Lost Places in Brandenburg – Top 19 verlassene Orte (mit Karte)

Wolltest du schon immer einmal die Lost Places in Brandenburg und  in der Berliner Umgebung erkunden? Dann zeige ich dir in diesem Artikel, wo du dich am besten umschauen kannst. Abenteuer, Geschichten, Technik, Geheimnisse – die Schlagwörter die mit Lost Places Orte in Verbindung gebracht werden können, sind vielfältig.

Ob ein alter Bunker aus Zeiten des Zweiten Weltkrieges ist für viele Menschen genauso faszinierend wie ein altes Krankenhaus, ein Industriekomplex oder ein Bahnbetriebswerk. Interessante Lost Places Orte gibt es in allen Bundesländern, von Thüringen, Sachsen Anhalt oder aber auch in Brandenburg.

Lost Places in Brandenburg für 2022:

    1. Klein Moskau
    2. Die Beelitz Heilstätten
    3. Olympisches Dorf
    4. Der Bunker Falkenhagen
    5. Der Schaufelradbagger von Schipkau
    6. Das Chemiewerk Rüdersdorf
    7. Pflegeheim „Saalower Berg“
    8. Das VEB Kraftfuttermischwerk
    9. Die Landesirrenanstalt Teupitz
    10. Das NVA Treib- und Schmierstofflager
    11. Die Kaserne Vogelsang
    12. Spreepark
    13. Abhörstation Teufelsberg
    14. Grenzkontrollpunkt Dreilinden
    15. Regierungs- und Stasikrankenhaus
    16. Flughafen Tempelhof
    17. Ehemalige Irakische Botschaft in der DDR
    18. Lokschuppen Pankow-Heinersdorf
    19. Flugplatz Werneuchen

1. Klein Moskau 

Unter den Lost Places Orte in Brandenburg ist es das absolute Highlight, was auf gar keinen Fall fehlen sollte bei deiner Tour. Die Rede ist von Klein Moskau, die auch als Verbotene Stadt bekannt ist. Klein Moskau liegt vor den Toren Wünsdorf und war bis 1994 ein Militärstandort der Russen. Über 700 Gebäude findet man noch heute auf dem großen Areal mit 260 Hektar. Angefangen von militärischen Anlagen, über eine Schule, Schwimmhalle, Theater oder auch die Wohnhäuser der Offiziere. Vieles gibt es hier zu sehen.

Ihren Namen als verbotene Stadt hat Klein Moskau, da bis 1994 jedes betreten streng verboten war. In Klein Moskau lebten bis zu 75.000 Soldaten mit ihren Familien. Wenngleich natürlich viele Gebäude zerfallen sind und die Farben und Tapeten abblättern und herunterfallen, ist die Ausstattung weitgehend noch vorhanden. Ob die Bestuhlung vom Theater oder auch viele Möbel in den Gebäuden. Man kann dadurch erkennen, wie die Soldaten mit ihren Familien gelebt haben. Und die vorhandene Ausstattung sorgt natürlich in einem solchen Lost Place für ein ganz besonderen Flair. Gerade weil es sich auch gut als Fotomotiv anbietet.

Klein Moskau war auch vor den Russen ein Militärstandort. Die Geschichte reicht bis ins Jahr 1872 zurück. Damals war es ein Truppenübungsplatz und Hauptquartier der Reichswehr. Zeitweise wurde es auch als Gefangenenlager genutzt und war eine Sportschule und Kommandoposten in der Nazi-Zeit. Viel sehen kann man aus dieser Zeit nicht mehr. Nur eines ist aus den Anfängen noch zu sehen, und das ist die Schwimmhalle. Hier handelt es sich um keine normale Schwimmhalle. Vielmehr ist diese sehr imposant gebaut worden, wie es damals zur Kaiserzeit üblich war.

Klein Moskau. Schwimmbad

2. Die Beelitz Heilstätten 

Zwischen 1898 und 1930 wurden die Beelitz-Heilstätten in Brandenburg erbaut. Ein Teil der Heilstätten liegen im Wald und bringen eine gruselige Atmosphäre mit sich. Besonders bemerkenswert ist allerdings die Architektur, die viele Geschichten erzählt.

