Auto mieten in den USA: Guide und Tipps

Unabhängigkeit kann etwas sehr Schönes sein – auch auf Reisen. Vielleicht möchtest du komplett flexibel von A nach B kommen. In diesem Fall würde ich dir raten, ein Auto zu mieten. Denn mit einem Mietwagen kannst du ganz unabhängig von Fahrplänen öffentlicher Verkehrsmittel herumkommen. Wie du in den USA ein Auto mieten kannst, erfährst du hier.

Ich verrate dir auch, worauf du dabei achten musst. In dieser Hinsicht ist es der beste Weg, fremde Länder und Kulturen zu entdecken. Durch diese Lösung hast du sogar die Möglichkeit, laut zu deiner Lieblingsmusik mitzusingen.

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Auto mieten USA -Reservierung vor der Reise in den USA

Du hast die Möglichkeit, bereits vor deiner anstehenden Reise einen Wagen direkt in den USA zu reservieren. Im Wirrwarr von unterschiedlichen Anbietern empfiehlt es sich, zuerst einmal verschiedene Angebote miteinander zu vergleichen. Hast du dich für einen entschieden, sollte der übrige Vorgang nicht weiter kompliziert sein.

Autovermietung- weitere Alternativen

Was du aber auch machen kannst, ist, dir einen deutschen Veranstalter zu suchen. Dieser kann dann die Buchung für dich übernehmen. In so einem Fall bekommst du dann alle notwenigen Unterlagen. Eine dritte Option wäre es, direkt in den USA spontan ein Auto zu mieten.

Die Einreise in die USA verläuft prinzipiell ohne Komplikationen, sofern alle Formalitäten stimmig sind. Ein Großteil hierfür ist ein Visum bzw. eine ESTA-Reisegenehmigung. Lediglich ein Aufenthalt mit kürzerer Dauer (maximal 90 Tage) verlangt kein Visum.

Auf den meisten Flughäfen befinden sich Autovermietungen und du kannst dann direkt von dort aus losfahren. Natürlich kommt die Variante ganz auf deine Bedürfnisse an. Manche Personen wickeln solche Dinge außerdem lieber vor Ort und in einem persönlichen Gespräch ab.

 

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Kosten für Mietfahrzeuge

Auf Vergleichsportalen im Internet kannst du dir die ganz genauen Preise der jeweiligen Mietwagenfirmen ansehen. So kannst du dir einen Überblick verschaffen, welche Kategorien dir für welche Summen zur Verfügung stehen.

Sind dir schon einmal die hohen Preise für Lebensmittel in den USA aufgefallen? Im Vergleich kommen dazu kommen einem jene für Leihautos plötzlich überraschend niedrig vor. Kleinwägen kann man etwa schon ab umgerechnet 25 € pro Tag mieten. Mittelklassefahrzeuge gibt es ab 30 € und SUVs ab 32 €.

Versicherung

Neben dem Preis des Mietwagens ist natürlich der Versicherungsschutz ein wesentlicher Faktor. Auch hier kann sich ein Vergleich mehrerer Anbieter lohnen. Einige bieten ein Paket an, in dem bereits alles enthalten ist.

Dazu gehören eine Vollkaskoversicherung, Schutz bei Schäden an diversen Autoteilen, Diebstahlschutz und Steuern. Gibt es kein Paket, wird auf jeden Fall zumindest eine Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung empfohlen. Mit dieser bist du auch bei Unfällen geschützt.

Auswahl eines Autos in den USA

Du kannst dir zwar kein bestimmtes Modell aussuchen, aber eine Kategorie auswählen. Das kann am Anfang ein bisschen verwirrend sein, da es viele verschiedene gibt. Je nachdem, welche Strecke du fahren möchtest und wie viel Platz du brauchst, kannst du dann entscheiden.

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Mögliche Kategorien

Grundsätzlich unterscheiden die Autovermietungen zwischen Groß-, Mittel- und Kleinwagen. Genauer gesagt gibt es die Klassen Compact, Midsize, Standard, Premium, Standard und Fullsize SUV, Van und Minivan.

Jede Kategorie erfüllt ihren eigenen Zweck. Wie man an den Ab-Preisen gesehen hat, unterscheiden sich größere Varianten von den kleineren. Die Differenz der Gebühren ist allerdings nicht allzu hoch.

Mieten eines Autos in den USA unter 25 Jahren

Im Normalfall liegt das Mindestalter, das man zum Mieten eines Autos erreicht haben muss, bei 25 Jahren. Es gibt jedoch schon bei vielen Anbietern die Möglichkeit, sich als Jungfahrer registrieren zu lassen. Das kann von Ziel zu Ziel unterschiedlich sein.

