Dieser Artikel baut auf unserem umfassenden Thailand-Reisehub auf und dient der Orientierung und Planung einer zweiwöchigen Rundreise durch Thailand.
Die perfekte erste Reise durch das Land des Lächelns
Thailand ist für viele der Einstieg ins Backpacker-Leben – und das aus gutem Grund. Kaum ein anderes Land verbindeteinfache Organisation, geringe Kosten, extrem gutes Essen und landschaftliche Vielfalt so mühelos wie Thailand.
Zwei Wochen reichen dabei überraschend gut aus, um einen echten Eindruck zu bekommen: pulsierende Metropole, entspannter Norden, tropischer Süden. Diese Route ist ideal, wenn du zum ersten Mal in Thailand bist oder das Land endlich richtig erleben willst – ohne jeden zweiten Tag nur im Bus, Zug oder Flugzeug zu sitzen.
Für wen diese Route perfekt ist
- Backpacker & Solo-Reisende
- Paare, die flexibel unterwegs sein wollen
- Thailand-Neulinge
- Reisende, die viel sehen, aber nicht hetzen wollen
Für wen eher nicht
- Digitale Nomaden mit Fokus auf Arbeiten (dafür gibt es bessere Routen)
- Slow-Traveller, die 2 Wochen an einem Ort bleiben wollen
- Reine Luxusreisende
Tage 1–3: Bangkok – Kulturschock & Ankommen
Bangkok ist laut, heiß, chaotisch – und genau deshalb der perfekte Einstieg. Kaum irgendwo sonst wirst du so schnell verstehen, wie Thailand tickt: Streetfood an jeder Ecke, Mönche zwischen Hochhäusern, Tuk-Tuks neben Luxus-SUVs.
Viele Backpacker machen den Fehler, Bangkok möglichst schnell hinter sich lassen zu wollen. Dabei lohnt es sich, mindestens zwei volle Tage einzuplanen – nicht um alles zu sehen, sondern um anzukommen.
Was du in Bangkok unbedingt erleben solltest
- Großer Palast & Wat Pho ja, touristisch, aber zurecht
- Streetfood in Chinatown eines der besten der Welt
- Bootsfahrt auf dem Chao Phraya statt Taxi
- Abends ein Drink mit Aussicht (Rooftop-Bar oder einfache Flussbar)
Die legendäre Khao San Road ist kein Muss, aber wenn du Backpacking sagst, gehört ein kurzer Abstecher irgendwie dazu. Danach weißt du auch, warum viele lieber in ruhigeren Vierteln schlafen.
Wo übernachten?
- Backpacker: Banglamphu / Rambuttri (zentral & günstig)
- Komfort: Sukhumvit oder Riverside
- Tipp: Nähe BTS oder Bootsanleger spart Zeit & Nerven
Wir haben auch einen umfangreichen City-Guide zu Bangkok geschrieben.
Tage 4–6: Chiang Mai – Der entspannte Norden
Nach Bangkok fühlt sich Chiang Mai fast meditativ an. Die Stadt im Norden ist seit Jahren ein Backpacker- und Nomadenklassiker – und das nicht ohne Grund. Tempel, Cafés, Märkte und Berge liegen hier näher beieinander als irgendwo sonst in Thailand.
Anreise: Nachtzug oder Flug?
- Nachtzug: Klassiker, günstig, spart eine Hotelnacht
- Flug: Schnell, oft nur minimal teurer
Beides funktioniert gut – der Nachtzug ist aber ein Erlebnis für sich.
Warum Chiang Mai auf jede Route gehört
- Historische Altstadt mit dutzenden Tempeln
- Aussicht vom Doi Suthep über die ganze Stadt
- Night Bazaar & Sunday Walking Street
- Kochkurse, Muay Thai, Yoga, Cafés ohne Ende
Chiang Mai ist außerdem einer der besten Orte, um das erste Mal länger an einem Ort zu bleiben. Alles ist einfach, freundlich und günstig – perfekt, um langsam in den Thailand-Rhythmus zu kommen.
Ethischer Hinweis
Wenn du ein Elefantenprojekt besuchen willst: kein Reiten, kein Waschen, kein Zirkus. Seriöse Sanctuaries setzen auf Beobachtung statt Interaktion.
Unser Artikel zu Nordthailand bietet dir weitere Inspiration.
Übergang zur nächsten Etappe
Nach Chiang Mai geht es weiter nach Pai – eine kleine Stadt in den Bergen, die entweder geliebt oder gehasst wird.