Die Gesamte Fläche umfasst 60 Gebäude und 200 Hektar in Brandenburg. Früher wurden um die 1.200 Patienten und Patientinnen in der Heilstätte aufgenommen. Da die meisten erkrankten Personen an Tuberkulose leideten, half man ihnen mit einer strikten Hygiene und einem Wohlfühlprogramm. Leider waren Antibiotika zu diesem Zeitpunkt noch kein Begriff.

Mittlerweile wurden wunderschöne Gebäude hingebaut und es zeigt absolut den Charme von früher wieder. Die Häuser wurden in 26 verschiedene Haustypen gebaut. Die Gebäude in Brandenburg können gemietet werden und bieten viel Platz. Wie in der damaligen Zeit üblich, sind die Bauten sehr imposant gestaltet. Sei es das Badehaus des Männersanatoriums oder auch Festsaal, der früher für die Unterhaltung genutzt wurde.

Im Zweiten Weltkrieg dienten die Beelitz Heilstätten für die Behandlung und Unterbringung von Soldaten. Und auch nach Beendigung vom Zweiten Weltkrieg, wurden die Heilstätten weiterhin als Krankenhaus genutzt sowie später von den russischen Truppen bis 1993. Möchte man die Beelitz Heilstätten ganz besonders erleben, dann empfiehlt sich ein Besuch entweder früh morgens oder spät abends. Gerade wenn es noch nicht richtig hell ist, sorgt das Licht durch die großen Fenster und hohe Decken bei den Gebäuden, für eine ganz besondere Atmosphäre. Da darf ein Foto nicht fehlen.

Beelitz Heilstätten

3. Olympisches Dorf von 1936 

Direkt vor den Toren von Berlin und in der Nähe zu Potsdam liegt das ehemalige Olympische Dorf von 1936. Die Sommerspiele unter der Herrschaft der Nazis war in damaliger Zeit ein riesen Spektakel. Alle der über 3000 Athleten wohnten während den Sommerspielen hier. Auf dem Areal befindet sich noch heute das große Empfangsgebäude, ein Speisehaus mit 38 Speisesälen und 136 Wohnhäuser. Ein eigenes Krankenhaus und Sportanlagen runden diesen Lost Place ab.

Zur Zeit der Olympischen Spiele übernachteten 3600 Sportler in diesem Dorf. Frauen wurde der Zutritt zum Olympischen Dorf verboten. Die weiblichen Sportlerinnen wurden im Olympiastadion untergebracht. Die militärische Nutzung begann bereits außerhalb und begann bei der Döberitzer Heide. Diese reichte westlich über Spandau. Aus dem Stadtzentrum hinaus, in das Umland, führte eine endlose Straße bis in Richtung Westen.

Nach den Sommerspielen, wurde es von der Wehrmacht genutzt und nach Ende des Zweiten Weltkrieges von der Sowjetarmee. Heute wird das Areal zunehmend für die Wohnbebauung umgebaut. Wer daher das Olympische Dorf sehen möchte, der muss sich leider beeilen. Schon heute sind zahlreiche Gebäude entfernt worden. Durch die Bauentwicklung wird das Dorf weitgehend verschwinden. Erhalten bleiben soll nur das Speisehaus, die Turnhalle und die Schwimmhalle. Aufgrund ihrer baulichen Gestaltung und der Geschichte stehen diese unter Denkmalschutz.

Olympisches Dorf von 1936

4. Der Bunker Falkenhagen 

Der Bunker Falkenhagen sollte bei deiner Lost Place Tour in Brandenburg nicht fehlen. Bei deinem Besuch von diesem Bunker darf eine Taschenlampe nicht fehlen. Ferner darf man keine Angst in der Dunkelheit haben. Beim Bunker Falkenhagen handelt es sich um eine ehemalige Produktionsanlage im Zweiten Weltkrieg. Diese wurde von der Wehrmacht genutzt. Auch diese Kriegsanlage wurde von der Sowjetarmee nach dem Zweiten Weltkrieg genutzt. Zwar nicht mehr als Produktionsanlage, sondern als Kommandozentrale.

Bedauerlicherweise findet man im Bunker keine Ausstattung mehr, doch die Geschichte ist überall spürbar. Und alleine deshalb ist dieser Bunker schon ein Besuch wert. Leider ist eine Urban Exploration beim Bunker als Lost Place nicht mehr möglich. Da dieser verkauft wurde, ist ein Zugang hier ausgeschlossen. Doch es gibt regelmäßig Touren in der Bunkeranlage.