Somit können auch Personen im Alter von 21 bis 24 Jahren ein Fahrzeug mieten. Trifft das auf dich zu? Falls ja, solltest du dich auf jeden Fall vor der Reise bei in Frage kommenden Firmen informieren. So bekommst du dann auch später keine Schwierigkeiten.

Mögliche Haken an der Sache

Meistens musst du als Jungfahrer eine zusätzliche Gebühr entrichten. Diese wird verlangt, um auch unter 25 Jahren ein Auto in den USA fahren zu können. Zusätzlich kann es sein, dass diese Option auf bestimmte Kategorien bzw. Modelle beschränkt ist. Dann hättest du nicht die volle Auswahl.

Vielleicht hast du aber eine Reisebegleitung, die sich als Hauptfahrer registrieren kann. Damit würden diese Einschränkungen nämlich wegfallen.

Mögliche Haken bei der Miete eines Autos

Ein Auto in den USA mit deutschem Führerschein mieten

Theoretisch kannst du dir für deine Reise in die Vereinigten Staaten von Amerika einen internationalen Führerschein ausstellen lassen. In der Regel ist das aber gar nicht notwendig. Nationale Führerscheine, die von ausländischen Behörden ausgestellt wurden, werden nämlich in den meisten Teilen Amerikas akzeptiert.

Ist ein internationaler Führerschein notwendig?

Laut ADAC muss der deutsche Führerschein nicht anerkannt werden. Dies bzw. den aktuellen Stand der Dinge solltest du unbedingt vor Reiseantritt überprüfen. Du kannst dir also den Aufwand, der mit der Beantragung eines internationalen Führerscheins verbunden ist, sparen. Willst du jedoch ganz sichergehen, kannst du ihn dir für ungefähr 15 € ausstellen lassen.

Unterschiede im US-Verkehr bei der Miete eines Autos in den USA

Generell sind einige Verkehrsregeln in Amerika etwas anders als in Deutschland. Allein schon von Bundesstaat zu Bundesstaat können die Bestimmungen variieren. Wenn es um Geschwindigkeitsbeschränkungen geht, gilt es, die jeweiligen Schilder zu beachten.

Woran du dich wahrscheinlich noch gewöhnen musst, ist eine Höchstgeschwindigkeit. Diese kennt man von deutschen Autobahnen nicht. Sie liegt meist bei 120 km/h. Selbstverständlich ist auch Alkohol am Steuer strengstens verboten. Wenn man die Vorgaben erst einmal kennt, ist es nicht so schwierig, sich an sie zu halten.

US-Verkehr bei der Miete eines Autos

Weitere Verkehrsregeln 

Eine weitere Regel, die so in Deutschland nicht gilt, ist, dass du in den USA rechts überholen darfst. Auch darf man an den meisten Orten an roten Ampeln rechts abbiegen. Dazu muss man natürlich die Verkehrssituation berücksichtigen. Wenn wir schon beim Thema Ampeln sind: diese stehen immer auf der gegenüberliegenden Seite der Kreuzung.

Busse und Stoppschilder

Schulbussen mit eingeschalteter Warnblinkanlage solltest du immer deine volle Aufmerksamkeit schenken. Du solltest sie auf keinen Fall überholen. Bei Stoppschildern gilt: Wer zuerst angehalten hat, darf auch als erstes losfahren. Bei Verstößen gegen diese Regeln können dir hohe Geldstrafen drohen.

Mautstraßen in Amerika

Für die meisten Straßen musst du keine Gebühren bezahlen. Es gibt jedoch schon ein paar Mautstraßen in den Vereinigten Staaten. Der Bundesstaat mit den meisten davon ist Florida. Hast du einen Wagen gemietet und fährst auch solchen Straßen, gibt es je nach Anbieter unterschiedliche Möglichkeiten der Bezahlung.

Begleichen der Gebühren

Bezahlen kannst du in Bar, mit dem PlatePass oder dem Sun-Pass (Transponder) in Florida sowie via Toll-by-Plate. Bei letzterem Verfahren erhält man die Rechnung dann vom Mietwagenanbieter. So muss man sich nicht schon vorher Gedanken darüber machen.

Flatrates sind mit Vorsicht zu genießen – es kann vorkommen, dass zu den Tagesgebühren noch zusätzliche hohe Servicegebühren anfallen.

Abholung des Mietwagens

Angaben persönlicher Daten

Zuallererst sollte darauf geachtet werden, die Daten korrekt anzugeben, falls du bereits von zu Hause einen Mietwagen reservierst. Bei der Abholung benötigst du dann deinen Voucher, also die Bestätigung der Reservierung.