Warum sie sich trotzdem lohnt, erkläre ich im nächsten Abschnitt.
Tage 7–8: Pai – Entschleunigung in den Bergen
Pai ist so ein Ort, bei dem Backpacker selten neutral bleiben. Die einen bleiben drei Tage, die anderen drei Wochen. Ursprünglich ein verschlafenes Bergdorf, ist Pai heute eine Mischung aus Hippie-Vibes, Natur, Cafés und Bars – aber immer noch entspannt genug, um runterzukommen.
Die berühmte Kurvenfahrt
Die Strecke von Chiang Mai nach Pai hat über 700 Kurven. Klingt dramatisch, ist aber halb so wild – solange du nicht direkt nach dem Frühstück einsteigst. Wer empfindlich ist, nimmt Tabletten gegen Reiseübelkeit, alle anderen genießen die Aussicht.
Was Pai besonders macht
- Pai Canyon zum Sonnenuntergang
- Heiße Quellen & Wasserfälle
- Kleine Cafés, Yoga-Spots & Hängematten
- Abends die Walking Street mit Streetfood & Bars
Pai ist kein Ort für Sightseeing-Marathons. Hier geht es eher darum, nichts zu müssen – und genau das tut nach Großstadt und Tempeln erstaunlich gut.
Übernachten in Pai
- Günstige Bungalows etwas außerhalb
- Kleine Guesthouses in Laufnähe zur Walking Street
- Roller mieten lohnt sich fast immer
Tage 9–11: Krabi – Kalkstein, Strände & Inseln
Nach Bergen und Norden geht es jetzt in den Süden – und damit zu dem Bild, das viele von Thailand im Kopf haben: türkisfarbenes Wasser, weiße Strände, dramatische Kalksteinfelsen.
Anreise
- Flug von Chiang Mai nach Krabi (meist über Bangkok)
- Alternativ Nachtzug + Bus – aber deutlich zeitintensiver
Warum Krabi?
Krabi ist kein Party-Hotspot und auch kein exklusives Luxusziel – sondern eine perfekte Basis, um Strände und Inseln zu erkunden, ohne ständig umzuziehen.
Highlights
- Railay Beach (nur per Boot erreichbar)
- Klettern an den Kalksteinfelsen
- Island-Hopping (z. B. Four Islands Tour)
- Sonnenuntergänge in Ao Nang
Ao Nang oder Railay?
- Ao Nang: günstiger, mehr Auswahl, gute Infrastruktur
- Railay: schöner, ruhiger, aber teurer
Tage 12–13: Inselentscheidung – Koh Phi Phi oder Koh Lanta
Jetzt kommt die Frage, die fast jede Thailand-Reise entscheidet: Action oder Ruhe?
Koh Phi Phi
- Atemberaubende Landschaft
- Viewpoints & Maya Bay
- Lebendig, touristisch, teilweise Party-lastig
- Kurz, intensiv, fotogen
Koh Lanta
- Länger, ruhiger, weitläufiger
- Perfekt zum Abschalten
- Gute Mischung aus Backpackern & Familien
- Weniger „Wow“, mehr Alltagstauglichkeit
Beides funktioniert gut – wichtig ist nur, sich bewusst zu entscheiden, statt beides halbherzig mitzunehmen.
Tag 14: Zurück nach Bangkok & Abreise
- Fähre zurück nach Krabi
- Inlandsflug nach Bangkok
- Letzte Einkäufe, Streetfood, Heimflug
Tipp: Plane in Bangkok genug Puffer ein – Wetter, Fähren und Inlandsflüge sind meistens zuverlässig, aber nicht immer planbar.
Budget & Kosten – realistisch eingeschätzt
Thailand ist nicht mehr so billig wie früher, aber für Backpacker immer noch extrem gut machbar.
- Low Budget: ca. 800–1.200 €
- Komfort-Backpacker: 1.300–1.800 €
(inkl. Inlandsflüge, Unterkünfte, Essen, Touren)
Saison, Inselwahl und Flugpreise machen den größten Unterschied.
Weitere Informationen zur besten Reisezeit für Thailand.
Fazit: Warum diese Route so gut funktioniert
Diese 2-Wochen-Route ist kein Geheimtipp – und genau das ist ihre Stärke. Sie kombiniert:
- Großstadt & Kultur
- Berge & Entschleunigung
- Strände & Inseln
Ohne Stress, ohne Hetze, ohne unnötige Umwege.
Wenn du Thailand zum ersten Mal bereist, wirst du mit dieser Route sehr wenig falsch machen, und sehr viel richtig.