Der Bunker Falkenhagen

5. Der Schaufelradbagger von Schipkau

Brandenburg war lange Zeit sehr wichtig für den Abbau von Braunkohle. Für den Abbau wurden riesige Schaufelradbagger verwendet. Und genau einen solchen Schaufelradbagger kannst du dir aus der Nähe in Schipkau ansehen. Nicht nur seine Größe ist besonders hervorzuheben, man spürt auch so richtig die damit verbundene Geschichte.

Über Generationen war die Region im Senftenberger Revier vom Abbau von Kohle geprägt. Doch neben der Geschichte die der Schaufelradbagger bietet, eignet er sich auch als gutes Fotomotiv. Worauf wartest du also! Möchtest du den Schaufelradbagger von Schipkau als Lost Place der Industriegeschichte Brandenburgs sehen, solltest du dich unbedingt beeilen. Leider gibt es Bestrebungen den alten Schaufelradbagger abzureißen.

Schaufelradbagger von Schipkau

6. Das Chemiewerk Rüdersdorf 

Industriegeschichte hautnah erleben, ist im Chemiewerk Rüdersdorf möglich. Auf eine lange Geschichte kann das Chemiewerk Rüdersdorf zurückblicken. So diente es zeitweise der Zementverarbeitung, bevor im Zweiten Weltkrieg eine Umstellung auf Aluminium erfolgte. 1945 wurde das Chemiewerk Rüdersdorf stillgelegt durch die sowjetischen Truppen. Neben der Stilllegung erfolgte auch eine Demontage aller Anlagen.

Das Chemiewerk wurde danach wieder aufgebaut und steht seit 1999 leer. Die Anlagen sind weitgehend verfallen und eine Ausstattung kaum noch vorhanden. Ein Urban Exploration ist hier nicht zu empfehlen, da das ehemalige Chemiewerk bewacht wird. Zudem sind die Anlagen so verfallen, dass es mit einem großen Risiko verbunden ist.

Doch neben dem Chemiewerk befindet sich ein Museumspark. Der Museumspark bietet zwei Vorteile, einmal ein Blick auf das ehemalige Chemiewerk und viele Informationen zu der wechselseitigen Geschichte der Anlage.

Chemiewerk Rüdersdorf

7. Pflegeheim „Saalower Berg“

Über 800 Menschen lebten zeitweise im Pflegeheim Saalower Berg. Das Pflegeheim wurde 2004 geschlossen, doch noch heute kann man die Bewohnerzimmer und die Einrichtungen sich ansehen. Angefangen von der großen Küche, über Behandlungsräume bis zu einem Kino. Doch Saalower Berg war nicht immer ein Pflegeheim. Bevor es zum Pflegeheim wurde, war es eine militärische Anlage.

So diente sie im Zweiten Weltkrieg für die Unterbringung einer Sperrballon-Einheit der Luftwaffe und von Sanitätern. Was bei diesem Lost Place sehenswert ist, ist die Gestaltung der Eingangsbereiche. Diese sind aufwendig mit Fliesenbilder gestaltet. Von der Einrichtung ist bei diesem Lost Place bedauerlicherweise nicht mehr viel vorhanden. Insgesamt ist das Objekt aber noch in einem guten Zustand und daher absolut zu empfehlen für einen Besuch.

Pflegeheim "Saalower Berg"

8. Das VEB Kraftfuttermischwerk in Fürstenberg

Um einen waschechten Betrieb der ehemaligen DDR handelt es sich bei der VEB Kraftfuttermischwerk in Fürstenberg. Gerade zu DDR-Zeiten wurde die Anlage als Mühle für die Herstellung von Futter genutzt. Genutzt wurde das VEB Kraftfuttermischwerk in Fürstenberg bis 1992, bevor es geschlossen wurde.

Neben den Bauten die noch heute alle vorhanden sind, ist besonders der Hafenanschluss. Den das ehemalige VEB Kraftfuttermischwerk ist direkt an die Havel angeschlossen. Gerade diese Kombination der alten Bauten und vom Wasser, ist nicht nur sehenswert, sondern bietet sich auch gut als Fotomotiv an.