Außerdem musst du natürlich deinen Führerschein bei dir haben. Ebenfalls mitbringen solltest du einen zusätzlichen Personalausweis beziehungsweise deinen Reisepass. Es ist auf jeden Fall sinnvoll, noch vor deiner Reise alle Daten zu überprüfen.

Abholung des Mietwagens

Auch, wenn du „dein“ Auto abholst, sind einige Dinge zu beachten. Da es viele verschiedene Anbieter wie beispielsweise Europcar, Dollar, Hertz, Alamo oder Sixt gibt, solltest du zum richtigen gehen. Dazu bringst du deinen Voucher mit.

Abwicklung über den Anbieter

Nachdem du am Schalter über alles Notwendige aufgeklärt wurdest, kann es sein, dass man dir einen zusätzlichen Versicherungsschutz anbieten möchte. Meistens braucht man diesen nicht. Am Ende wirst du noch eine gültige Bankkarte vorlegen müssen.

Erst dann kannst du dir ein Modell deiner gebuchten Kategorie aussuchen. Falls du Mängel am Wagen entdeckst, solltest du sie unbedingt vor Abfahrt melden.

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Einen zweiten Lenker registrieren

Selbstverständlich kannst du zusätzlich zu dir selbst noch einen Fahrer anmelden. Das ist sehr praktisch für längere Strecken, da man sich mit dem Fahren abwechseln kann. Hier sollte man allerdings auch vorsichtig sein.

Ein spontanes Abwechseln ist nämlich nicht möglich. Denn wenn man keinen Zusatzfahrer registriert und trotzdem eine andere Person fährt, hat diese keinen Versicherungsschutz. Im Normalfall muss der Hauptfahrer bei Abholung des Wagens seine Kreditkarte vorlegen.

Tipp: Ford Mustang für den ultimativen Roadtrip mieten

Möchtest du dir auf deiner Reise etwas Besonderes gönnen, könntest du dir einen Ford Mustang mieten. Dieses Auto macht deinen Roadtrip zu einem wahren Genuss. Auf langen Strecken kommen dir die Entfernungen mit Sicherheit nicht mehr so weit vor. Dieses Modell gibt es in einer geschlossenen Version und auch als Cabrio.

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Welche Variante des Mustangs soll ich wählen?

Ich könnte mich wahrscheinlich gar nicht entscheiden. Wenn jedoch das Wetter mitspielt, fühlt sich die Freiheit mit offenem Verdeck bestimmt grenzenlos an. Seien wir mal ehrlich: Wer träumt denn nicht davon, einmal so ein Traumauto zu fahren?

Wenn man es sich zu Hause schon nicht leisten kann, dann wenigstens zur Miete im Urlaub.

Was ist noch zu beachten?

Bevor deine Reise losgeht, solltest du nochmals überprüfen, ob du auch wirklich alle notwendigen Unterlagen dabeihast. Nimm sie zur Abholung mit und überlege dir vorher schon, welche Vorstellungen du bezüglich eines Modells hast. So fällt dir die Auswahl in deiner gebuchten Kategorie danach sicher leichter.

Vorbereitung ist alles

Am besten siehst du dir auch noch einmal vor deiner ersten Fahrt die Verkehrsregeln der USA genauer an. Gut vorbereitet brauchst du keine Angst haben, denn Amerikaner sind nicht gerade für ihren wilden Fahrstil bekannt.

Die Reise kann losgehen

Die Reise kann losgehen

Auf deinen Fahrten solltest du dich dann auch wirklich an die genannten Regeln halten. So läufst du nicht Gefahr, eine Geldstrafe bezahlen zu müssen. Das kann sich wirklich auszahlen, denn die Bußgelder können sehr hoch sein.

Eine Liste anlegen

Höchstwahrscheinlich hättest du aber sowieso andere Vorstellungen davon, wie du dieses Geld anlegen möchtest. Vielleicht hilft es dir, vor deiner Reise eine Checkliste zu erstellen. Auf diese Art und Weise kannst du nach und nach alle wichtigen Punkte abhaken.

Mit einem Mietwagen bist du in den USA jedenfalls frei und unabhängig – ein wunderschönes Gefühl!

Author Zur Autorin: Toni arbeitet seit einigen Jahren ortsunabhängig und ist als digitale Nomadin an den schönsten und aufregendsten Orten der Welt unterwegs. Nach ihrem Studium und einer längeren Berufstätigkeit entdeckte Sie das reisen für sich. Seitdem hat Toni Ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. „Es gefällt mir, individuell und nachhaltig zu reisen, dabei Abenteuer zu erleben und vor allem auch sportlichen Aktivitäten nachzugehen!“

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