willst, wirst du hier viel zu tun haben. Aber ich bin ja nicht so die Wasserratte. Ich wanderte einmal zum nächsten Strand, der deutlich ruhiger war und eine tolle Sunset-Bar hatte, aber ansonsten fing ich schon fast an, mich zu langweilen. Und wie es manchmal so ist, genau in dem Moment fragten mich meine Bungalow-Nachbarn aus Chile und Nigeria, ob ich mitkommen wollte: Sie hatten ein Auto gemietet und wollten einmal um die Insel rumfahren. Perfekt! Langkawi ist ja auch nicht besonders groß, wenn du einen fahrbaren Untersatz hast, und so grasten wir echt die ganze Insel ab, sahen paar schöne Wasserfälle und Fischerdörfchen und planschten in den Natural Pools am Seven Wells Waterfall.

Glück gehabt: Vorsaison auf den Perhentians

Mit einem Nachtbus fuhr ich von der West- an die Ostküste Malaysias und steuerte meine nächste Inselstation an: die Perhentians im Norden. Ich entschied mich für die kleinere von beiden, also Kecil. Vom Bootsanleger wanderte ich erst einmal 10 Minuten durch den Dschungel und über einen kleinen Hügel zur anderen Seite, um zum Long Beach zu kommen. Es war Anfang März und somit noch absolute Vorsaison. Kaum zu glauben, dass die Insel später im Jahr super überlaufen sein soll. Es hatten erst wenige Hostels überhaupt geöffnet und überall wurde gebaut, gehämmert und aufgeräumt. Ganz allein war ich aber auch nicht und ich fand auch eine schöne Unterkunft. Mir gefiel es gut auf Pulau Kecil. Ich machte einen Schnorchel-Trip (der sicher in der Hochsaison auch nicht so cool ist, weil du unter Wasser wahrscheinlich mehr anderen Schnorchlern begegnest als Schildkröten) und wanderte über die Insel Richtung Norden, durch schönsten Dschungel und vorbei an großen Windrädern. Die Abende verbrachte ich meist am Coral Bay auf der anderen Seite, vor allem in einer Art Kiosk mit Internetcafe, einigen Sitzgelegenheiten und Drinks aus einer Kühltruhe. Da kam eigentlich immer ein Einheimischer oder Traveller vorbei und im Nu saß ich in einer lustigen und illustren Runde. Ich meine, der Shop hieß „Gem“. Würde mich ja fast interessieren, ob es ihn noch gibt!

Typischer Wegweiser auf Tioman.: Ein wenig Orientierung schadet auch auf einer kleinen Insel nicht.

Pure Insel-Idylle

Meine letzte Insel in Malaysia war Tioman im Südosten. Ich wohnte in Air Batang, am so genannten ABC-Beach. Keine Autos, keine Straße, ein paar Anlagen, Restaurants und Bars. Von meinem Bungalow blickte ich auf das Meer und ich hatte eine Hängematte und drei Katzen. Absolute Idylle und ich glaube, Tioman fand ich auch von allen Inseln am schönsten. Gegenüber von meiner Bleibe befand sich eine nette Sunset-Bar, in der sich abends alle aktuellen Bewohner von Air Batang trafen. Tagsüber streifte ich durch den Dschungel, spazierte ins Nachbarörtchen Tekek (auch hier übrigens Duty-Free-Zone!) und überquerte die Insel auf einer wunderschönen und nicht minder anstrengenden Dschungelwanderung. Auf der anderen Seite kam ich in Kampung Juara raus. Und ich dachte schon, an „meinem“ Strandabschnitt wäre es sehr, sehr ruhig, aber dort gab es wirklich kaum noch was zu tun – außer leckere Fruchtshakes zu trinken.

Mein Fazit:

Ich fand Malaysia generell sehr leicht zu bereisen und die Atmosphäre, egal wo ich war, immer entspannt. Es waren zu meiner Zeit nicht übermäßig viele, aber supernette Leute unterwegs. Die Inseln fand ich prima. Sie sind zwar nicht spektakulär, aber ich habe das Gefühl, das wollen – oder wollten – sie auch gar nicht sein. Langkawi und Penang waren für meinen Geschmack schon fast ein bisschen zu groß, aber zu den anderen sollte ich noch mal zurückkehren und sie komplett umrunden.

Welche ist deine Lieblingsinsel in Westmalaysia?

 

Ulrike hat rund 15 Jahre Reiseerfahrungen, viele schöne Erinnerungen und immer neue Ideen im Gepäck. Nachdem ihr der Jakobsweg 2016 eine neue Richtung gewiesen hat, arbeitet sie seit Anfang 2017 als freiberufliche Redakteurin – hauptsächlich von Deutschland aus, aber immer auf der Suche nach interessanten Reisezielen und neuen Herausforderungen. Mehr unter www.ulrikekraenz.de.


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3 Kommentare

  1. Hallo,
    wir fanden Malaysia auch ein sehr angenehmes Reiseland, vor allem weil die Infrastruktur auch so gut ausgebaut ist. Wir waren mit Kind Unterwegs was einerseits und nicht das Nachtleben der Städte genießen lassen konnte, dafür aber über als Tür und Tore öffnete. Wir empfanden die Malaien als sehr sehr zuvorkommend und freundlich und hatten auch nie Bedenken was unsere Sicherheit angeht. Penang hat uns tatsächlich am besten gefallen. Alleine das kulturelle Angebot ist einfach atemberaubend!
    Vom Jungle Train würde ich aber abraten 😉

    Übrigens ein sehr schön geschriebener Artikel

  2. Sascha

    Malaysia ist wahrlich ein wunderbarer Ort um Urlaub zu machen, das sieht man auf den Bildern bereits auf den ersten Blick! Wer da nicht sogleich das Träumen anfängt hat wohl nicht hart genug gearbeitet.

    Es ist schon eine weile her das ich zuletzt auf den Perhentian Inseln war, daher weiß ich nicht wie weit es sich mittlerweile alles verändert hat, aber was ich sagen kann ist, dass sie 2004 ein wahres Paradies waren! So etwas erlebt man einfach kaum noch wo anders.
    Damals bin ich aber noch nicht so Abenteuerlustig gewesen, seltsam irgendwie, sodass es mich in der Ecke behalten hat und ich fast jeden Tag eine andere Ecke zum Schnorcheln gesucht habe. Tauchbasen gab es zwar, aber keine von diesen hat mir zugesagt, sodass ich es beim Schwimmen und Schnorcheln belassen habe. Wie du aber selber gesehen haben wirst muss man nicht tauchen um diese traumhafte Unterwasserwelt kennen zu lernen.

    Vielen Dank für diesen Schönen Bericht der alte Erinnerungen wieder richtig aufleben lässt!

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