VEB Kraftfuttermischwerk

9. Die Landesirrenanstalt Teupitz

Die Landesirrenanstalt Teupitz ist ein Lost Place mit einer schrecklichen Geschichte. Gerade wenn man durch die Gebäude geht und um die Geschichte weiß, läuft es einem eiskalt den Rücken herunter. 1908 wurde die Landesirrenanstalt im Landkreis Dahme-Spreewald erbaut. Sie konnte bis zu 1050 erkrankte Menschen aufnehmen. Die Landesirrenanstalt Teupitz kann man schon von weitem erkennen.

Möglich ist das durch eine besondere Kombination bei diesem Bauwerk. So verfügt es über eine Aussichtsplattform und einen damit verbundenen Kamin. Beides kommt auf eine Höhe von 50 Meter. Neben den Bauten für die Unterbringung der kranken Menschen, verfügte es auch über einen großen Festsaal, ein Wasser- und Stromkraftwerk, über eine Gärtnerei und letztlich auch über einen eigenen Friedhof mit einer Friedhofskapelle. Im ersten Weltkrieg änderte sich die Nutzung und es wurde für die Versorgung von Soldaten verwendet.

Mit der Machtergreifung der Nazis, wurde das Gebäude bis 1945 für sogenannte T4-Aktionen genutzt. So wurden hier Euthanasiemorde an Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen durch die Nazis vorgenommen. Und das galt für Menschen allen Alters, vom Kind bis zum alten Mann. Insgesamt wurden in Teupitz rund 70.000 Menschen umgebracht. Nach 1945 und bis 1994 erfolgte eine Nutzung durch die Sowjetarmee als Militärkrankenhaus für ihre Truppen.

Landesirrenanstalt Teupitz

10. Das NVA Treib- und Schmierstofflager Niederlehme

Treibstoff für die Luftverteidigung in einem großen Umfang wurden im NVA Treib- und Schmierstofflager Niederlehme bevorratet. Das Gelände verfügt über zwei große Lagertanks unter der Erde, die rund 7700 m³ Kraftstoffe fassen konnten. Zusätzlich gibt es zahlreiche Funktionsgebäude.

Zu den Funktionsgebäuden gehören zum einen Pumpenräume, aber auch Schächte und letztlich noch Unterkünfte für die Unterbringung der Soldaten. Beim Besuch von diesem Lost Place darf eine Taschenlampe nicht fehlen. An Ausstattung ist nicht mehr viel vom ehemaligen NVA Treib- und Schmierstofflager Niederlehme zu sehen.

NVA Treib- und Schmierstofflager Niederlehme

11. Die Kaserne Vogelsang im Wald

Mitten im Wald liegt die ehemalige Kaserne Vogelsang. Die Kaserne wurde während der DDR-Zeit eingerichtet und von Russen bis 1994 genutzt. Die Kaserne war eine kleine Stadt mitten in einem Wald. Sie besteht aus gut 500 Gebäuden und hat Platz für 15.000 Soldaten mit ihren Angehörigen geboten. Von den ehemals 500 Gebäuden sieht man nicht mehr viel. Teilweise sieht man noch Gebäude, die aufgrund von Wandtafeln als Ausbildungsstätten zu erkennen sind. Empfehlenswert ist der Besuch vom ehemaligen Speisesaal. Im Speisesaal ist noch sehr gut eine Wandbemalung zu erkennen.

Insgesamt ist groß aber keine Ausstattung mehr in den Gebäuden der Kaserne vorhanden. Neben den alten Gebäuden, gibt es auch noch zahlreiche Bunkeranlagen. Dazu zählen Bunkeranlagen, die der Lagerung von Munition und Raketen dienten. Bei den Bunkeranlagen muss man beachten, man kann sie nicht vollständig begehen. So sind zahlreiche Bereiche und Stockwerke mittlerweile überflutet. Da die Bunkeranlagen sehr dunkel sind, ist eine Taschenlampe notwendig.

Wie man letztlich sehen kann, hat Brandenburg eine Vielzahl an verschiedenen Lost Places zu bieten. Natürlich gibt es noch wesentlich mehr Lost Places in Brandenburg. Doch die aufgeführten Lost Places sollten bei einer Tour in Brandenburg nicht fehlen.

Die Kaserne Vogelsang im Wald

12. Spreepark

Der Ort des Spreeparks dürfte vielen bekannt sein und dieser zeichnet sich vor allem durch sein Riesenrad aus. Das Rad besteht aus 40 Gondeln und die Funktionstätigkeit wurde bereits vor langer Zeit eingestellt. Solltest du die anderen Fahrgeschäft erblicken, kannst du hier das gleiche erwarten. Besonders jedoch eignen sich die ausgestellten Attraktionen zum Fotografieren!

Der Vergnügungspark wurde 1969 das erste Mal eröffnet und erhielt kurz danach bis zu 1,7 Millionen Besucher. Leider wurde 2001 der Betrieb stillgelegt.

Riesenrad im Spreepark

Der Verlauf des Spreeparks

Es wurde in den Jahren immer wieder versucht, den Freizeitpark erneut zu eröffnen, jedoch verfehlten diese Versuche immer wieder. Nach einer gewissen Zeit konnte man den Park aufgrund der fehlenden Sicherheit nicht mehr nutzen.

Als der Freizeitpark 2014 aufgekauft wurde, stand fest, dass es ab sofort nur mehr als Touristenattraktionen dienen soll. Es steht in der Planung, dass sich das Riesenrad irgendwann in näherer Zukunft wieder drehen soll. Darauf kannst du dich freuen und solange kann es nur bestaunt werden. Solange ist musst du dich noch gedulden. Die Wiedereröffnung des Riesenrades ist für 2024 angesetzt.

Eine Tour durch den ehemaligen Vergnügungspark

Die Sicherheit der Menschen, steht immer im Vordergrund. Gewisse Teile sind nicht abgesichert und durchaus gefährlich. Mittlerweile haben die Bauarbeiten begonnen und es kann deshalb auch nicht mehr alles gesichtet werden. Du kannst jedoch eine Tour buchen und dann kannst du alles erblicken.

In den vergangenen Jahren haben zehntausende Menschen, diese Tour in Anspruch genommen. Gleichzeitig erfährst du auch einiges über die Geschichte und den zukünftigen Spreepark. Jedes Wochenende werden pro Tag sechs Gruppen angeboten.Aktuell können 30 Personen pro Gruppen teilnehmen. Meist dauern die geführten Touren eine Stunde. Die Kosten liegen hierbei zwischen 3 und 5 Euro.

Möglicherweise möchtest du auch einen ganzen Städtetrip durch Berlin machen, dann brauchst du einfach nur diesen Artikel lesen, um weitere tolle Orte entdecken zu können.

Spreepark

Individuelle Gruppenführungen

Solltest du Interesse an einer individuellen Gruppenführung haben, liegen die Kosten zwischen 150 und 190 Euro. Meist sind die Touren sehr ausgebucht. Du kannst aber online ganz einfach, mit einem neuen Konto und einem Passwort, dir die Tour im Vorhinein buchen. Du erhältst dann den sogenannten Benutzername für deine exklusive Tour und kannst du dich schon darauf freuen . Mit etwas Glück erhältst du vielleicht sogar einen Abzug.

13. Abhörstation Teufelsberg

Die Abhörstation Teufelsberg besteht aus drei großen, weißen Kugeln. Da diese mit einer Höhe von 120, 1 Metern in den Himmel ragen, kann man sie von jeder Ecke Berlins sehen.

Heutzutage ist die Abhörstation vor allem zu einer Street Art Galerie geworden. Dabei wird die Umgebung von vielen Farben und unglaublicher Kreativität gezeichnet.

Solltest du mehr schöne und kunstvolle Reiseziele in Deutschland sehen wollen, gibt es hier einen Artikel, den du dir durchlesen kannst.

Touren durch die Abhörstation

Du kannst die Abhörstation auch besuchen und auf diesem Standort sogar den Sonnenuntergang sehen, da die Öffnungszeiten extra dafür ausgelegt sind, diesen sehen zu können.

Bis eine Stunde vor Sonnenuntergang kannst du eingelassen werden. Grundsätzlich liegen die Kosten zwischen 6 und 8 Euro.

Falls du eine exklusive Tour möchtest ist das auch möglich und kostet nur einen sehr geringen Aufschlag. Die Aussichtsplattform Random Unit darf jedoch zur Zeit nicht betreten werden. Dies könnte sich, aber schon bald wieder ändern. Die Abhörstation Teufelsberg liegt genau in Charlottenberg-Wilmersdorf, im Ortsteil Grunewald.

Um die kurz eine örtliche Orientierung zu geben, kannst du die S-Bahnen S3, S5 und S7 nutzen. Du musst durch einen Waldweg und schon gelangst du zur Abhörstation.

Abhörstation Teufelsberg

14. Grenzkontrollpunkt Dreilinden

Wenn du in Richtung Berlin, auf der A115 unterwegs bist, wird bereits schon einmal der ehemalige Grenzkontrollpunkt Dreilinden aufgefallen sein.

Checkpoint Bravo

Man nennt diesen Kontrollpunkt auch Checkpoint Bravo. Der Pop-Art-Rundbau gehörte genauso dazu und soll einen starken Kontrast zu der grauen Grenzkontrolle darstellen.

Grundsätzlich befand sich der Dreilinden Kontrollpunkt an einem anderen Standort. Der frühere Platz, lag zu nah an der innerdeutschen Grenze. In den späteren Jahren wurde der verlassene Standort zu einer Drehkulisse. Dazu gehörten auch Serien wie Alarm für Cobra 11.

Grenzkontrollpunkt Dreilinden

15. Regierungs- und Stasikrankenhaus

Etwas versteckt und außerhalb steht das Regierungs- und Stasikrankenhaus. Es zählte einst als größtes Krankenhaus Europas. Der Aufbau besteht aus großen Bunkern, einer Parkanlage und zwei Gebäudeteilen.

Diese stammen noch aus den 70er Jahren. Früher wurden nur die Personen mit einer höheren Führungsposition behandelt.

Auch die Angehörigen, dieser höheren Personen durften behandelt werden. In der Nähe befand sich das Stasikrankenhaus, dass zu früheren Zeiten streng geheim war. In diesem Krankenhaus wurden nur Stasi-Mitarbeiter behandelt.

Man fand die teuerste und modernste Medizintechnik vor. Auch an jeglicher Medizin fehlte es den Stasi-Patienten und Patientinnen nicht.

Regierungs- und Stasikrankenhaus

16. Flughafen Tempelhof

Auf den ersten Blick wirkt der Flughafen Tempelhof nicht verlassen, wenn jedoch genauer hinblickt, entdeckt man doch einen Lost Place. Der Flughafen steht unter Denkmalschutz und kann trotzdem für Veranstaltungen verwendet werden. Außer Betrieb stehen im Flughafen, das Gepäcksband und der GAT.

Somit steht das gesamte Abfertigungsgebäude still. Der letzte Flug wurde 2008 abgewickelt. Grundsätzlich wurde das Gebäude 1941 fertig gebaut.Von außen war das Haus sehr massiv. Das Gebäude zeigt sich in einer bogenförmigen Überdachung, die sich über 1230 Meter überstreckt. Bis heute ist eines der längsten Gebäude in ganz Europa.

In Mitte des Innenraumes, kann sich ein Terminal mit einem Flugsteig öffnen. Dadurch entsteht ein ovales Flugfeld, das sich über zwei Kilometer zieht. Der Bau des Flughafens wurde nie beendet, da in der Zwischenzeit der Krieg ausgebrochen war. Zum Dach befinden sich 13 Treppentürme, die niemals fertiggestellt wurden.

Auch hier ist heutzutage eine Führung möglich. Du erhältst einen zwei Stündigen Rundgang, durch den Flughafen Tempelhof. Zusätzlich erhältst du weitere historische und auch baukulturelle Informationen. Die Schwerpunkte liegen in den Themen Mythos Tempelhof, Kalter Krieg, Drittes Reich, Architektur und verborgene Orte.

Flughafen Tempelhof

17. Ehemalige Irakische Botschaft in der DDR

Es befindet sich ein verwilderter Garten mit einem Zaun, um die ehemalige Irakische Botschaft. Durch die hohen Bäume ist die Sicht auf den Bau stark eingeschränkt. Durch eine breite Stiege, kann man in das Gebäude gelangen.

Besonders auffallend sind die starken Balkonbrüstungen. In DDR-Zeiten war der Garten kunstvoll hergerichtet, heutzutage ist dieser Ort sehr verlassen.

Irakische Botschaft in der DDR

18. Lokschuppen Pankow-Heinersdorf

Früher befand sich ein Lokschuppen am Bahnhofbetrieb in Pankow-Heinersdorf. Dieser Standort ist zum heutigen Zeitpunkt bereits sehr verfallen! Der Lokschuppen Pankow-Heinersdorf wurde für 24 Lokomotiven errichtet. Bis heute wurden nie wieder Lokschuppen auf diese Art errichtet. Der Schuppen besteht aus einem Backsteinbau und beinhaltet eine Drehscheibe, auf der zu früheren Zeiten die Züge repariert wurden.

Das Dach des Lokschuppen Pankow-Heinersdorf besteht aus einer Kuppel, das bereits sehr verfallen ist. Es befinden sich einige Löcher darin und es schützt nicht mehr vor Regen. Seit mehr als 30 Jahren steht das Betriebswerk still und verfällt immer mehr und mehr.

Das Bahnbetriebswerk stand kurz vor einen Abriss, bis es 2009 verhindert wurde. Es hätten an diese Stelle, Wohnungen und Schulen kommen sollen. Im Gegenzug wurden Sanierungsarbeiten gefordert, die bis zum heutigen Tag nicht getätigt wurden.

Das Gebäude steht unter Denkmalschutz und steht nicht mehr sehr stabil. Leider kannst du den Lokschuppen nicht mehr Betreten, dies ist bereits seit längerem verboten. Solltest du diesen Lost Place unbedingt sehen wollen, kannst ihn vom S-Bahnhof, bei der S-Bahn Station Pankow-Heinersdorf betrachten.

Lokschuppen Pankow-Heinersdorf

19. Flugplatz Werneuchen

Ursprünglich wurde der Flugplatz Werneuchen zum Üben von Luftwaffen erbaut. Nach bereits einem Jahr, war der Bau beendet.

Als der Weltkrieg beendet war, wurden die Bauten fortgesetzt. Bis zum Jahr 1993 wurde der Flugplatz ausschließlich für Militärische Zwecke genutzt. Bis heute ist der Flugplatz kein normaler. Es sind Flugzeuge mit bis zu 5,7 Tonnen erlaubt.

Es fanden am Flugplatz immer wieder nicht legale Autorennen statt, weshalb der Platz in zwei Teile geteilt wurde. Im Westen befindet sich die 900 Meter lange Landebahn und östlich der andere Teil, der um die 1499 Meter lang ist.

Es ist ausschließlich der östliche Teil für den Flugbetrieb erlaubt. Ganz in der Nähe dieses Standortes befinden sich mehrere Hangars, die alle mit Graffiti verziert sind und teilweise auch verrostet. Aber auch geschlossene Casinos oder Ruinen findet man wieder.

Auch, wenn nicht alles abgesperrt ist oder eingezäunt, ist das Betreten dennoch verboten! Dies ist vor allem durch die Einsturzgefahr gefährlich. Du darfst jedoch von außen alles fotografieren und betrachten.

Flugplatz Werneuchen

Solltest du jetzt feststellen, dass du die verlassenen Orte in der Berliner Umgebung schon kennst, kannst du dir auch gerne den Artikel zu den Lost Places im schönen Bayern ansehen. Dort findest du genauso alte Fabriken, wie eine Porzellanfabrik oder auch einen Geisterbahnhof.

Jetzt kennst du die Top Lost Places in der Berliner Umgebung und vielleicht auch die von Bayern. Du wirst spannende Entdeckungen machen. Sei gespannt! Die meisten Lost Places sind gut mit dem Auto zu erreichen und lassen sich gut befahren.

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Zur Autorin: Toni arbeitet seit einigen Jahren ortsunabhängig und ist als digitale Nomadin an den schönsten und aufregendsten Orten der Welt unterwegs. Nach ihrem Studium und einer längeren Berufstätigkeit entdeckte Sie das reisen für sich. Seitdem hat Toni Ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. „Es gefällt mir, individuell und nachhaltig zu reisen, dabei Abenteuer zu erleben und vor allem auch sportlichen Aktivitäten nachzugehen!“Author

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